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Oberster Gerichtshof Sri Lanka: Regierung hatte die Christen nicht genug geschützt

17. Jänner 2023 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Warnungen ignoriert, Attentat 2019: Damaliger Präsident, damaliger Polizeichef und hochrangiges Staatsbeamte sowie Geheimdienstmitarbeiter müssen umgerechnet 850.000 Euro Strafe aus ihrem Privatvermögen an die klagenden Familien bezahlen.


Colombo (kath.net) Die furchtbaren Bilder und Berichte waren 2019 um die ganze Welt gegangen: Am Ostersonntag hatten IS-Terroristen Anschläge auf drei Kirchen und drei vorwiegend von Christen besuchte Hotels in Sri Lanka verübt, 300 Menschen starben, über 500 Menschen wurden verletzt. Nach Einschätzung und Urteil des Obersten Gerichtshofs von Sri Lanka haben Politik und Sicherheitsbehörden von Sri Lanka es versäumt, diese Anschläge zu verhindern. Nach Überzeugung der Richter sei die Regierung vor den Attentaten mehrfach gewarnt worden, dass diese IS-Terroranschläge in Planung seien, allerdings hätten die Verantwortlichen diese Warnungen ignoriert. Das berichtete das evangelische Nachrichtenportal „idea“ anhand einer Darstellung von „Premier Christen News“. Einige der Regierungsvertreter (darunter auch der damalige Präsigent), einige Staatsbeamte und Geheimdienstmitarbeiter müssen nun zusammen umgerechnet 850.000 Euro an die klagenden Familien bezahlen, eigens wurde festgehalten, dass diese Zahlungen aus den jeweiligen Privatvermögen fließen müssen.


Kardinal Malcolm Ranjith, Erzbischof von Colombo, nannte das Urteil einen „Meilenstein“, forderte aber gleichzeitig weitere Untersuchungen. Seit November 2021 stehen 24 Männer wegen möglicher Beteiligung an diesen Anschlägen vor Gericht.


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