Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht Bruch, sondern lebendige Tradition - Wider den Missbrauch der Liturgiereform
  2. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  3. Rom sollte in Deutschland endlich Bischöfe einsparen und Bistümer zusammenlegen!
  4. Die Krise des Bischofsamtes
  5. Papst Leo: „Die Welt durchlebt eine besonders unruhige Phase“
  6. Deutschland: 2024 waren nur noch 43 % der Bestattungen christlich
  7. Die Hölle, eine verschwiegene Wahrheit
  8. Kard. Sarah: „Die Abneigung gegen Latein und Gregorianik wird mit der 68er-Generation verschwinden“
  9. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  10. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  11. Polnischer Primas in Jasna Góra: „Recht auf Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod“
  12. Ist ein linker Punksänger klüger als Bischof Feige?
  13. Caroline Bosbach: „Linkspartei erklärt evangelikale Christen zum Feindbild“
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. Der Realismus der Barmherzigkeit

Vatikan-Prozess vertagt: Kardinal Becciu bei Auftakt anwesend

27. Juli 2021 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Richter ordnet an, dass allen Angeklagten weitere Beweismittel zur Verfügung gestellt werden müssen - Fortsetzung am 5. Oktober


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Gerichtsprozess zum vatikanischen Finanzskandal rund um Kardinal Giovanni Angelo Becciu ist nach dem ersten Verhandlungstag auf den 5. Oktober vertagt worden. Der Vorsitzende Richter Giuseppe Pignatone ordnete am Dienstag an, dass allen zehn angeklagten Personen weitere Beweismittel, unter anderem Videoaufnahmen zur Verfügung gestellt werden müssen.

Der Strafprozess zählt zu den bislang größten der vatikanischen Justiz. Zum ersten Mal saß ein Kardinal auf der Anklagebank des Vatikan. Im Kern geht es um eine verlustreiche Investition in Höhe von insgesamt 350 Millionen Euro in eine Londoner Luxusimmobilie sowie damit zusammenhängende Deals und Provisionen.


Mehrere Anwälte hatten zum Auftakt aufgrund formaler Fehler, fehlender Beweismaterialien und mangelnder Vorbereitungszeit eine Verschiebung des Prozesses gefordert. Auch die strafrechtliche Kompetenz des Vatikan und sein Recht, italienische Staatsbürger anzuklagen und auf italienischem Boden zu befragen, wurden infrage gestellt.

Becciu und sein ehemaliger Sekretär Mauro Carlino waren beim ersten Prozesstag persönlich anwesend. Die weiteren Angeklagten, darunter der Schweizer Finanzexperte und ehemalige Präsident der vatikanischen Finanzaufsicht, Rene Brülhart, sowie die Finanzmanager Gianluigi Torzi und Raffaele Mincione, ließen sich durch ihre Anwälte vertreten.

Becciu betonte, dass er volles Vertrauen in das Gericht habe. Er habe die vorgebrachten Punkte mit Ernsthaftigkeit studiert und sei sicher, seine Unschuld beweisen zu können. Darüber hinaus kündigte er rechtliche Schritte gegen den ehemaligen Verwaltungsleiter im Staatssekretariat, Alberto Perlasca, an. Dieser ist einer der Hauptzeugen.

Dem Kardinal werden mit Blick auf seine damalige Funktion als Substitut im vatikanischen Staatssekretariat Veruntreuung und Amtsmissbrauch sowie Verleitung zur Falschaussage vorgeworfen. Obendrein ist in der Anklageschrift von fragwürdigen Überweisungen an die ebenfalls angeklagte Sicherheitsberaterin Cecilia Marogna sowie an seinen Bruder und dessen Sozialeinrichtung die Rede. Bei Ex-Sekretär Carlino lautet die Anklage auf Amtsmissbrauch und Erpressung. Die Vorwürfe gegen die übrigen Angeklagten reichen von Betrug, Geldwäsche, Korruption bis hin zu Unterschlagung.

Papst Franziskus hatte den aus Sardinien stammenden Becciu im vergangenen Jahr ohne Angabe von Gründen von der Leitung der Heiligsprechungsbehörde entbunden und zugleich seinen Verzicht auf "die mit der Kardinalswürde verbundenen Rechte" angenommen.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Jedes Rosenkranzgebet sollte mit einer klaren Intention begonnen werden!
  3. Biologische Eltern verklagen Leihmutter, weil diese Abtreibung verweigerte
  4. Priester berichtet von Befreiung christlicher Sklaven in Pakistan
  5. Bischof widerruft Erlaubnis, dass die Piusbruderschaft in Lourdes Sakramente spenden dürfen
  6. Haltet das Fenster zur Unendlichkeit offen! Eine Gemeinschaft, die aus dem Evangelium lebt
  7. Christus ist der Fels, der uns trägt
  8. Ökumenischer "Marsch für Jesus" zieht am 19. September durch Wien
  9. Der Realismus der Barmherzigkeit
  10. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  11. Libertas als Auftrag für Mensch und Frieden
  12. Mexiko: Gedenkfeier zum 100. Todestag der ersten Cristero-Märtyrer
  13. Babyboom auf einer US-Entbindungsstation: 17 Krankenschwestern erwarten zeitgleich Nachwuchs
  14. Polnische Pfarre verlangt von Autofahrern Gebete als "Parkgebühr"
  15. Wer ist Jesus Christus für mich? Der Glaube als tägliche Entscheidung

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz