Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  14. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit
  15. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland

US-Midterms: Bischöfe fordern familienfreundliche Politik

3. November 2022 in Prolife, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die US-Bischöfe hoffen in ihrem Brief "auf den Tag, an dem Abtreibung undenkbar ist, weil die Gesellschaft ... beschlossen hat, das Gedeihen der Kinder und ihrer Familien zum höchsten Ziel zu machen, ohne dass jemand ausgeschlossen wird".


Washington/Rom (kath.net/KAP) Vor den Parlamentswahlen in den Vereinigten Staaten am 8. November haben die katholischen Bischöfe des Landes in einem Brief mehr als ein Dutzend politische Empfehlungen ausgesprochen. Wie das Nachrichtenportal "Vatican News" (Mittwoch) berichtete, liegt dem Episkopat insbesondere die Gesundheitsfürsorge und das Wohlbefinden von Frauen, Kindern und Familien am Herzen. Die US-Bischöfe appellieren aber auch für "radikale Solidarität" mit bedürftigen Müttern und den Aufbau einer Gesellschaft, in der Abtreibungen nicht als nötig empfunden werden.

Der Brief der Bischöfe ist auf den 26. Oktober datiert. Die Zwischenwahlen, die sogenannten "Midterms", finden jeweils genau zwischen zwei Präsidentschaftswahlen statt und gelten als Lackmustest für die Regierung. Alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 34 der 100 Senatssitze im US-Kongress werden neu vergeben, auch zahlreiche Gouverneurssitze stehen zur Wahl. Die Bischöfe bezeichnen in ihrem Schreiben die ersten Halbzeitwahlen nach der Aufhebung des Abtreibungs-Grundsatzurteils "Roe gegen Wade" durch den Obersten Gerichtshof als "historische Gelegenheit, die Anstrengungen für eine Kultur des Lebens zu verdoppeln, die die Würde jedes Menschen in jeder Phase respektiert und unterstützt".


Gesellschaft ohne Abtreibung

Die Bischöfe hoffen in ihrem Brief "auf den Tag, an dem Abtreibung undenkbar ist, weil die Gesellschaft sich erfolgreich mit den Herausforderungen der Kindererziehung in der modernen Welt auseinandergesetzt und beschlossen hat, das Gedeihen der Kinder und ihrer Familien zum höchsten Ziel zu machen, ohne dass jemand ausgeschlossen wird". Sie ermahnten die Gesellschaft weiterhin, "dem Wohlergehen von Frauen, Kindern und Familien sowohl mit materiellen Mitteln als auch mit persönlicher Begleitung Priorität einzuräumen, damit sich keine Frau jemals gezwungen sehen muss, zwischen ihrer Zukunft und dem Leben ihres Kindes zu wählen".

Die Empfehlungen der Bischöfe zielen vor allem auch auf Maßnahmen zur Unterstützung von schwangeren Frauen, Müttern und Kindern, aber auch von Familien mit niedrigem Einkommen und Zuwanderern, die oft mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert sind. "Wir sind bereit, mit Ihnen [den Gesetzgebern, Anm.] zusammenzuarbeiten, um im Lichte dieser Bestrebungen Lösungen vorzuschlagen und einen langfristigen und kontinuierlichen Dialog darüber zu fördern, wie die Politik und die Gesetze unseres Landes verbessert werden können, um alle Kinder und Familien zu unterstützen", so die Bischöfe.

Rechte der Migrierten stärken

Als weitere Priorität nennen die US-Bischöfe die Integration von Einwanderern und Familien mit gemischtem Status in die Gesellschaft und in die Arbeitswelt durch Initiativen wie den "Farm Workforce Modernization Act". Sie schreiben weiter: "In einem Land, das grundlegend von den Beiträgen der Einwanderer geprägt ist, sowohl kulturell als auch wirtschaftlich, können wir keine Politik akzeptieren, die Neuankömmlinge ungerechterweise ausschließt, vor allem wenn wir uns weiterhin auf ihre Arbeit verlassen - und kollektiv von ihr profitieren."

Die Soziallehre der Kirche, die sich auf eine starke biblische Grundlage stütze, bekräftige eindeutig, dass "die Familien von Migranten das Recht auf denselben Schutz haben wie andere Familien", einschließlich des Rechts auf "Achtung ihrer Kultur und auf Unterstützung und Hilfe bei ihrer Integration in die Gemeinschaft, zu der sie beitragen". Insbesondere Arbeitsmigranten, ob Saisonarbeiter, Menschen ohne Papiere oder andere, dürften nicht "als bloße Produktionsmittel" behandelt, sondern müssten als "Personen" geachtet werden, fordern die Kirchenvertreter.

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 4. November 2022 
 

Echte Hirten

Man merkt, dass die kath. Kirche der USA mit dem Rücken zur wand steht, weil weder Kirchensteuer noch mitglkiederzulauf. Im Gegenteil. Und da wird man bekanntlich vernünftig….. was für ein klarer Appell, durch diese Wahl das Ruder im Tötungsdelikt-Wettlauf rumzureißen. Solche Worte sucht man im deutschsprachigen Eurpopa vergeblich. Aber wen sollten sie auch empfehlen? Außer der AfD vertritt zB in Deutschland KEINE Partei das Lebensrecht. Erst recht die etikettenschwundlerische CDU/CSU nicht.


0
 
 Chris2 3. November 2022 
 

Das ist der Unterschied zu Deutschland:

Dort setzt die Bischofskanferenz öffentlich klare Zeichen für das Lebensrecht aller Menschen, auch der wehrlosesten, hier gibt es bestenfalls ein Grußwort für den Marsch für das Leben - das ansonsten medial keinerlei Echo findet, vermutlich nicht einmal bei der "K"NA oder auf den eigenen Bistumswebseiten. Aber in Deutschland ist man ja auch vollauf mit der "anderen" Kirche" und dem "anderen" Evangelium beschäftigt. Und dabei wird letzteres noch nicht einmal von einem (gefallenen) "Engel vom Himmel" verkündet...


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz