Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der entschärfte Gott
  4. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  5. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  6. Neue Fantasien über das Weiheamt für Frauen?
  7. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  8. Panik in Magdeburg
  9. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  10. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  11. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  12. Maria – Marta – Lazarus: Christus, der Freund des Lebens
  13. Zwischen Gebetswort und politischem Urteil. Der Friede und die Ordnung
  14. Vatikan fordert umfassenden Zugang zu Recht für Frauen
  15. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt

Irak: Patriarch Sako vergleicht Abtreibung mit der Geschichte von Kain und Abel

7. Oktober 2021 in Prolife, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Sako: Papst Johannes Paul II. sagte, dass bei Schwangerschaftsunterbrechung „ein menschliches Geschöpf getötet wird, das gerade erst dem Leben entgegengeht, das heißt das absolut unschuldigste Wesen, das man sich vorstellen kann“.


Bagdad (kath.net/Päpstliche Missionswerke Fides/red) Die Praxis der Abtreibung wiederhole die Geschichte von Kain, der den ersten „vorsätzlichen Mord“ beging, von dem die Bibel berichtet. Und für die Kirche „hat jedes menschliche Leben, auch das ungeborene, seine Würde und das Recht, geschützt zu werden“. Dies schreibt der chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako (Archivfoto) in einem auf der Website des chaldäischen Patriarchats veröffentlichten Beitrag, in dem er auch den Absatz der Enzyklika „Evangelium Vitae“ zitierte, in dem Papst Johannes Paul II. daran erinnert, dass bei einer vorsätzlichen Schwangerschaftsunterbrechung „ein menschliches Geschöpf getötet wird, das gerade erst dem Leben entgegengeht, das heißt das absolut unschuldigste Wesen, das man sich vorstellen kann: es könnte niemals als Angreifer und schon gar nicht als ungerechter Angreifer angesehen werden! Es ist schwach, wehrlos, so dass es selbst ohne jenes Minimum an Verteidigung ist, wie sie die flehende Kraft der Schreie und des Weinens des Neugeborenen darstellt. Es ist voll und ganz dem Schutz und der Sorge derjenigen anvertraut, die es im Schoß trägt“ (Evangelium vitae, 58).


Seine Überlegungen zum Thema Abtreibung bettet der Patriarch in Überlegungen zur Heiligen Schrift und zur Lehre der Kirche ein und zwar in einer Art „Katechismus des Patriarchen“ zu aktuellen Problemen und Ereignissen der Gegenwart, den Kardinal Sako schrittweise veröffentlicht. In dem betreffenden Text wirft die biblische Geschichte von Kain und Abel, „den ersten beiden Söhnen von Adam und Eva“, radikale Fragen über das Geheimnis des Bösen auf, das die Geschichte der Menschheit begleitet. „Wie ist es möglich, dass der Mensch, der nach dem Bild und Gleichnis Gottes geschaffen wurde, wie ein gefräßiges Tier werden kann?“, fragt er sich. „Die Bibel“, so der irakische Kardinal weiter, „stellt im Buch Genesis fest, dass Hass und Gewalt Teil der menschlichen Geschichte sind“. Und auch unsere Zeit sei geprägt von Morden und Tötungsdelikten, die „unter dem Deckmantel von Gott und Religion verübt werden“.

Die Geschichte von Kain und Abel verdeutliche, dass der Schrecken mörderischer Gewalt auch das Band der Brüderlichkeit, der gemeinsamen Kindschaft, zerreißen kann. Das Böse, so lehre der biblische Text, sei nicht durch den Willen Gottes in die Welt gekommen, der den Tod in seinem Schöpfungswerk wollte. Die Türen zu Gewalt und Tod seien vielmehr durch die Undankbarkeit und den Stolz geöffnet worden, die in der biblischen Geschichte der Erbsünde bereits angedeutet wurden und deren verderbliche Früchte sich erstmals im Tod Abels durch seinen Bruder Kain manifestierten.

„So wie Adam und Eva die Gegenwart Gottes verließen“, fährt Patriarch Sako fort, „so tat es der Mörder Kain, und so wird es jeder Täter tun, der vorsätzlich mordet. Denn das menschliche Leben ist ein heiliges Geschenk Gottes, und niemand hat das Recht, es wegzunehmen“. Das Böse, das in die Welt gekommen sei, berühre die Beziehungen zwischen Geschwistern. Sie zerstöre die Harmonie zwischen den Menschen. Und angesichts all dessen bedürfe es keiner Willensanstrengungen oder allgemeiner Appelle an das Mitgefühl, da der Mensch nicht in der Lage sei, sich selbst zu „vermenschlichen“. Nur das unentgeltliche und noch nie dagewesene Geschehen des Heils, das Christus in die Welt gebracht habe, könne durch die Gnade den Samen der Vergebung im Herzen der menschlichen Beziehungen sprießen lassen. Ein Wunder, ohne das jeder Appell an den Dialog und die Brüderlichkeit Gefahr laufe, in erstickenden Moralismus oder in „Parteinahme“ umzuschlagen.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 KatzeLisa 7. Oktober 2021 
 

bedrängte Kirche

Es ist immer wieder erstaunlich, wie in den Weltgegenden, in denen die Menschen Not leiden und wegen ihres Glaubens bedroht werden, der Glaube an Gott aufblüht, während die Menschen im Wohlstandswesten glauben, ohne Gott besser zurecht zu kommen und lieber selbst Gott spielen wollen.


0
 
 Wiederkunft 7. Oktober 2021 
 

Weiterleiten

sollte man diese Aussagen an Biden, der aus der kath. Kirche endlich ausgeschlossen gehört!!!


1
 
 Rolando 7. Oktober 2021 
 

Mutter vieler Probleme

Migration, Wirtschafts- und Wohlstandseinbruch, was mittels Corona verschleiert wird, geistige Wunden, deren Auswirkungen, Verhinderung des Segens Gottes. Wenn nur annähernd so für das ungeborene Leben eingetreten würde, wie beim Hochhalten von Corona, dann wäre schon viel gewonnen.


4
 
 grumpycath. 7. Oktober 2021 
 

Die jahrzehntelange Massenabzreibung wird sich noch schwer und bitter rächen

Das werden wohl selbst auch noch Ungläubige einsehen müssen.

Schön heutzutage fehlen beispielsweise hierzulande an allen Ecken und Enden gut qualifizierte Fachkräfte, nicht nur im Handwerk und in der Pflege sondern auch in der Industrie, Gesundheitswesen und anderswo.

Das totalitäre kommunistische China propagiert jetzt sogar sog. Dreikindpolitik, weil man auch dort die Überalterung der Gesellschaft hart zu spüren bekommt.

Es gilt nach wie vor und unabhängig von der offiziell gesellschaftlich akzeptierten Weltanschauung:

Man darf nicht UNGESTRAFT gegen Gottes Gebote verstoßen - das rächt sich bitter und kommt am Ende TEUER zu stehen!


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE DIESE WOCHE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  4. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  5. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  6. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  7. Der entschärfte Gott
  8. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  9. Panik in Magdeburg
  10. 'Erzieherischer Unterton': Harald Schmidt rechnet mit Tagesthemen und Heute Journal ab
  11. Brasilien: 26-jähriger Seminarist stirbt – hinterlässt beeindruckendes geistliches Testament
  12. Ein Champion am Galgen – und die Welt sieht weg
  13. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“
  14. Eine wundertätige Medaille für Priscilla Presley
  15. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz