Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Das Beispiel des Johannes

15. Jänner 2023 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus: Dienen bedeutet Unentgeltlichkeit, Fürsorge für andere ohne eigenen Nutzen, ohne Hintergedanken. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net) Angelus am zweiten Sonntag im Jahreskreis mit Papst Franziskus auf dem Petersplatz: „seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt“.

Das Evangelium der heutigen Liturgie (vgl. Joh 1,29-34) berichtet über das Zeugnis, das Johannes der Täufer über Jesus ablegt, nachdem er ihn im Jordan getauft hat. Er sagt: „Er ist es, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, der mir voraus ist, weil er vor mir war" (V. 29-30).

Diese Aussage verdeutliche den Geist des Dienstes des Johannes. Er sei gesandt worden, um den Weg für den Messias zu bereiten, und hätte dies getan, ohne sich selbst zu schonen. Menschlich gesprochen würde man meinen, dass er einen „Preis“, einen herausragenden Platz im öffentlichen Leben Jesu, erhalten würde. Aber nein. Johannes, der seinen Auftrag erfüllt habe, wisse, wie man zur Seite tritt, er ziehe sich zurück, um Platz für Jesus zu machen. Er habe gesehen, wie der Geist auf ihn herabgekommen sei, er habe ihn als das Lamm Gottes bezeichnet, das die Sünde der Welt hinwegnehme, und nun höre er seinerseits demütig zu. Er predige zu den Menschen, sammle die Jünger und bilde sie lange Zeit heran. Doch er binde niemanden an sich. Das sei schwierig, aber es sei das Zeichen des wahren Erziehers: „die Menschen nicht an sich zu binden. Johannes tut dies: er stellt seine Jünger in die Fußstapfen von Jesus. Es geht ihm nicht darum, eine Anhängerschaft für sich zu gewinnen, Prestige und Erfolg zu erlangen, sondern er legt Zeugnis ab und tritt dann einen Schritt zurück, damit viele die Freude haben, Jesus zu begegnen“.


Mit diesem seinen Geist des Dienens, mit seiner Fähigkeit, Raum zu schaffen, lehre uns Johannes der Täufer etwas Wichtiges: „Die Freiheit von Bindungen. Ja, denn es ist leicht, sich an Rollen und Positionen zu binden, an das Bedürfnis, geschätzt, anerkannt und belohnt zu werden. Und das ist zwar natürlich, aber nicht gut, denn Dienst bedeutet Unentgeltlichkeit, Fürsorge für andere ohne eigenen Nutzen, ohne Hintergedanken“. Es werde uns gut tun, wie Johannes die Tugend zu pflegen, zur rechten Zeit zur Seite zu treten und zu bezeugen, dass der Bezugspunkt im Leben Jesus sei.

„Denken wir darüber nach“, so der Papst, „wie wichtig dies für einen Priester ist, der berufen ist, zu predigen und zu zelebrieren, nicht um des Ruhmes oder des Interesses willen, sondern um andere zu Jesus zu begleiten. Denken wir daran, wie wichtig dies für die Eltern ist, die ihre Kinder mit so vielen Opfern großziehen, sie dann aber ihren eigenen Weg im Beruf, in der Ehe, im Leben gehen lassen müssen“. Es sei gut und richtig, dass die Eltern weiterhin für ihre Anwesenheit sorgten und ihren Kindern sagten: „Wir lassen dich nicht allein“, aber diskret und ohne Aufdringlichkeit.

Das gelte auch für andere Bereiche wie Freundschaft, das Leben als Paar, Gemeinschaftsleben. Sich von den Anhaftungen des eigenen Egos zu befreien und zu wissen, wie man beiseite treten könne, habe seinen Preis, aber es sei sehr wichtig: „es ist der entscheidende Schritt, um im Geist des Dienens zu wachsen“.

„Versuchen wir, uns selbst zu fragen“, so Franzuskus abschließend: „sind wir in der Lage, Platz für andere zu schaffen? Ihnen zuzuhören, sie freizulassen, sie nicht durch die Forderung nach Anerkennung an uns zu binden? Ziehen wir andere zu Jesus oder zu uns selbst? Und noch einmal, um dem Beispiel des Johannes zu folgen: können wir uns darüber freuen, dass Menschen ihren eigenen Weg gehen und ihrem eigenen Ruf folgen, auch wenn dies eine gewisse Distanz zu uns bedeutet? Freuen wir uns aufrichtig und ohne Neid über ihre Leistungen?“.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz