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Kurienkardinal Pell: Synodenbeschluss wird signifikant missverstanden

26. Oktober 2015 in Aktuelles, 41 Lesermeinungen
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«Es gibt nirgends in dem Dokument einen Hinweis auf die Kommunion für die Geschiedenen in zweiter Zivilehe. Das ist fundamental.»


Washington (kath.net/KNA/red) Die Beschlüsse der Weltbischofssynode zu wiederverheirateten Geschiedenen sind nach Ansicht des australischen Kurienkardinals George Pell von manchen falsch gedeutet worden. «Der Text wurde sicherlich auf signifikante Weise missverstanden», sagte Pell dem katholischen US-Pressedienst CNS einen Tag nach dem Ende der Synode. Pell ist Präfekt des Wirtschaftssekretariates und gehört als Mitglied des K9-Kardinalsrates zum unmittelbaren Beraterkreis des Papstes.


Pell, der zu den konservativen Wortführern bei der dreiwöchigen Bischofsversammlung zählte, erklärte: «Es gibt nirgends in dem Dokument einen Hinweis auf die Kommunion für die Geschiedenen in zweiter Zivilehe. Das ist fundamental.» Weiter betonte der Kardinal, die «Unterscheidungen», die im Paragraph 85 des Textes vorgeschlagen werden, müssten auf die Basis der «vollständigen Lehre von Papst Johannes Paul II.» gestellt werden. Das «Forum internum» des Gewissens, auf das der Text verweist, könne «nicht verwendet werden, um objektive Wahrheiten zu verneinen».

Auf Nachfrage erklärte Pell, ein Verbot der Kommunion für die in zweiter Zivilehe lebenden sei in dem Synodentext «implizit enthalten». Es sei «wirklich präsent in dem Dokument, aber nicht so ausbuchstabiert, wie manche Synodenväter dies wünschen würden».

Was im Abschlussdokument stehe, "ist nicht häretisch oder falsche Lehre" und befürworte keine "falsche Praxis". Vielmehr "ist der Text in voller Übereinstimmung mit der grundsätzlichen Lehre der Kirche".

Video mit den oben zitierten wichtigen Kernaussagen Kardinal Pells


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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