Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  12. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  13. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

Wirres Lügen-Video des Moskauer Patriarchats

9. Mai 2022 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Patriarchat spricht in Propaganda-Video von offenem Satanismus in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte - Die russischen Soldaten, die in der Ukraine tausendfach Menschen massakrieren, werden als "Krieger des Lichts" verkauft.


Moskau/Zürich (kath.net/KAP/red) Die Russische Orthodoxe Kirche fordert die Erhöhung der Anzahl Geistlicher in der Militärseelsorge. Das berichtet der "Nachrichtendienst Östliche Kirchen" (NÖK) am Freitag in seiner aktuellen Ausgabe. Dazu hat die Synodalabteilung des Moskauer Patriarchats zur Zusammenarbeit mit den Streitkräften und den Rechtsverfolgungsorganen bereits am 17. April auf ihrer Website zwei Videos veröffentlicht, in denen sie propagandistisch um mehr Militärgeistliche in der russischen Armee wirbt.

Im ersten Video ist die Darstellung des Kriegs in der Ukraine als Kampf gegen jenseitige infernale Kräfte zentral. Wörtlich heißt es: "Heute kämpfen auf dem Territorium der Ukraine jenseitige infernale Kräfte gegen die Orthodoxie und die russischen Soldaten. Es sind Fälle von offenem Satanismus in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte bekannt, heidnisches Sektierertum und sogar Opferdarbringungen sind unter den radikalsten Nazis verbreitet. Und säubern kann man das alles nur mit Gebet und der Unterstützung von Gott selbst, weil die gegenwärtige Konfrontation in erster Linie von geistiger Bedeutung ist. Der russische Soldat benötigt heute besonders dringend Betreuung und ein Verständnis für seine großartige historische und geistige Mission. Deshalb bleibt eine Frage offen: Wann versteht man das in unserer Armee und handelt so, dass unsere Soldaten und Offiziere in einem solch wichtigen Moment nicht ohne geistige Unterstützung bleiben?"

Das kurze - so veröffentlichte - Video ist die Schlusssequenz eines etwas längeren, knapp dreiminütigen Videos mit dem Titel "Wird die Spezialoperation zu einem Heiligen Krieg?". In der Eröffnungssequenz wird der Krieg in der Ukraine als metaphysischer Kampf zwischen Gut und Böse beschrieben: "Die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit den grausamen Folterungen und Züchtigungen russischer Armeedienstleistender in der Ukraine haben ziemlich deutlich gezeigt: Es geht heute nicht um eine Schlacht um Territorium oder konkrete Menschen. Es ist ein Krieg! Wobei es nicht ein Krieg zwischen zwei Zivilisationen ist, West und Ost. Es ist buchstäblich ein Krieg des Guten gegen das inkarnierte Böse!"

Und weiter wörtlich: "Der russische Soldat ist heute ein Krieger des Lichts, der für die Bewahrung der Orthodoxie und Russlands als solches kämpft, er ist buchstäblich ein Kämpfer des himmlischen Heeres, in dessen Rücken die Heerscharen der Engel unter der Führung von Erzengel Michael stehen!"  Leider wüssten die russischen Soldaten das aber nicht, weil es zu wenig Militärgeistliche gebe. Um den Geist der Soldaten und ihren Glauben zu stärken sowie das Bewusstsein für ihre Mission und die Mission der Armee, wofür und wogegen sie kämpfen, zu schärfen, seien in der Armee Geistliche nötig. Darauf wird die Geschichte der Militärgeistlichen, von denen es im Zarenreich viel mehr gegeben habe, rekapituliert und die aktuellen Regelungen dargelegt.


Das Propaganda-Video kommt genau zu dem Augenblick, in den durch abgehörte Gesprächen zwischen eines russischen Soldaten und seiner Mutter bekannt wurde, wie Russen Ukrainer foltern. In der u.a. von der BILD-Zeitung veröffentlichten Beitrag bejubelt sogar die Mutter des Soldaten das Foltern der Ukrainer.  In dem Gespräch erzählt Konstantin S. von vers. Foltermethoden, die angewendet werden, u.a. eine, bei der Stacheldraht in den Körper des Opfers eingeführt und dann langsam herausgezogen wird. Er berichtet auch von Gesprächen mit den Folteropfern und sagt, dass er es „sehr mag“, die Menschen moralisch zu brechen. „Du magst es?“, fragt seine Mutter, worauf Konstantin bestätigt: „Ich mag es.“

Die Mutter bekräftigt dann den Sohn in seinen Taten und äußert den Wunsch, selbst zu foltern. „Wenn ich dort hinkäme, würde ich das auch genießen. Wir beide sind gleich.“ Gegen Ende des Telefongesprächs kommen Konstantin S. und Tatjana S. auf die Folterpraktiken zurück. Während der Sohn erzählt, wie genau er beim Foltern vorgehen würde und darüber scherzt, lacht die Mutter und erwidert die Scherze. Immer wieder sagt Tatjana, dass es sich bei Ukrainern nicht um Menschen handele.

 

u. mit Copyright 2022 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. „Manchmal ist es schwer, den Zusammenhang zwischen meinem Kreuz und dem Kreuz Christi zu erkennen“
  4. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  5. Die Bibliothek als Herz des kirchlichen Gedächtnisses. ‚Nimm und lies!‘ - Die Unruhe der Wahrheit
  6. „Ich erwarte die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt“
  7. Marsch fürs Läbe: Together for Life! – Männer übernehmen Verantwortung für das Leben
  8. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  9. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  10. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  11. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  12. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  13. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  14. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  15. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz