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US-Politikerin Abrams behauptet: Es gibt keine Grundlage für Abtreibungsverbote in der Bibel

2. September 2022 in Prolife, 9 Lesermeinungen
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Als Tochter von zwei Pastoren habe sie gelernt, die Bibel zu verstehen, behauptet sie. Abrams tritt gegen den amtierenden Gouverneur Brian Kemp an, der sich für den Lebensschutz einsetzt.


Woodstock (kath.net/LifeNews/jg)

Das derzeit im US-Bundesstaat Georgia geltende Abtreibungsverbot bei Herzschlag sei unbiblisch, „grausam und niederträchtig“, sagte Stacey Abrams (50), die für den Gouverneursposten von Georgia kandidiert.

Die Kandidatin der Demokraten kündigte bei einem Auftritt in einer Kirche an, die Aufhebung des Abtreibungsverbots bei Herzschlag zu einer ihrer Prioritäten zu machen, sollte sie gewählt werden. Abtreibungen sind in Georgia verboten, sobald der Herzschlag des Ungeborenen festgestellt werden kann.


In letzter Zeit zieht Abrams sogar die Bibel heran, um die Legalisierung der Abtreibung zu rechtfertigen. Als Tochter zweier Pastoren habe sie einen ausgeprägten Sinn für Moral und ein gutes Verständnis der Bibel, behauptete sie. In der Heiligen Schrift sei nichts zu finden, womit die Einschränkung des Zugangs zur Abtreibung zu begründen sei, „außer Grausamkeit und Niedertracht“, sagte sie.

Mit dem Abtreibungsverbot bei Herzschlag habe die Grausamkeit ein neues Niveau erreicht, weil es die meisten Abtreibungen verbiete, Abtreibung aber nach Abrams’ Ansicht nichts anderes als „eine medizinische Angelegenheit“ sei.

Gouverneur Brian Kemp, der das geltende Abtreibungsgesetz unterstützt, sei ein „religiöser Extremist“, der Frauen die Kontrolle über ihren Körper entziehen wolle und sie zu „Bürgern zweiter Klasse“ in Georgia machen wolle. Abrams tritt bei den Gouverneurswahlen in Georgia im November 2022 gegen Kemp an.

In einem Interview mit Yahoo News im August 2022 sagte Abrams, dass man aus religiösen Gründen Abtreibungen ablehnen könne. Man habe als Christ aber nicht das Recht, sein Wertsystem jemand anderen aufzuzwingen. Der Wert der über allem stehe sei das Recht, eigene Entscheidungen zu treffen, der freie Wille, „den Gott uns gegeben hat“.

Abrams will Abtreibungen auf Verlangen bis zur Lebensfähigkeit des Babys außerhalb des Mutterleibs legalisieren. Diese Regelung galt in den USA bis zur Aufhebung von „Roe v. Wade“ im Juni 2022.

 


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