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Budapest: Orthodoxer Patriarch ruft zur Kircheneinheit auf

12. September 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Patriarch Bartholomaios spricht bei Eucharistischem Weltkongress - Gottesdienst und nächtliche Kerzenprozession mit Kardinal Erdö und tausenden Gläubigen aus aller Welt durch Budapest - VIDEO


Budapest (kath.net/KAP) Zur Einheit von Ost- und Westkirche und zum gemeinsamen Einsatz für die Schöpfung und die Achtung der Menschenrechte hat der Ökumenische Patriarch Bartholomaios aufgerufen. Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie nahm am Samstagnachmittag am katholischen Eucharistischen Weltkongress in Budapest teil, wo u.a. ein Gottesdienst auf dem Kossuth-Platz vor dem Parlament stattfand. Davor ergriff der orthodoxe Gast des Kongresses das Wort und hielt fest, dass die Trennung der Kirchen dem Plan Gottes widersprechen würden. Die Vision sei vielmehr die gemeinsame Feier der Eucharistie und das gemeinsame christliche Zeugnis in der Welt, so der Patriarch.

Die Eucharistie sei der Kern des kirchlichen Lebens, so der Patriarch. Das griechische Wort "Eucharistie" bedeute übersetzt Danksagung. Das erinnere daran, "dass unser Leben und die Schöpfung nicht unser Eigentum sind, sondern ein kostbares Geschenk Gottes", sagte Bartholomaios. Das Leben der Kirche und das christliche Zeugnis in der Welt würden von der Eucharistie genährt und die daraus erwachsende Kraft würde die Gesellschaft verändern. Der Patriarch wies in diesem Zusammenhang etwa auf die großen globalen Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Missachtung der Menschenrechte hin.


In der eucharistischen Liturgie würden sich die Gläubigen zu einem Leib, "ohne Unterscheidung von Rasse, Geschlecht oder Alter, unabhängig von sozialem, kulturellem oder finanziellem Status" versammeln. Diese Gemeinschaft in Liebe bilde bereits auf Erden das Reich Gottes ab. Die Liturgie sei sowohl der Ort der  vertikalen Begegnung jedes einzelnen Menschen mit Gott, als auch der Ort der horizontalen Begegnung der Menschen untereinander in Gemeinschaft.

Dem Festgottesdienst auf dem Kossuth-Platz stand der Budapester Kardinal Peter Erdö vor. Er rief in seiner Predigt ebenfalls zur Einheit der Kirchen auf. "Unsere gegenwärtige Welt braucht so dringend das Zeugnis der geeinten Christenheit", so der Kardinal wörtlich. Erdö appellierte an die Gläubigen, sich von den zahlreichen Glaubenszeugnissen der vergangenen Kongresstage inspirieren zu lassen und selbst Taten zu setzen.

Im Anschluss an den Gottesdienst zogen tausende Gläubige aus aller Welt in einer nächtlichen Prozession über den breiten Boulevard der Andrassy-Straße zum Heldenplatz, "um der Stadt und der Welt das Wunder der Gegenwart Jesu zu verkünden und ihn um seinen Segen zu bitten", wie Kardinal Erdö sagte.

Auf dem Heldenplatz wird Papst Franziskus Sonntagmittag den Abschlussgottesdienst des 52. Internationalen Eucharistischen Kongresses (IEC/NEK) feiern. Dazu werden rund 100.000 Gläubige erwartet.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Fotos (c) IEC/Screenshots

EWTN - Eucharistischer Kongress Budapest - Heilige Messe mit Kardinal Erdö (engl. Übersetzung) - Mit Ansprache von Patriarch Bartholomäus

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