Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  4. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Wir können NICHT schweigen!
  10. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  13. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin

Syrien: IS-Terroristen ließen 22 christliche Geiseln frei

13. August 2015 in Chronik, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Für jede freigelassene Geisel musste Lösegeld von 100.000 Dollar gezahlt werden - Jüdischer Unternehmer kauft christliche Kinder frei


London (kath.net/KAP) Die Terrororganisation IS hat mehrere vor Monaten in Syrien im Bereich des Khabour-Flusses entführte Christen freigelassen. Unter den 22 freigelassenen Geiseln sind 14 Frauen. Sie fanden zunächst in der Marienkirche in Hassakeh Aufnahme. Das "Assyrian Human Rights Network" (AHRN) postete am Donnerstag erschütternde Bilder der zumeist älteren Menschen auf seiner Facebook-Seite.

Die Geiseln gehörten zu mehr als 200 Christen, die im Februar von den IS Terroristen aus den Dörfern am Khabour-Fluss in der Djazira-Region verschleppt worden waren. Die Freilassung sei das Resultat "unermüdlicher Bemühungen und Verhandlungen" der Apostolischen Kirche des Ostens, so AHRN.

Die Verhandlungen über die Freilassung der restlichen 187 Geiseln, die sich in den Händen des IS befinden, dauern an. Die Terroristen hatten am 23. Februar 35 christlichen Dörfer am Khabour angegriffen und nahmen mehr als 200 Christen als Geiseln. Zehntausende Christen mussten flüchten. Die jetzt Freigelassenen stammen aus den Dörfern Tell Shamiram und Tell Djazira.


Bereits am 16. Juni, am 26. Mai, am 3. März und am 1. März hatten die IS Terroristen einzelne Christen aus den Dörfern am Khabour freigelassen. Nach Angaben des AHRN musste für jede freigelassene Geisel ein Lösegeld von 100.000 US-Dollar bezahlt werden.

Jüdischer Unternehmer kauft christliche Kinder frei

Wie die britische katholische Zeitung "The Tablet" berichtete, hat der kanadische jüdische Unternehmer Steve Maman 120 christliche und jezidische Mädchen aus der Gewalt der IS-Terroristen frei bekommen. Maman hat die Organisation "Liberation of Christian and Yazidi Children of Iraq" begründet, er bedient sich syrischer Unterhändler. Nach seinen Angaben würden die Terroristen für die Freilassung 1.000 bis 3.000 US-Dollar pro gekidnapptem Kin verlangen.

Auf seiner Website schrieb der Unternehmer: "Wir alle geben als Konsumenten viel Geld für technische Spielzeuge aus. Warum verwenden wir dieses Geld nicht, um Leben zu retten?"

Im Hinblick auf Medienberichte, die ihn mit dem Industriellen Oscar Schindler vergleichen, dem es während des Zweiten Weltkriegs gelungen war, viele jüdische Menschen der NS-deutschen Vernichtungsmaschinerie zu entreißen, sagte Maman: "Ich werde von manchen der 'jüdische Schindler' genannt. Aber ich fühle mich nicht als solcher. Ich habe im Gegenteil den Eindruck, dass ich nicht genug tue, weil es noch immer so viele Kinder im Irak gibt, die auf ihre Befreiung warten. Ich habe mir von Anfang an gesagt, ich kann bei den täglichen Berichten aus dem Irak nicht einfach zuschauen und untätig bleiben. Ich halte mich an das jüdische Sprichwort: 'Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt".


Copyright 2015 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: katholische Melkiten sagen aus Sicherheitsgründen alle Kar- und Osterliturgien ab
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  4. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  5. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  6. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  7. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus
  8. Syrien: Neuer Machthaber macht Christen Zusicherungen
  9. Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt
  10. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  3. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  4. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  5. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  6. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  7. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  8. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  9. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  10. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  11. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  12. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  13. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  14. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  15. Die Wintersonne der Vernunft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz