Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Josef Seifert und die ‚moraltheologische Atombombe’ in Amoris laetitia

8. September 2017 in Weltkirche, 30 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das nachsynodale päpstliche Rundschreiben könnte die gesamte katholische Moraltheologie ins Wanken bringen, wenn man das Dokument logisch weiter denkt, sagt der Philosoph.


Granada (kath.net/LSN/jg)
Der österreichische Philosoph Josef Seifert hat in einem ausführlichen Interview mit Dr. Maike Hickson für den Blog One Peter Five zu seiner Kritik am päpstlichen Rundschreiben „Amoris laetitia“ Stellung genommen (siehe Link am Ende des Artikels). Seifert ist deswegen von Javier Martinez Fernandez, dem Erzbischof von Granada, pensioniert worden. kath.net hat hier berichtet: Erzbischof von Granada schickt Josef Seifert in den Ruhestand

Nach seinem ersten Artikel zu „Amoris laetitia“ im August 2016 seien neue Aspekte in die Diskussion um das päpstliche Schreiben eingebracht worden. Dies habe ihn veranlasst, das Dokument und seine Position dazu neu zu überdenken. Im Zuge dessen sei ihm ein Problem bewusst geworden, das noch viel mehr Gewicht habe, als die in seinem ersten Aufsatz behandelten, sagt Seifert.


Die Konsequenzen von „Amoris laetitia“ könnten viel weiter gehen, als alle angenommen hätten, die sich an der Debatte beteiligten und die gesamte katholische Morallehre auf den Kopf stellen. So sei der von ihm verwendete Begriff der „moraltheologischen Atombombe“ zu verstehen. Aus Pflicht gegenüber dem Papst und der Kirche, sagt Seifert, habe er das Problem als Frage formuliert, um dem Papst die Möglichkeit zu geben, diese Gefahr durch eine Klarstellung zu beseitigen.

Er charakterisiert das Problem, das sich aus AL 303 ergibt, wie folgt: „Wenn unser Gewissen erkennen (und nicht nur irrtümlich meinen) kann, dass Gott in einer bestimmten Situation will, dass wir in sich schlechte, ehebrecherische oder homosexuelle Akte setzen, dann muss die reine Logik die Konsequenz ziehen, dass das gleiche auf Verhütung (Humanae vitae), Abtreibung und alle anderen Handlungen zutrifft, welche die Kirche und die göttlichen Gebote ‚absolut’ ausgeschlossen haben.“ Das seien die Konsequenzen einer teleologischen Ethik, welche Papst Johannes Paul II. klar und endgültig in den Enzykliken „Veritatis splendor“ und „Evangelium vitae“ ausgeschlossen habe.

Das gesamte Gebäude einer absoluten Ethik, die vor Christus bereits von Sokrates und Cicero gelehrt worden sei und die im Alten und im Neuen Testament verkündet werde, gerate ins Wanken, nur wenn man logische Schlussfolgerungen auf diese Aussage von „Amoris laetitia“ anwende, warnt der Philosoph.


Link zum Interview mit Josef Seifert (englisch):

onepeterfive.com


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz