Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. Bekannte US-Influencerin und Mutter von neun Kindern konvertierte zum Katholizismus
  14. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  15. 'Wir sprechen deshalb zurecht hier nicht von Neuevangelisierung, sondern von Erstevangelisierung'

Wer ein traditionelles Familienbild vertritt, wird 'homophob' genannt

15. Mai 2014 in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der bekennende Katholik Matthias Matussek sprach im Bistum Regensburg über das nicht immer konfliktfreie Verhältnis von Kirche und Medien - und nicht zuletzt über seine langjährige Erfahrung als Journalist beim „Spiegel“.


Regensburg (kath.net/pbr) Matthias Matussek (Foto) besuchte Montag und Dienstag das Bistum Regensburg. Der bekannte Journalist (früher „Der Spiegel“, jetzt „Die Welt“) und Bestsellerautor (u.a. „Das Katholische Abenteuer“) sprach am 12. Mai auf Einladung des Bildungshaus Schloss Spindlhof und der KEB Regensburg Land im Bildungshaus Schloss Spindlhof (Regenstauf) und am 13. Mai vor Kolleginnen und Kollegen im PresseClub Regensburg.

Bei beiden Begegnungen referierte der bekennende Katholik über das nicht immer konfliktfreie Verhältnis von Kirche und Medien - und nicht zuletzt über seine langjährige Erfahrung als Journalist beim „Spiegel“. Er schilderte anschaulich, wie es ihm immer weniger gelang, Themen wie die Erosion der Familie, das schwierige deutsche Selbstverständnis sowie den christlichen Glauben im Nachrichtenmagazin zu platzieren. Seinen Wechsel zur Tageszeitung „Die Welt“ Anfang dieses Jahres bezeichnete er deshalb als letztendlich folgerichtig.

Matussek sieht die gegenwärtige Entwicklung innerhalb der Medienlandschaft nicht nur im Verhältnis zur Kirche kritisch. In einer immer rasanter werdenden Zeit (und einer damit einhergehenden Tendenz zur Zerstreuung und Oberflächlichkeit) seien Journalisten immer mehr dazu gezwungen, Themen zu finden, die bewegen und im Gedächtnis bleiben. Hierbei eigneten sich in hervorragender Weise Skandale und Verfehlungen einzelner prominenter Personen aus Politik und Kirche. Der Journalismus mutiere dadurch immer mehr zu einem „Catering-Betrieb“, der Nachrichten den scheinbaren Bedürfnissen seiner Klienten mundgerecht servieren möchte anstatt – wie es eigentlich zum journalistischen Selbstverständnis gehören sollte - unabhängig und objektiv zu informieren.


Der Kulturjournalist ging auch auf seinen aufsehenerregenden Artikel „Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so“ vom 12. Februar diesen Jahres ein, der einerseits knapp über dreißigtausend Mal in den sozialen Netzwerken geteilt, andererseits jedoch auch kontrovers rezipiert worden ist – und das nicht zuletzt auch in der „Welt“-Redaktion selbst. Matussek betonte, dass er selbstverständlich nicht homophob sei. Ihm ging es in diesem satirisch-zugespitzten Artikel, den er aus Anlass einer „Menschen bei Maischberger“-Sendung zum Thema Homosexualität und Familie verfasste, darum aufzuzeigen, dass es vielfach schwierig geworden sei, sich in der Öffentlichkeit positiv für ein klassisches Familienbild auszusprechen. Vielfach würden Menschen, die dies täten, zurückgefragt, ob sie nicht meinten, dass eine solche Ansicht beleidigend gegenüber Andersdenkenden sei. Matussek schloss hieraus, dass so letztendlich Menschen, die ein traditionelles Familienbild verträten, damit per se als homophob abgestempelt werden könnten. Insofern erkläre sich dadurch sowohl der Titel als auch der Inhalt seines Artikels: Dann wäre er als Befürworter der klassischen Familie selbst eben „homophob“ – und das sei dann auch gut so.

Im Rahmen beider Veranstaltungen gewährte Matussek außerdem autobiographische Einblicke und Bekenntnisse. So verdanke er sowohl seinen katholischen Glauben als auch sein tiefes Interesse für Literatur vor allem seinem Vater - einem CDU-Bürgermeister, Katholiken und Marx-Leser. Und trotz eigener Erfahrungen in marxistisch-leninistischen Wohngemeinschaften in der 68er-Zeit sowie freundschaftlichen Begegnungen mit Protagonisten der damaligen Gegenkultur wie Allen Ginsberg oder William S. Burroughs habe er nie seinen Glauben aufgegeben – eine Tatsache, um die ihn manche Freunde aus den 70er Jahren heute insgeheim beneiden würden. Am katholischen Glauben fasziniert Matussek vor allem dessen Ikonographie, die Liturgie der Heiligen Messe sowie im Grundsätzlichen die Geheimnisse des Glaubens selbst. Der Glaube - und ebenso Denker wie Henry David Thoreau - inspiriert ihn dazu, auch in einer immer oberflächlicher werdenden Gesellschaft stets Ausschau nach einem gelungenen Leben zu halten.

Matthias Matussek - Das katholische Abenteuer


Foto (c) Matthias Matussek


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Medien

  1. YouTube-Star "MrWissen2go" räumt Fehler bei Corona-Berichterstattung ein
  2. CSU-Generalsekretär Huber kritisiert den "Bayrischen Rundfunk" wegen Bericht über muslimische Mode
  3. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  4. Nach einseitig negativer Darstellung des Christentums – Programmbeschwerde an ZDF
  5. Welt: „Vorwurf der sexuellen Belästigung – ORF-Chef tritt mit sofortiger Wirkung zurück“
  6. Früherer Bundestagsvizepräsident Kubicki: „Der ZDF-Skandal muss politische Konsequenzen haben“
  7. Wenn das 'Drehbuch' schon vorher feststeht
  8. Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“
  9. Kardinal Müller: „Von Anfang an ist Radio Maryja zu einer Stimme in dieser modernen Wüste geworden“
  10. „Ich wünsche mir gebildete Laien!“ – Newman hätte Martin Lohmann als Beispiel genommen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz