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Italien: Kardinal kritisiert Disziplinlosigkeit im Umgang mit Corona

29. März 2021 in Weltkirche, 15 Lesermeinungen
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Erzbischof von L'Aquila, Petrocchi, in Osterbotschaft: Mangelnde Rückendeckung für Regierungsmaßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ist "egozentrisch und schädlich"


Rom (kath.net/KAP) Der italienische Kardinal Giuseppe Petrocchi kritisiert einen disziplinlosen Umgang seiner Landsleute mit der Corona-Pandemie. Es gebe "Dissonanzen" im kollektiven Verhalten, schreibt der Erzbischof von L'Aquila in seiner (Freitag) veröffentlichten Osterbotschaft. Die von der Regierung beschlossenen Restriktionen würden offensichtlich nur unzureichend beachtet. Das sei "egozentrisch und schädlich".


Ursachen für diese "selbstbezogene Mentalität" sieht Petrocchi in einer "narzisstischen, hedonistischen und relativistischen Kultur". Eine Einschränkung grundlegender Freiheitsrechte sei angesichts der Virusbedrohung "legitim". Schließlich handele es sich um eine "epochale Notlage".

Um die Krise zu überwinden, braucht es laut der Osterbotschaft des Kardinals einen "Kulturwandel": Man müsse die "eklatanten Mängel in Sachen Gemeinwohlvorrang" beheben. Italien ist von der seit einem Jahr anhaltenden Pandemie besonders betroffen und musste schon mehr als 107.000 Corona-Tote verzeichnen.
Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten

Foto: Symbolbild


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Lesermeinungen

 Richelius 29. März 2021 
 

@ berger

Ich finde es besorgniserregend, daß sie die Sperre von Leuten wünschen, nur weil diese dem Kardinal zustimmen.

Allgemein denke ich, daß der Kardinal nicht ganz unrecht hat. Ich habe während der Krise jetzt schon öfter hören müssen, daß Leute sich nicht an die Maßnahmen halten, weil sie eh nicht in der Risikogruppe wären. Es sterben ohnedies nur die Alten usw. Egal wie gefährlich Corona nun ist, solche Aussagen sind unchristlich.


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 Steve Acker 29. März 2021 
 

Grad in der Welt gelesen

Boris Palmer versucht ja in Tübingen neue Wege um aus dem ewigen Lockdown rauszukommen.
Er bekommt viel Hassnachrichten und schon eine dreistellige Zahl an Morddrohungen.
Wirklich erschreckend was die ganze Coronapanikmache anrichtet.


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 buntfleck 29. März 2021 
 

@berger

a.schwartz und pfarrerah haben nur, ganz höflich überdings und nicht mit Agression, ihre Meinung gesagt. Das muss erlaubt sein oder was halten Sie von Meinungsfreiheit?


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 Totus Tuus 29. März 2021 
 

Und wo ist der AUFSCHREI bei den...

vielen Liturgischen Missbräuchen? Bei dem vielen Aktivismus innerhalb der Kirche...


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 berger 29. März 2021 
 

Trolle verlangen nach einer Sperre

a.schwartz und pfarrerah sollten als Trolle gesperrt werden, genauso wie diejenigen, die diesen beiden grüne Daumen geben.


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 SalvatoreMio 29. März 2021 
 

Was ist klar?

@pfarrerah: Sie kommen hier mit Vorurteilen und werfen anderen Vorurteile vor; einfach so- zack! - Ich z. B. weiß nicht, wen Papst Franziskus "kreiert" hat, sondern mache mir lediglich Gedanken zu dem, was jemand von sich gibt und habe den Eindruck, dass man dies zumindest von vielen anderen ebenso annehmen kann.


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 Steve Acker 29. März 2021 
 

Im Oktober sprachen wir mit einem Priester

der kurz davor in Rom war. Er erzählte wie diszipliniert die Leute dort seien, Maskentragen, Abstand etc...
Italien war ja im Frühjahr besonders hart getroffen worden.

Und was hat es gebracht?
offenbar nciht viel
Anfang November schossen dort die Zahlen in die Höhe, noch viel höher als in Deutschland.


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 Steve Acker 29. März 2021 
 

Maßnahmen ?

Im Januar hatte die FDP-Fraktion die Bundesregierung gefragt, welche Lockdown-Maßnahmen was gebracht haben. Die Antwort: Wissen wir nicht .
Viele Maßnahmen sind purer Aktionismus, willkürlich, sinnlos und richten viel Schaden an.
Ein vorläufiger Höhepunkt war diese in den Morgenstunden beschlossene „Osterruhe“, wo dann doch das Maß zu voll war, und Merkel zurückrudern musste.
Immer mehr Menschen merken die Sinnlosigkeit der Maßnahmen, fangen an zu hinterfragen;
selbst bisher „Corona-besorgte“.
Die Politik versucht das durch weitere Angst-Kampagnen und noch mehr Druck und Strafen anzugehen. Aber irgendwann ist auch da das Ende der Fahnenstange erreicht.
Und ich kann es den Leuten nicht verdenken. Und mit Beschimpfungen wird man gar nichts erreichen.

Ich bezieh mich jetzt auf Deutschland . Könnte mir aber vorstellen, dass es in Italien ähnlich ist.


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 pfarrerah 29. März 2021 
 

Klar

Dass eine solche Aussage eines Kardinals, den Franziskus kreiert hat, hier nicht auf Gegenliebe stößt, war von vornherein klar.
Eine gesegnete und vor allem behütete Karwoche allen Leserinnen und Lesern.


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 antonius25 29. März 2021 
 

Maßnahmen der Regierung weitgehend wirkungslos

Das wurde jetzt auch wissenschaftlich belegt durch eine entsprechende Vergleichsstudie aus Stanford von Forschern um John Ioannidis. Alles was aber keinen Effekt hat, ist deshalb eine unzulässige Unterdrückung der Bevölkerung. Bei den Maßnahmen, die einen Effekt haben, muss zudem die Verhältnismäßigkeit abgewogen werden. Und dazu haben die Bürger ein Recht auf eine eigene Meinung.


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 Stefan Fleischer 29. März 2021 

@ Robensl

Was ist christliche Freiheit?
Im Religionsunterricht meiner Jugend wurde uns noch gelehrt, Freiheit im christlichen Sinn sei es, in bewusster und freier Liebe zu Christus, unserem Erlöser, welcher "gehorsam war bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz", Gott und seinen Geboten und seiner Heiligen Kirche gehorsam zu sein.
Ich weiss, das wurde früher auch manchmal missbraucht, um sich die Gläubigen zu unterjochen. Heute müssen wir leider feststellen, dass der Ruf nach Freiheit meist dazu missbraucht wird, um die Menschen irgend einer Ideologie zu unterwerfen, welche - sobald sie die Herrschaft erlangt hat - einen noch radikaleren Gehorsam fordert und nötigenfalls mit Gewalt durchsetzt.
Ich bin je länger je mehr überzeugt: «Wer sich Gott unterwirft, kann von niemanden sonst wirklich unterworfen werden,» - rote Daumen hin oder her.


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 ssimon 29. März 2021 
 

Disziplinlosigkeit

diese kritisiere ich auch vor allem von den Bischöfen, dass die Gesundheit vergötzt wird und nicht Gott in seiner Herrlichkeit. Diese "epochale Notlage" möge man mir erklären. Entweder bin ich zu dumm, um diese zu erkennen oder mir fehlt schlichtweg die Erkenntnis. Ich hätte Fragen über Fragen, die mir bis zum heutigen Tage noch kein Politiker und Bischof erklärt hat.
Nein, ich verleugne den Virus nicht, ich kann mit diesem falschen Getue von allen Seiten einfach nicht mehr mithalten. Vielleicht gibt es jemand da draußen, der mit das sachlich erklären kann, wo ich falschliege.


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 Robensl 29. März 2021 
 

Der hätte auch die Disziplinlosigkeit der Italienier im 2. WK kritisiert

Ja, sicher gibt es auch egozentrische Ignoranz jeglicher Vorsicht. Aber diese Unfähigkeit oder der Unwillen zu unterscheiden, wo für Freiheit im christlichen Sinn eingestanden wird, ist beschämend.

Auch ist gerade die unverhältnismässige Absolutsetzung der Corona

q98


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 topi 29. März 2021 

Nicht einverstanden

Die Frage der Gefährlichkeit des Virus und der Bekämpfung sowie der Heilung von Erkrankten ist eine wissenschaftliche. Die wissenschaftliche Diskussion bestht in der Öffentlichkeit jedoch nicht. Deshalb sollte sich die Kirche mit dezidierten Stellungnahmen zurückhalten. Stichwort: Pleite in Sachen Galileo Gelilei. Wie ich meine Freiheitsrechte verteidige bleibt auch mir überlassen. Herr Kardinal, der Repekt gegenüber Ihrem Amt verbietet es mir auf die Frage bzw. den Vorwurf des narzisstischen, hedonistischen und relativistischen Verhaltens näher einzugehen


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 a.schwartz 29. März 2021 
 

Da gebe ich dem Kardinal und Erzbischof vollkommen Recht.


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