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Sanktionen Londons gegen Patriarch Kyrill wegen Kriegspropaganda

18. Juni 2022 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Britische Außenministerin Truss erklärt: Russisches Kirchenoberhaupt hat Position zur Rechtfertigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine missbraucht - Patriarchatssprecher bezeichnet Schritt als "sinnlos".


London/Moskau/Budapest (kath.net/ KAP)

Die britische Regierung verhängt Sanktionen gegen den russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. So werden Vermögenswerte in Großbritannien eingefroren und ein Einreiseverbot in britisches Territorium verhängt. Das 75-jährige Moskauer Kirchenoberhaupt habe seine Position wiederholt zur Rechtfertigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine missbraucht, erklärte Außenministerin Elizabeth Truss am Donnerstag im Parlament.


EU-Sanktionen gegen den Moskauer Patriarchen waren am Widerstand der ungarischen Regierung von Viktor Orban gescheitert. Der Sprecher des Moskauer Patriarchates, Wladimir Legoida, erklärte als Reaktion in Richtung London, Versuche, Kyrill einzuschüchtern oder zur Aufgabe seiner Haltungen zu zwingen, seien "sinnlos, absurd und aussichtslos". Wörtlich sprach Legoida von der Kirche als einer "letzten Brücke" und "Kommunikationskanal", der offenbar ruiniert werden solle.

Auch Orban erneuerte unterdessen sein "Nein" zu Sanktionen gegen Kyrill. Die ungarische Regierung schützt die religiösen Freiheiten und werde daher niemals Sanktionen gegen Kirchenführer unterstützen oder sie von den Mitgliedern ihrer Kirche isolieren, schrieb der ungarische Regierungschef laut staatlicher Nachrichtenagentur MTI (Donnerstag) in einem Brief an eine Gruppe von Abgeordneten des Europaparlaments. Frieden könne ohne die aktive Beteiligung der Kirchen nicht erreicht werden, so Orban.

 

Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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