Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  3. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  4. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  5. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  8. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  9. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  10. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  11. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  12. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  15. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“

Islamisch-christlicher Dialog oft sehr einseitig und unkritisch

23. Juni 2017 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


CDU-Politiker Spahn kritisiert Auftreten der Kirchen in Deutschland: Diese sollten sich weniger mit der „schnelllebigen Tagespolitik“ befassen und mehr Orientierung in Fragen des Glaubens geben.


München (kath.net)
Jens Spahn, ein bekannter Politiker der CDU, hat in einem Interview mit der Bistumszeitung „Kirche + Leben“ die Kirchen aufgefordert, mit mehr Selbstbewusstsein die konstruktiv-kritische Auseinandersetzung mit dem Islam zu suchen. Der christlich-islamische Dialog sei „sehr einseitig und oft zu unkritisch“. Spahn verlangt, dass die Probleme wie etwa die Predigtinhalte oder das Frauenbild des Islam offen diskutiert werden müssten. Für ihn sei es auch „definitiv zu wenig“, wenn Christen Muslime zum Ramadan beglückwünschten. Spahn erinnerte daran, dass es viele Bilder von christlichen Würdenträgern gäbe, die zum Fastenbrechen in die Moschee gingen, aber nur wenige Bilder von Imamen, die zum Osterfest oder zur Weihnachtsmesse in der Kirche seien. Für den CDU-Politiker ist die Integration muslimischer Einwanderer eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben. „Niemand wird abstreiten können, dass es Polen und Portugiesen leichter fällt, sich hier einzufügen. Wir haben zu viele türkische Moscheen in Deutschland und zu wenige deutsche Moscheen.“, meinte Spahn.


Kritisch äußert sich der CDU-Politiker auch zum Auftreten der Kirchen. Diese weniger mit der „schnelllebigen Tagespolitik“ befassen und mehr Orientierung in Fragen des Glaubens zu geben. Spahn nehme die Kirchen „an den falschen Stellen sehr offensiv wahr“. Spahn verwies dazu auf Themen wie Hartz-IV-Sätze, Steuersätze oder die Flüchtlingspolitik. Er wünsche sich, dass sie sich stattdessen vermehrt damit befassten, wie sehr Kirche und Glaube den Alltag und die Kultur prägten. „In der christlichen Botschaft steckt ja ein unwahrscheinliches Potenzial“, meinte der CDU-Politiker. Der katholische Politiker appellierte abschließend auch daran, dass der Katholikentag 2018 in Münster nicht nur ein politisches Happening werden sollte, „so wie ein Gewerkschaftstag“. Er wünsche sich, dass es dann vor allem um Glauben, um Glaubensvermittlung und um Mission gehe.

Symbolbild: Dialog zwischen Muslimen und Christen



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Integration

  1. ‚Wir steuern auf eine Katastrophe zu‘: Warnung vor gescheiterter Integration in Deutschland
  2. „Überwiegend migrantische Jugendliche, Heranwachsende, Erwachsene“
  3. Schäuble: „Wir – also Muslime und Nichtmuslime“
  4. „Das, was jetzt aus Berlin zu hören war, hat mich besonders verärgert“
  5. „Bisherige Islamverbände vertreten nur eine Minderheit der Muslime“
  6. Ahmad Mansour: „Integration ist eine Bringschuld der Migranten“
  7. Integration in Wien gescheitert
  8. Handschlag verweigert – Schweiz lehnt Einbürgerung von Muslim-Paar ab
  9. Ismail Tipi: „Verdammt nochmal, was kommt als nächstes?“
  10. Islam-Vorsitzender: Integration nicht nur auf Flüchtlinge abwälzen







Top-15

meist-gelesen

  1. Wir machen da was mit Medien
  2. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  3. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  4. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  5. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  6. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  7. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  8. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  9. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt
  10. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  11. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  12. Patrozinium im Mailänder Dom, während draußen Explosionen und Sirenen zu hören sind
  13. War der katholische Soldat Gus March-Phillipps (+1942) ein Vorbild für die Filmfigur James Bond?
  14. „Lourdes ganz nah: Komm und begegne der heiligen Bernadette“
  15. Papst beruft Wiener Uni-Professor Tück in die Internationale Theologenkommission

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz