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Ein Licht im Norden Europas

23. Februar 2023 in Interview, 7 Lesermeinungen
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Zwei Schwestern haben sich in Nordschweden zur Gemeinschaft „Marias Lamm“ zusammengefunden, zu einem Leben des Gebets und der Sühne für Skandinavien, eingebunden in traditionelle Liturgie. kath.net-Interview mit Mutter Amada - Von Roland Noé


Laponia/Schweden (kath.net/mk/rn) Im schwedischen Teil Lapplands, nördlich des Polarkreises, liegt das Naturschutzgebiet Laponia, eine weitgehend unberührte Wildnis, in der noch indigene samische Völker leben. In diesem entlegenen Gebiet haben sich im kleinen Ort Lannavaara zwei Ordensfrauen niedergelassen und bilden die Gemeinschaft „Marias Lamm“ im „Sankt Josefs Kloster“. In einer ehemaligen Schule beten Schwester M. Karla aus Polen und Mutter Amada aus Schweden die Stundengebete auf Latein und mit gregoranischem Choral, halten Tag und Nacht eucharistische Anbetung und leben, wie es Mutter Amada beschreibt, „in Einsamkeit und Stille, aber in Freude und Gemeinschaft“.

Im gut 10 Millionen Einwohner umfassenden Schweden gibt es nur rund 225.000, also 2 % Katholiken. 500 Jahre lutherische Staatskirche hinterließen Spuren im Denken und Glauben, doch in den letzten Jahren nimmt die Zahl der Konvertiten zu. Die beiden Pionierinnen sehen es als ihre Aufgabe, für das Heil der Seelen in Skandinavien und die Erneuerung der katholischen Kirche durch Wiederherstellung zu beten. Sie studierten – nach eigenen Erlebnissen über den schlimmen Zustand der Kirche in der Welt – deren Geschichte und entwickelten eine Liebe zur traditionellen Liturgie und zum überlieferten Glauben. Sooft ein Priester anwesend ist, wird die Messe daher in der alten Form gefeiert.

Von Sorgen sind die Schwestern von Schwedens nördlichstem Kloster nicht verschont – etwa was aus ihrem baufälligen Heim werden soll, oder ob sie jemals einen ständigen Priester statt nur vorübergehender Gäste bekommen werden. Doch diese Sorgen übergeben sie zur Gänze der Göttlichen Vorsehung. Ihre Patronin ist Unsere Liebe Frau von Fatima, nach deren Botschaften sie ein Leben der Sühne leben wollen. Den Kontakt zu den Einheimischen sowie zu Schweden von außerhalb bezeichnet Mutter Amada als „sehr gut“. Sie bekämen Unterstützung und hätten immer wieder Gäste, die einen Ort des Gebets und der Stille suchen.


Ein kath.net-Interview mit Mutter Amada – Von Roland Noé

kath.net: Wie geht es einem als Katholik in einem Land wie Schweden?

Mutter Amada:  In Schweden gibt es 225.000 Katholiken. Es ist nicht einfach, in Schweden ein Katholik zu sein, weil es ein sehr stark sekularisiertes Land ist und nebenbei 500 Jahre Luthertum einen dauerhaften Einfluss auf das Denken und den Glauben hat. Wie auch immer, die vergangenen Jahre gab es eine beachte Anzahl von Bekehrungen, was ein hoffnungsvolles Signal ist.  

kath.net: Was ist Ihre besondere Mission im Land des Nordens?

Mutter Amada: Unsere besondere Mission ist es, unser Leben und unser Gebet für die Rettung der Seelen in Skandinavien hinzugeben. Speziell in Schweden beten für das Wachstum der katholischen Kirche durch Wiederherstellung. Wir lieben die katholischen Kirche und ihren Glauben, die Liturgie und die Lehre und wie diese immer war und sein wird. Wir sind ganz der Muttergottes verschrieben, unsere liebe Frau von Fatima ist unsere Schutzpatronin. Unsere Spiritualität ist die Antwort auf den Gebetsaufruf der Muttergottes von Fatima und dem Aufruf nach Wiedergutmachung auf die Indifferenz und den Ungehorsam der Welt gegenüber Gottes Gesetzen. Wir bemühen uns um Gottesvertrauen in allen Dingen und vertrauen auf seine Vorsehung. Das ist sehr fundamental für uns. Wir suchen daher Nähe und Vereinigung mit Gott, unseren Retter und Bräutigam. Wir haben auch bei uns Tag und Nach Eucharistische Anbetung. Das ist ein Leben in Einsamkeit und Stille, aber wir leben das in völliger Freiheit, in Freude und in Gemeinschaft.

kath.net: Welche Priester betreuen Ihr Kloster?

Mutter Amada: Wir hatten eine Prieser aus England, der die meiste Zeit der ersten fünf Jahre hier in Laponia war. Die letzten fünf Jahren hatten wir verschiedene Priester, die für ein Jahr oder einige Monate oder Wochen kamen. Zwei schwedische Priester besuchen uns 3 x im Jahr für einen einwöchigen Besuch. Auch uns besuchen auch Priester von auswärts, von Italien, Großbritannien und anderen Ländern. Wir beten und hoffen, dass uns ein Priester ständig begleiten wird oder dass wir  - wenn es Gott wünscht  - wir an einen Ort übersiedeln, wo es traditionelle Priester gibt. Aber das wäre natürlich hier in Schweden oder in Skandinavien.

kath.net: Wie ist der Kontakt zur Bevölkerung in Schweden?

Mutter Amada: Unser Kontakt mit der schwedischen Bevölkerung ist sehr gut. Sie unterstützen uns und bitten uns ums Gebet.  Menschen aus dem ganzen Land besuchen uns immer wieder und wollen bei uns Zeit im Gebet und in der Stille verbringen oder auch über den Glauben sprechen. Unsere Beziehung mit dem Dorf, wo wir sind, ist sehr gut. Diese sind alle Lutheraner.

kath.net: Kann man Ihr Kloster auch besuchen?

Mutter Amada: Wir empfangen Besuche, aber höchstens 1-2 gleichzeitig, um den Geist der Stille und der Einsamkeit nicht zu stören. Wir haben leider auch nicht mehr Platz, da wir nur zwei Schwestern sind: Sr. M. Karla von Polen und eben Moder Amada von Schweden. Wir leben in einer alten Schule, die renovierbedürftig ist. Unser Plan ist es, dass wir derzeit nach einem Grundstück suchen, wo wir ein Neukloster bauen können. Aber das gehört völlig in den Bereich von Gottes Willen und der Versehung, ohne die wir nichts tun können.

kath.net: Was beten Sie konkret in Ihrem Kloster?

Mutter Amada: Bei uns wird nur in der „Alten Messe“ die Hl. Eucharistie gefeiert. Dazu beten wir die Laudes, die Vesper und alle gregorianischen Gesänge.

Für Fotos und Informationen auf Englisch siehe: mariaslamm.se


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Lesermeinungen

 Tomislav934 24. Februar 2023 
 

Gott sei Dank!

Dieses Interview gibt einen Hoffnung und Zuversicht. Besonders freut es mich zu hören, dass es viele Konvertiten gibt in Schweden.


0
 
 lesa 23. Februar 2023 

... Gott wirkt in der Stille und mit gro0er Kraft

Danke für dieses Interwiew, danke für dieses Zeichen des Wirkens Gottes auch in unserer Zeit! "Das volk, das in Finsternis und Todesschatten liegt, sieht ein helles Licht. (Jes 9)
Gottes Saat wächst immer in der Stille heran, sie schlägt sich nicht sofort in Statistiken nieder ... Gewiss geht viel verloren, wir können nicht sofort sagen, dass ab morgen wieder ein großes Wachstum der Kirche beginnt. Gott wirkt nicht so. Sondern es wächst in der Stille und mit großer Kraft ... und auf dieses stille Wachstum vertrauen wir. (Papst Benedikt XVI)


1
 
 ThomasR 23. Februar 2023 
 

Erneuerung des Klosterlebens/Gemeinschaftslebens gibt es auch in Deutschland

Maria Engelport
Neuzelle (2 Gemeinschaften Männer -Zisterzensier und Frauen-Schwestern vom Hlg. Blut)
Oratorium in Aufhausen
Schwestern vom Hlg.Blut in Aufhausen
Gemeinschaften des Werkes FSO
Prämonstratenser in Magdebdurg
Gemeinschaften der Petrusbruderschaft und LC
Cruzadas
Kommunität St Martin in Neviges

und Andere.

andererseits gibt es Bistümer wo ma alte Gebetskloster überaupt nicht beachtet und wegen teuren Immobilien enteignet

Deutschland braucht dringendst Erneueurng des Gebetslebens
und Kloster/geistliche Gemeinschaften haben hier entscheidende Rolle


1
 
 Chris2 23. Februar 2023 
 

Ein Bischof sagte einmal,

die Karmelitinnen seien die stärkste Macht auf Erden, sie wüssten es nur nicht. Möge auch das Gebet dieser stillen Beterinnen nicht nur Schweden, sondern auch uns alle im Glauben stärken. Es freut mich, dass die Leute am Ort so aufgeschlossen sind. Warum auch sollten Sie vor den Schwestern oder der überlieferten Liturgie Angst haben?


2
 
 lakota 23. Februar 2023 
 

Danke!

Das ist mal ein frohmachender Bericht!
Gott segne und behüte diese Schwestern!


3
 
 bibelfreund 23. Februar 2023 
 

Halleluja

Das sind die Geschichten, von denen man zehren kann! Leuchttürme!!!


4
 
 girsberg74 23. Februar 2023 
 

Lese dies mit Freude !


5
 

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  13. So kann es nicht mehr weitergehen
  14. „Ein Zeuge der Wahrheit, der Freude und des Lebens“
  15. ,Kirchen, die reden wie die Welt, braucht die Welt nicht‘

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