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Besuch von Trump bei Johannes Paul II. und eine bizarre Reaktion von Wilton Gregory

3. Juni 2020 in Chronik, 30 Lesermeinungen
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Erzbischof von Washington DC. kritisiert Trumps Besuch dafür und unterstellt den „Knights of Columbus", dass diese sich manipulieren lassen, was diese aber zurückweisen. US-Präsident unterzeichnet Erlass zur Religionsfreiheit


Washington D.C. (kath.net/lifesitenews/jg)

Wilton Gregory, der Erzbischof von Washington D.C., hat den Besuch von US-Präsident Donald Trump beim John Paul II National Shrine in der Bundeshauptstadt kritisiert und wird dafür auf Twitter von Katholiken deutlich kritisiert.

 

Trump und seine Frau Melania hatten das Nationalheiligtum besucht, um des 100. Geburtstages des heiligen Papstes und dessen historischer Messe in Warschau vor 41 Jahren zu gedenken. Nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus unterzeichnete Trump einen Erlass zur Religionsfreiheit.


 

Gregorys Kritik betraf nicht nur den Präsidenten, sondern auch den John Paul II National Shrine, der von den „Knights of Columbus“ betrieben wird. Er finde es „verblüffend“, dass sich eine katholische Einrichtung auf eine Weise „missbrauchen und manipulieren“ lasse, die den religiösen Prinzipien der Kirche widerspreche. Diese würden die Katholiken dazu verpflichten, für die Rechte aller Menschen einzutreten, auch für die Rechte jener mit denen wir nicht übereinstimmen, schrieb der Erzbischof in Anspielung auf die Demonstrationen und teilweise gewalttätigen Ausschreitungen nach dem Tod eines Schwarzen in Minneapolis, der in Polizeigewahrsam sein Leben verloren hat.

 

Johannes Paul II. sei ein Verteidiger der Rechte und der Würde der Menschen gewesen. Er hätte dem Einsatz von Tränengas und anderer Mittel nicht zugestimmt, um einen Fototermin an einem Ort der Anbetung und des Friedens durchzuführen, kritisierte der Erzbischof in einer offiziellen Stellungnahme.

 

Eine Sprecher des John Paul II National Shrine stellte aber klar, dass der Termin mit Präsident Trump schon lange vor den Unruhen angesetzt worden war. Dies sei passend, da sich Johannes Paul II. stets für die Religionsfreiheit eingesetzt habe. Das Thema genieße die Unterstützung beider Parteien, betonte er.

 

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