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„Wir brauchen eine Umkehr zur Brüderlichkeit“

8. September 2021 in Kommentar, 7 Lesermeinungen
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Synodaler Weg – Erklärung des Forums Deutscher Katholiken zur Initiative des Bischofs Rudolf Voderholzer


Bonn (kath.net/Forum Deutscher Katholiken) Jeder nachdenkliche katholische Christ weiß, dass nicht nur wegen der Aufdeckung des sexuellen Missbrauchs durch Priester Umkehr und Erneuerung unserer Kirche dringend erforderlich sind.

Dieser Aufgabe wollte sich der synodale Weg annehmen, aber an seinen Methoden, Zielen und Inhalten gibt es zunehmend Kritik.

Vor Beginn der 2. Vollversammlung vom 30. September bis 2. Oktober hat Bischof Dr. Voderholzer eine eigene Homepage eingerichtet, um zu den Foren und Themen des Synodalen Weges alternative Textvorschläge einzubringen. Sie stammen von Mitgliedern der jeweiligen Foren sowie von verschiedenen Instanzen des päpstlichen Lehramtes.

Er hat ja bekanntlich mit wenigen anderen Bischöfen als Mitglied des synodalen Weges von Anfang an versucht, sowohl Bestimmungen der Satzung und Geschäftsordnung als auch die thematischen Inhalte der einzelnen Foren zu verändern, – ohne Erfolg!


Sein zentrales Thema war die Neuevangelisierung, die auch im Mittelpunkt des Briefes von Papst Franziskus “an das pilgernde Volk Gottes in Deutschland” stand.

Besonders ärgerlich ist nun die erste Reaktion auf solche Alternativ – Texte, die von Mitgliedern des synodalen Weges pauschal ohne Befassung mit den Inhalten zurückgewiesen werden. Das ist kein Zeichen einer guten Dialogkultur! Die sakramentale Struktur der Kirche, die im Bischofsamt einen wesentlichen Ausdruck findet und die wir Katholiken in jeder rechtmäßig gefeierten Eucharistiefeier gemeinsam voll verwirklichen.

Als Forum deutscher Katholiken fordern wir: Liebe synodalen Schwestern und Brüder, bewahrt die Macht in der Kirche als sakrale Macht, damit sie sich nicht zu einer ideologisch verabsolutierten Macht verselbständigt, sondern ihren ultimativen Bezugspunkt immer im erlösenden Geschehen von Kreuz und Auferstehung Jesu Christi behält.

Der Erzbischof von Paris, Mgr. Michel Aupetit, hat in seiner Predigt bei einer Hl. Messe an einer Gedenkstätte in Frankreich Ende August angemahnt: “Wir müssen die Brüderlichkeit wieder neu aufbauen”.

Deshalb sollte sich kein Verfasser von alternativen Stellungnahmen, auch wenn er angegriffen und marginalisiert wird, entmutigen lassen und seine Bemühungen einstellen.

Das “Forum Deutscher Katholiken” versteht die begrüßenswerte Initiative von Bischof Voderholzer nicht als "zugleich eine Hoffnung und eine Illusion” (Peter Winnemöller).

Wir stimmen der Auffassung von Bischof Voderholzer zu, dass ein synodaler Weg “gut und zielführend” nur dann sein kann, wenn er “mit und in der ganzen Kirche gegangen wird.”

Prof. Dr. Hubert Gindert, 1. Vors. des Forums Deutscher Katholiken
Prof. Dr. Werner Münch, Schirmherr der Kongresse „Freude am Glauben“

 


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Lesermeinungen

 lesa 8. September 2021 

Aufbauende Redeweise

Lieber@Stefan Fleischer: Und als erlöste Kinder dürfen wir in Frieden die Vorgabe unserer Geschöpflichkeit leben und auch ihr auch in der Sprache Auchtung erweisen. Als geistlicher Schriftsteller mit feinem Gespür für das Wort Gottes und für "Sprache", sowie mit der Unterscheidung der Geister geben Sie ein gutes Beispiel, in dem sie von "Brüdern und Schwestern" sprechen und nicht die verquere Gender-Redeweise anwenden. Danke!


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 claude 8. September 2021 
 

Meine Güte...

... was habt Ihr erwartet? Dass Eure Anregungen und Auführungen freundlich aufgenommen werden?
Seid doch nicht so naiv!!


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 1Pace 8. September 2021 

„DEI VERBUM“ - Synodalität aus der Kirchengeschichte lernen

Das lebendige Wirken des Heiligen Geistes in Kirche (und die Wahrheit des Sprichworts: „Ohne Fleiß kein Preis“) kann man beispielsweise an der Geschichte des Konzilsdokuments „DEI VERBUM“ erkennen. Wegen der Kontoverse zwischen der Gruppe, welche die Auffassung von der Irrtumslosigkeit der Schrift vertrat, und der anderen Gruppe, welche die Auffassung vertrat, dass die Anwendung der historisch-kritischen Methode unverzichtbar sei, drohte eine konsensfähige Abfassung des Papiers fast zu scheitern. Erst nach den Interventionen von Johannes XXIII und später Paul VI., die u. a. zum finalen Wortlaut der Punkte DV 9 bis DV 12 führten, wurde die fünfte Fassung der DOGMATISCHEN KONSTITUTION ÜBER DIE GÖTTLICHE OFFENBARUNG am 18.11.1965 in der letzten Sitzung des Konzils von den Konzilsvätern mehrheitlich angenommen.

www.vatican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19651118_dei-verbum_ge.html


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 1Pace 8. September 2021 

„Die absolute Einheit, die keinen Gegensatz hat, …

… ist das absolut Größte – GOTT.“ (Nikolaus von Kues, 1401-1464) und: „Ubi caritas DEUS ibi est.“ Die gegenseitige Liebe (Röm 13,8-10) ist folglich der Königsweg zu Gott, der die ewige Wahrheit ist, während die Methode der Verschärfung der Gegensätze, wie sie unter anderem der dialektische Materialismus als Maxime lehrt, von Gott, und daher der Wahrheit, weg, in die Irre, führt. - „So einfach, und man kann’s sich doch nicht merken!“ (Karl Valentin) ;)


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 1Pace 8. September 2021 

Wundere dich nicht …

„Aus einer Sprache sind viele geworden; wundere dich nicht, das hat der Stolz getan; aus vielen Sprachen wird eine; wundere dich nicht, das hat die Liebe getan. Denn wenn auch der Klang der Sprachen verschieden ist, im Herzen wird ein Gott angerufen, ein Friede bewahrt. Wie also, Teuerste, musste der Heilige Geist, um die Einheit zu bezeichnen, dargestellt werden, wenn nicht durch die Taube, damit zu der in Friede vereinigten Kirche gesagt werden könnte: ‚Eine ist meine Taube‘“ (Hoheslied 6,9)? - Augustinus, Bischof von Hippo (heute Algerien)

bkv.unifr.ch/works/34/compare/46/113140/526


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 martin fohl 8. September 2021 
 

Auch sollten wir nicht vergessen, dass

mit Traditiones Custodes das Schisma noch verstärkt worden ist. Wie soll es zu einer Einigung kommen, wenn von ganz oben der kirchlichen Hierarchie die Tradition und dessen lex orandi im den alten Ritus abgelehnt wird? Der synodale Weg, auch in Rom hat nur Sinn in der Annahme der Hermeneutik der Kontinuität; nicht des Bruches!


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 Stefan Fleischer 8. September 2021 

Apropos Brüderlichkeit

Das ist meines Erachtens ein ziemlich abvgegriffener Begriff. Soicher sollten wir Brüder und Schwestern im gemeinsamen Glauben bleiben, bzw. immer mehr werden. Aber entscheidend für eine echgte Reform unserer Kirche ist doch, dass wir uns alle als Kinder unseres Vaters, des Allmächtigen verstehen, welche Christus der Herr durch sein Kreuz erlöst hat.


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