Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  4. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. „Das Ende von Maria 2.0“
  12. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  13. US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
  14. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  15. ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘

Innsbruck: Asyl-Mahnmal vor Dom zerstört

20. März 2014 in Österreich, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Propst Florian Huber: Es ist denkbar, das Boot als "Be-Denkmal" so zu belassen - Ob ein Vandalenakt oder mehr dahintersteckt, ist derzeit noch unklar


Innsbruck (kath.net/KAP) Unbekannte haben in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch das Fasten-Kunstprojekt vor der Außenfassade des Innsbrucker Doms zerstört. Das zerschlissene Boot (Foto vor der Zerstörung), das als Mahnmal für die vielen tragischen Flüchtlings-Schicksale vor der italienischen Insel Lampedusa während der Fastenzeit gedacht war, lag am Mittwochmorgen völlig zerstört und zerteilt in drei Stücken auf dem Domplatz. Die Polizei wurde verständigt und der Fall aufgenommen, hieß es am Mittwoch vonseiten der Diözese.

Propst Florian Huber sei nicht überrascht. Ob einfacher Vandalismus oder mehr dahintersteckte, sei bisher aber noch unklar. Was man mit dem zerstörten Kunstwerk mache, stehe noch nicht fest. "Für mich ist durchaus vorstellbar, dass wir die Überreste des gestrandeten Bootes weiter als ein 'Be-Denkmal' bis zum Ende der Fastenzeit so belassen. Das ist für den Umgang mit der Flüchtlingsproblematik durchaus sinnvoll", betonte Huber.


Das ursprüngliche Gesamtprojekt

Ein zerschelltes Holzboot, angelehnt an zwei Marmorstufen, ein Stein unter dem Bug - diese Szene erwartete bisher die Besucher des Innsbrucker Doms. Propst Florian Huber und der Arbeitskreis "Kunstraum Kirche" hatten zur Fastenzeit diese künstlerische Intervention organisiert, um Gläubige, Passanten und Touristen für die Schnittstellen von zeitgenössischer Kunst und christlichem Glauben zu interessieren. Die Installation stammt vom Innsbrucker Künstler Anton Christian. Das Boot - vom Künstler in Italien gesucht und gefunden - spricht eine deutliche Sprache: "Zerschellt an den Klippen eines christlichen Europas", so Anton Christian, sei das Boot ein Mahnmal zur Erinnerung an die Flüchtlinge, deren Hoffnungen im tosenden Meer vor Lampedusa untergehen.

Im Inneren des Doms findet sich der zweite Teil der Installation: Im Mittelgang eine rostige Tonne, daneben ein Stein. In die Tonne tropft Wasser im Sekundentakt von der Decke herab, der Aufprall der Tropfen wird akustisch verstärkt und ist im ganzen Dom und am Vorplatz zu hören. Der Stein, ein Anklang an Hartherzigkeit und Starre, erhält jetzt einen Gegenpol: Der stete Tropfen, der in seiner Beständigkeit die Fähigkeit besitzt, den Stein zu höhlen. Für Propst Florian Huber ein Zeichen der Hoffnung, dass Veränderung möglich ist.

Die Intervention zur Fastenzeit wird jedes Jahr von Aschermittwoch bis in die Karwoche hinein von Propst Florian Huber und Gerhard und Elisabeth Larcher vom Arbeitskreis "Kunstraum Kirche" organisiert. Der Arbeitskreis bemüht sich mittlerweile seit 25 Jahre um einen Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und christlichem Glauben.

Copyright 2014 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Diözese Innsbruck

  1. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  2. Kirche in Tirol verwüstet – Polizei sucht Zeugen
  3. Laienseelsorger der Diözese Innsbruck führen ‚tröstende Salbung‘ durch
  4. LGBT-Popup Fenster auf der Internetseite der Katholischen Jugend Innsbruck
  5. Diözese Innsbruck: Seelsorgeräume statt Groß-Pfarren
  6. Innsbrucker Kirche soll in Zukunft auch als Kletterhalle genutzt werden
  7. Wieder Unmut über Fastentücher in Tirol und Wien
  8. ‚Bloody Mary’ – Frauenreferat der Diözese Innsbruck lädt zum ‚Zyklusstammtisch’ ein
  9. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  10. Drastische Nacktzeichnungen in katholischer Kapelle in Tirol ausgestellt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo: „Diese vier Tage waren buchstäblich erfüllt mit vielen Segnungen, fast schon Wundern“
  3. Initiative Pro Fide Ecclesiae richtet dringenden Appell an deutsche Bischöfe
  4. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“
  5. „Das Ende von Maria 2.0“
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. „Die katholische Kirche ruht auf zwei Säulen ihrer sichtbaren Einheit: Petrusamt und Eucharistie“
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  12. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  13. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  14. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz