Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  2. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  3. 'Denn es wird nicht zu dem kommen, was diese Lügner versprechen.'
  4. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  5. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  6. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  7. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  8. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  9. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  10. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  11. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  12. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  13. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  14. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  15. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn

Islamisch-christlicher Dialog oft sehr einseitig und unkritisch

23. Juni 2017 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Politiker Spahn kritisiert Auftreten der Kirchen in Deutschland: Diese sollten sich weniger mit der „schnelllebigen Tagespolitik“ befassen und mehr Orientierung in Fragen des Glaubens geben.


München (kath.net)
Jens Spahn, ein bekannter Politiker der CDU, hat in einem Interview mit der Bistumszeitung „Kirche + Leben“ die Kirchen aufgefordert, mit mehr Selbstbewusstsein die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit dem Islam zu suchen. Der christlich-islamische Dialog sei „sehr einseitig und oft zu unkritisch“. Spahn verlangt, dass die Probleme wie etwa die Predigtinhalte oder das Frauenbild des Islam offen diskutiert werden müssten. Für ihn sei es auch „definitiv zu wenig“, wenn Christen Muslime zum Ramadan beglückwünschten. Spahn erinnerte daran, dass es viele Bilder von christlichen Würdenträgern gäbe, die zum Fastenbrechen in die Moschee gingen, aber nur wenige Bilder von Imamen, die zum Osterfest oder zur Weihnachtsmesse in der Kirche seien. Für den CDU-Politiker ist die Integration muslimischer Einwanderer eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben. „Niemand wird abstreiten können, dass es Polen und Portugiesen leichter fällt, sich hier einzufügen. Wir haben zu viele türkische Moscheen in Deutschland und zu wenige deutsche Moscheen.“, meinte Spahn.


Kritisch äußert sich der CDU-Politiker auch zum Auftreten der Kirchen. Diese weniger mit der „schnelllebigen Tagespolitik“ befassen und mehr Orientierung in Fragen des Glaubens zu geben. Spahn nehme die Kirchen „an den falschen Stellen sehr offensiv wahr“. Spahn verwies dazu auf Themen wie Hartz-IV-Sätze, Steuersätze oder die Flüchtlingspolitik. Er wünsche sich, dass sie sich stattdessen vermehrt damit befassten, wie sehr Kirche und Glaube den Alltag und die Kultur prägten. „In der christlichen Botschaft steckt ja ein unwahrscheinliches Potenzial“, meinte der CDU-Politiker. Der katholische Politiker appellierte abschließend auch daran, dass der Katholikentag 2018 in Münster nicht nur ein politisches Happening werden sollte, „so wie ein Gewerkschaftstag“. Er wünsche sich, dass es dann vor allem um Glauben, um Glaubensvermittlung und um Mission gehe.

Symbolbild: Dialog zwischen Muslimen und Christen



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Integration

  1. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  2. „Überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, Erwachsene“
  3. Schäuble: „Wir – also Muslime und Nichtmuslime“
  4. „Das, was jetzt aus Berlin zu hören war, hat mich besonders verärgert“
  5. „Bisherige Islamverbände vertreten nur eine Minderheit der Muslime“
  6. Ahmad Mansour: „Integration ist eine Bringschuld der Migranten“
  7. Integration in Wien gescheitert
  8. Handschlag verweigert – Schweiz lehnt Einbürgerung von Muslim-Paar ab
  9. Ismail Tipi: „Verdammt nochmal, was kommt als nächstes?“
  10. Islam-Vorsitzender: Integration nicht nur auf Flüchtlinge abwälzen







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zu jedem Zeitpunkt werden auf der Welt ungefähr 8.000 bis 9.000 Messen gefeiert
  3. Scharfe Kritik von Birgit Kelle an Leihmutterschaftsentschuldigung von Jens Spahn
  4. Kardinal Aveline: Motto von Leos Frankreichreise hat auch mit dem Lebensschutz zu tun
  5. X ist Nummer 1 unter Europas Nachrichten-Apps
  6. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  7. Messermann brüllte „Allahu Akbar” in französischer Kirche – Festnahme
  8. Britisches Unterhaus stimmt erneut über Sterbehilfe-Gesetz ab
  9. 'Gott ist gut'
  10. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  11. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  12. Spanischer Erzbischof erinnert angesichts der Migrationskrise an die Reconquista
  13. Drei katholische Bischöfe werden am Marsch für das Leben teilnehmen
  14. Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden
  15. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz