Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  3. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  4. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  5. Ein Signal des Himmels?
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  9. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  10. Bistum Huelva führt verbindliches zweijähriges Katechumenat für erwachsene Taufbewerber ein
  11. Junge brasilianische Katholiken hoffen auf mehr Glaubenslehre und ehrfürchtige Liturgie
  12. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  13. Erdbebengefahr bei Neapel: Italiens Kirche ruft zum Gebet auf
  14. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  15. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen

Modell zum Vorbild für die ganze Kirche

19. Dezember 2007 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Benedikt XVI. errichtet Personalpfarrei für die Eucharistiefeier nach dem Missale von 1962 in Rom - Auch Eichstätt folgt Rom


Rom (kath.net/ Zenit.org).
Das Apostolat der Petrusbruderschaft in Rom ist bisher in der kleinen Kirche San Gregorio dei Muratori in unmittelbarer Nähe des Mausoleums des Augustus und der Ara Pacis am Tiber angesiedelt. Die kleine Kirche stammt aus den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts und ist dem heiligen Gregor dem Großen, Patron der Maurer, geweiht. Sie wurde von der Bruderschaft der Maurer, zu der auch Stuckarbeiter, Bildhauer und Reliefkünstler gehörten, nahe beim (während der Neuordnung der Stadt unter dem Faschismus zerstörten) „Porto della Ripetta“ errichtet, wo die Handwerker lebten und arbeiteten.

Wie die Petrusbruderschaft vor kurzem bekannt gegeben hat, wird sich das Apostolat nun von vom ursprünglichen Sitz in die Kirche Santa Trinità dei Pellegrini verlagern. In Rom wird damit die erste Personalpfarrei für die außerordentliche Form des Römischen Ritus errichtet (Eucharistiefeier nach dem Missale von 1962). P. Joseph Kramer FSSP, der bisherige Verantwortliche des Apostolats, wird zum ersten Pfarrer ernannt werden.

Wie die Petrusbruderschaft mitteilte, sei es Wunsch des Heiligen Vaters, dass dieses „Modell zum Vorbild für die ganze Kirche“ werde.

Die „Arciconfraternita dei Pellegrini e Convalescenti della Ss.Trinità“ („Erzbruderschaft der Pilger und Kranken der Allerheiligsten Dreifaltigkeit“) wurde im Jahr 1548 vom heiligen Philipp Neri für die Armen und Kranken gegründet. Papst Paul IV. schenkte der Erzbruderschaft rund zehn Jahre später die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pfarrei „S. Benedetto de Arenula“, die auch unter dem Namen „degli Scozzesi“ bekannt war. Die Pfarrei wurde aufgelöst, die Kirche verkleinert, so dass es möglich war, Schlafsäle und Refektorien von beachtlicher Größe zu erhalten. Die Kirche wurde in „Santa Trinità dei Pellegrini“ umbenannt. Sie befindet sich in der Nähe des Campo dei Fiori und der Piazza Farnese an einem der charakteristischsten Orte Roms.

Eine Personalpfarrei ist eine vom kirchlichen Gesetzbuch (CIC) geregelte besondere Organisationsform der Pfarrei. Im Artikel II des zweiten Kapitels, der sich auf den Diözesanbischof bezieht, ist festgehalten: „In der Ausübung des Hirtendienstes hat sich der Diözesanbischof um alle Gläubigen zu kümmern, die seiner Sorge anvertraut werden, gleich welchen Alters, welchen Standes oder welcher Nation, ob sie in seinem Gebiet wohnen oder sich dort nur auf Zeit aufhalten; er hat den apostolischen Geist auch denen zuzuwenden, die wegen ihrer Lebensumstände aus der ordentlichen Seelsorge nicht hinreichend Nutzen ziehen können, wie auch jenen, die von der religiösen Praxis abständig geworden sind. Wenn er in seiner Diözese Gläubige eines anderen Ritus hat, hat er für deren geistliche Erfordernisse Vorsorge zu treffen, sei es durch Priester oder durch Pfarreien desselben Ritus, sei es durch einen Bischofsvikar“ http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P1E.HTM(Can. 383, § 1-2).

Ähnliches gilt für die Studentenseelsorge: „Der Diözesanbischof hat angelegentlich für die Seelsorge der Studenten zu sorgen, auch durch Errichtung einer Pfarrei oder wenigstens durch auf Dauer dazu bestellte Priester, und er hat dafür zu sorgen, dass bei den Universitäten, auch den nichtkatholischen, katholische Universitätszentren bestehen, die den Studenten Hilfe, vor allem geistliche, bieten“ http://www.vatican.va/archive/DEU0036/__P2O.HTM (Can.813).

Während die Pfarrei im Allgemeinen als Gemeinschaft der Gläubigen und als Teilkirche definiert ist, der alle Katholiken in einem bestimmten Territorium angehören, hat die Personalpfarrei kein eigenes Gebiet. Die Zugehörigkeit der Katholiken zu Personalpfarreien ist nicht vom Wohnsitz abhängig, es werden ihnen bestimmte Gruppen von Gläubigen zugewiesen, die sich durch Ritus oder Sprache, seltener auch durch Nationalität oder soziale Herkunft von der übrigen katholischen Bevölkerung einer Region unterscheiden.

Im letzten Jahrhundert fanden vor allem Personalpfarreien für nationale Minderheiten Verbreitung. Diese entstanden durch die neuen Migrationsbewegungen auf der ganzen Welt. Als eine derartige Pfarrei kann zum Beispiel auch die Pfarrei Santa Maria dell’Anima in Rom bezeichnet werden, deren pastorales Wirken sich auf die deutschsprachige „Minderheit“ in der Heiligen Stadt erstreckt.

Auch Eichstätt folgt Rom

Unter Beachtung der Leitlinien der katholischen Bischöfe Deutschlands hat der Eichstätter Diözesanbischof nach römischem Vorbild die seelsorgliche Verantwortung für die Bischofsstadt Eichstätt geregelt, was die außerordentliche Disziplin des Römischen Ritus betrifft.

Über die Möglichkeiten jeder normalen Pfarrei hinausgehend hat er im Zentrum von Eichstätt die ehemalige Dominikanerkirche und die Schutzengelkirche ausgewählt, um den Bitten der Gläubigen nach den Sakramenten in der überlieferten Form nachzukommen.

Zum Verantwortlichen für die außerordentliche Form der lateinischen Liturgiein der Bischofsstadt bestellte der Bischof Vizeoffizial Dr. Alexander Pytlik; sein Vertreter ist der Spiritual des Bischöflichen Priesterseminars, Dr. Lorenz Gadient.

Die Messen an Sonn- und Feiertagen sind generell um 11.15 Uhr, an jedem ersten Sonntag und an ausgewählten Hochfesten wird die Heilige Messe um 09.00 Uhr in der größeren Schutzengelkirche, der Universitäts- und Seminarkirche, angeboten. Zum Kirchenrektor von St. Peter und Paul wurde Vizeoffizial Pytlik ernannt.

Bischof Hanke hat zudem für die Peterskirche geregelt, dass auch andere Sakramente und Sakramentalien in der außerordentlichen Form gefeiert werden.Die Taufe wird in Hinkunft in der Domkirche selbst gespendet. Die Rektoratskirche St. Peter und Paul wurde mit einemeigenen Konto (im Rahmen der Dompfarrkirchenstiftung) versehen.

Auch in anderen Städten des Bistums wie in Ingolstadt sind auf Antrag von Gläubigen stabile Seelsorgslösungen geplant. Einzelne Pfarrer haben auf Basis des Motuproprio bereits im Rahmen ihrer Pfarrei begonnen, regelmäßige Zelebrationen in der älteren Form anzubieten. Die ersten Heiligen Messen in der Schutzengelkirche und in der Peterskirche zu Eichstätt bestätigten das Interesse vieler Gläubiger aus dem ganzen Bistum.



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Eucharistie

  1. Vatikan korrigiert argentinische Bischöfe: Gläubige dürfen kniend und auf die Zunge kommunizieren
  2. Eucharistische Prozession zum 250-jährigen Jubiläum der USA
  3. Die katholische Insel des Friedens
  4. „Ein Leib, ein Glaube“
  5. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  6. „Ich kann die Kommunion nicht empfangen. Ist es trotzdem sinnvoll, zur Messe zu gehen?“
  7. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  8. Tausende bei Eucharistie-Prozession in New York City
  9. Theologin: Eucharistie vereint, heilt und verwandelt
  10. Weihbischof Hofer bei "Adoratio" über die tiefste Form des Gebets






Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  4. Streit kocht hoch: Braucht die barocke Basilika Weingarten wirklich einen neuen „modernen“ Altar?
  5. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  6. Die Familie ist das Hauptziel des Bösen: Die prophetische Warnung des hl. Scharbel
  7. Bischof Paprocki: FSSPX ist "im Grunde eine weitere protestantische Sekte"
  8. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  9. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  10. Medjugorje: Gebetsstätten nach Schändung wieder gesäubert und benutzbar
  11. "Die Hölle ist der Ort der größtmöglichen Gottesferne"
  12. Ein Signal des Himmels?
  13. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  14. Bayerischer Millionär zahlt 500 Euro Prämie für katholische Taufe
  15. USA: 98-jähriger Weltkriegsveteran empfängt die Taufe und wird katholisch

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz