Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Diözese Rottenburg-Stuttgart veröffentlicht Handreichung für geschlechtersensible Sprache

17. Jänner 2023 in Deutschland, 51 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Diözese folgt damit dem Vorbild anderer Bistümer, Organisationen, Unternehmen, dem ZdK und dem BDKJ. Auch bei der Auswahl von Bildern sollen ‚Geschlechter-Stereotypen’ vermieden werden.


Rottenburg (kath.net/jg)

Das Bistum Rottenburg-Stuttgart, beziehungsweise deren „Gleichstellungsstelle und Stabsstelle Mediale Kommunikation“, hat im Dezember 2022 eine Handreichung zur „geschlechtersensiblen Sprache“ herausgegeben.

Die Bistumsleitung folgt damit dem Beispiel einiger anderer deutscher Diözesen, Organisationen und Unternehmen, dem „Zentralkommittee (sic!) der deutschen Katholiken“ (ZdK) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), ist in einem Artikel auf der Internetpräsenz der Diözese zu lesen. Denn: „Mitgemeint und mitgedacht – ist nicht unbedingt gut gemacht“, schreibt Thomas Brandl, Mediendirektor der Diözese, einleitend wörtlich. Gebhard Fürst, der Bischof von Rottenburg-Stuttgart, wird mit dem Satz zitiert: „Die Gesellschaft verändert sich, ihre Sprache ebenfalls – dem tragen wir mit der neuen Broschüre nun Rechnung.“


Die Handreichung soll „eine Brücke bauen zu mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Sprache“. Die einzig richtige Form im Sinne einer allgemein gültigen Regel gebe es nicht, heißt es in der Broschüre (S. 6). Es gehe „um einen geschlechtersensiblen Gebrauch von Sprache, bei der die innere Haltung und Überzeugung sichtbar wird.“

Das generische Maskulinum soll nicht alleine verwendet werden. Stattdessen sollen zum Beispiel Paarformen oder Neutrale, das heißt substantivisierte Partizipien, verwendet werden. Kurzformen mit Klammer (innen), das Binnen-I, Sonderzeichen wie Gendersternchen und der Gendergap werden in der Broschüre abgelehnt. Die letztgenannten Formen würden für Vorlesesysteme unlösbare Probleme bedeuten und auch in der Brailleschrift zu Irritationen führen. Eine Ausnahme gibt es für den Doppelpunkt (z.B. Mitarbeiter:innen), der bereits häufig verwendet werde.

Die Texte sollten verständlich bleiben und nicht zu kompliziert werden, betonen die Verfasser. Die „geschlechtersensible Sprache“ wird für die Kommunikation des Bistums empfohlen, sie ist aber nicht verbindlich. Schrifterzeugnisse mit Rechtsverbindlichkeit werden weiterhin nach den geltenden Regeln der deutschen Rechtschreibung verfasst.

Die „Handreichung für geschlechtersensible Sprache“ wird an alle Kurienmitarbeiter, Dekanate, Kirchengemeinden, katholische Organisationen, Verwaltungszentren sowie Diözesanräte verteilt.

Beim Einsatz von Bildern soll ebenfalls auf Geschlechtersensibilität geachtet werden. Alle Personen und Zielgruppen sollen sich angesprochen fühlen. Bei der Auswahl soll darauf geachtet werden, ob „hierarchische Positionen“ deutlich oder „Geschlechter-Stereotype“ bedient werden. Personen mit Handicap oder anderer Hautfarbe sollen bewusst gezeigt werden, um „Inklusion und Diversität“ zu signalisieren.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

gender mainstreaming

  1. IOC klärt: Künftig nehmen keine Transfrauen mehr an Frauenwettbewerben bei Olympischen Spielen teil!
  2. Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
  3. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  4. IMABE kritisiert VfGH-Urteil zur Streichung des Geschlechtseintrags
  5. US-Bischof Daniel Thomas/Ohio: „Gott hat Transsexualität nicht vorgesehen“
  6. Liturgie – ein „katholischer Queer-Gottesdienst“ – oder kirchliche „Identitätspolitik“
  7. US-Studie zeigt: Transgender wird unter jungen Leuten unmodern!

Bistum Rottenburg-St

  1. Diözese Rottenburg-Stuttgart hebt (endlich) alle Corona-Maßnahmen auf
  2. Diözesanrat Rottenburg-Stuttgart: ‚Bestürzt und betroffen’ über Nein zur Segnung Homosexueller
  3. Maskenirrsinn im Bistum Rottenburg-Stuttgart
  4. Wenn ein katholischer Bischof nichts mehr über Jesus zu sagen hat
  5. Bischof Fürst: ARD-Beitrag verzerrt Tatsachen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  3. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  4. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  5. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  6. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  7. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  8. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  9. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  10. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  11. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  12. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz