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Malteserorden unterwirft sich dem Vatikan

29. Jänner 2017 in Weltkirche, 41 Lesermeinungen
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Boeselager ist wieder Großkanzler des Malteserordens. Orden macht nach Wunsch von Franziskus die Amtsenthebung rückgängig, nimmt erzwungenen Rücktritt von Großmeister Festing an und zeigt sich zur Zusammenarbeit mit päpstlicher Delegation bereit.


Rom (kath.net/KAP) Albrecht von Boeselager ist wieder Großkanzler des Malteserordens. Der Souveräne Rat des Ordens hat die Amtsenthebung des Deutschen durch den zurückgetreten Großmeister Matthew Festing am Samstag nach Aufforderung durch den Papst rückgängig gemacht. Zugleich nahm die Ordensregierung den Rücktritt Festings an, den der Vatikan bereits am Mittwoch mitgeteilt hatte. Bis zur Wahl eines Nachfolgers für den Briten werde der Orden übergangsweise vom Österreicher Ludwig Hoffmann von Rumerstein geleitet. Als Großkomtur ist er nach dem Großmeister die Nummer Zwei der Malteser. Zugleich sagte der Rat laut der Mitteilung die Zusammenarbeit mit dem angekündigten päpstlichen Delegation zu.


Die Amtsenthebung Boeselagers als Großkanzler im Dezember hatte zu einem schweren Konflikt zwischen Festing und dem Vatikan geführt. Der Großmeister warf dem Deutschen vor, die Verteilung von Kondomen durch eine Partnerorganisation in Myanmar 2013 nicht gestoppt zu haben. Boeselager wies die Vorwürfe zurück und rief ein Ordensgericht gegen seine Amtsenthebung an. Als der Papst den Fall durch eine Kommission untersuchen ließ, verweigerte Festing öffentlich die Zusammenarbeit des Ordens. Die päpstlichen Ermittler kamen laut Medienberichten angeblich zu dem Ergebnis, dass die Anschuldigungen gegen Boeselager unzutreffend seien. Daraufhin trat Festing am Dienstag auf Druck des Papstes zurück.

Der Papst habe in einem Brief an Hoffmann von Rumerstein bekräftigt, dass dieser ungeachtet des päpstlichen Sonderbeauftragten weiter für die Regierungsgeschäfte des Ordens verantwortlich sei, vor allem für dessen internationalen Beziehungen, teilten die Malteser weiter mit. Der Sonderbeauftragte sei hingegen für die "geistliche Erneuerung des Ordens" zuständig, vor allem für jene Mitglieder, die Armut, Keuschheit und Gehorsam gelobt haben.

Der Rat dankte Festing laut der Mitteilung für sein "großartiges Engagement in den vergangenen neun Jahr. Dem Papst und Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin sei man dankbar für ihre besonnenen Entscheidungen. Der Orden kündigte weiter an, dass der interimistische Leiter zusammen mit dem Souveränen Rat in Kürze das Generalkapitel zur Wahl eines neuen Großmeisters einberufen würden.

Mit Material der KAP -Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Paddel 31. Jänner 2017 

@Alpenglühen

Wissen tu ich auch nach der Lektüre verschiedenster Artikel nichts. Ich bekomme nur einen Eindruck. Mein persönlicher Eindruck, der falsch sein kann, ist dass Festing und Burke auch Fehler gemacht haben, u.a. weil sie den Eindruck hinterließen, daß der Papst den Rücktritt vom Großkanzler wollte. Was ich zum Großkanzler denke, schreibe ich hier nicht, nur, dass ich auf das Gute hoffe und mit dem Schlechten rechne.


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 Alpenglühen 31. Jänner 2017 

@Paddel, wenn Sie Art. 57992, 58126 u. 58221 lesen werden Sie feststellen,

daß Boeselager zu recht des Amtes enthoben wurde u. der frühere Großmeister Festing sich in keiner Weise zu entschuldigen braucht.
Erinnern Sie sich an 03/2009? An die Hysterie (Belgien) wegen der ablehnenden Äußerungen von „Papa Benedikt“ zu Kondomen (wegen AIDS) in Afrika? „Papa Benedikt“ hat die Anfeindungen ertragen u. ist von der Lehre nicht abgewichen.
U. Papst Franziskus? Zitat aus ‚58126’: „Insbesondere in Bezug auf die Verbreitung von Methoden und Mitteln, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche stehen, hat Seine Heiligkeit um Dialog als Ansatz zur Problemlösung gebeten.“ Zitat Ende
Soll - anstatt die Lehre zu verteidigen – durch ‚Dialog’ der Verstoß „dusselig geredet“ werden? Bedenke ich noch die berühmten ‚Kaninchen’, (Art. 49103) dann weist beides zusammen m. E. auf indirektes Einverständnis mit der Verteilaktion hin. Am Ende wird Boeselager womöglich der neue Großmeister.


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 maska 30. Jänner 2017 
 

@Montfort

Jeder zieht sich den Schuh an, der ihm passt.

Ich gebe mir alle Mühe sachlich zu argumentieren, aber zugegeben, es diskutiert sich schwierig, wenn die Argumentation der Mitdiskutierenden Sachverhalte vorstellt, die nicht nachweisbar oder falsch sind. Es wird behauptet Boeselager sei für Kondomverteilung, habe verteilt, es wird ihm sogar vorgeworfen die Abtreibungspille zu verteidigen. Das alles entspricht nicht der Wahrheit! Beweisen Sie das Gegenteil. Es ist schlichtweg böse Nachrede. Und das ist alles andere als christlich. Wie schnell wird hier über Menschen hergefallen, die so viel Gutes tuen.


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  30. Jänner 2017 
 

Kondomritterorden - Eine Innovation der Neuen Kirche

Soll das jetzt der Ersatz sein für den soeben aufgelösten Malteserorden?
Wie modern wenn sich ' Ritter' für die Verteilung von Kondomen einsetzen.

Den Glauben zu verteidigen gilt diesen Kreisen als 'ultrakonservativ', sprich obsolet. Zu katholisch...

Die spirituelle Leitung hat K. Burke de facto verloren, dafür ist jetzt ein päpstlicher Delegat zuständig.
Hoffentlich nützt der Kardinal seine dazugewonnene Zeit um die Korrektur der päpstlichen Irrtümer voranzutreiben.


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 Konrad Georg 30. Jänner 2017 
 

In der Tagespost vom Samstag stand

u. a. Folgendes:
>Zuvor hatte der Präsident der deutschen Assoziation, Erich zu Lobkowicz, erklärt, es gebe im Malteserorden "einen Kampf zwischen all dem, was Papst Franziskus repräsentiert, und einer kleinen Clique von esultrakonservativen Hardlinern."<

@ anjali
Sie sehen hier, daß der "Telegraaf" in seinem Urteil ganz auf auf der Höhe des Zeitgeistes liegt. Er denkt genau so neukatholisch, wie die vom "Geist des Konzils" Geschädigten, die aus mir einfachem einen kritischen katholischen Konservativen gemacht haben: Jeder, der sich nach dem Konzil auf diesen ominösen Geist berief, verkündete in der Kirche >NEUES


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 Cosmas 30. Jänner 2017 
 

Franziskus zeigt immer mehr sein wahres Gesicht

...und immer mehr Gläubige realisieren das auch.


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 Dismas 30. Jänner 2017 

@ Gandalf

ich pflichte Ihnen hier bei! Ich mache mir große Sorgen, dass Papst Franziskus auf falsche Ratgeber hört. Hier sollte wohl auch Kardinal Burke, ein aufrichtiger Kämpfer für die Klarheit der Lehre, getroffen werden. Der Vatikan hätte sich nicht bei dem souveränen Malteserorden einmischen sollen und sich mal lieber um die eigenen Angelegenheiten kümmern sollen, denke ich. Die wichtigen "Dubia" sollten endlich entsprechend beantwortet werden.


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 chriseeb74 30. Jänner 2017 
 

Es entsteht bei mir der Eindruck,

dass diese gesamte Geschichte wahnsinnig aufgebauscht wird um
a) von der wesentlich größeren Problematik
der Dubia abzulenken und
b) um Kardinal Burke indirekt negativ in die "kirchlichen" Schlagzeilen zu bringen
Leider musste dieses "Ablenkungsmanöver" relativ schnell beendet werden, weil einige Großspender des Malteser-Ordens kurz vorm Absprung waren, und das können und wollen selbst eingefleischte Bergoglianer nicht.
Ab sofort steht also wieder die Problematik der Dubia im Vordergrund.


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 Ehrmann 30. Jänner 2017 

@anjali - ja die Gummiindustrie und -Handel sind kein unbeträchtlicher Faktor

da geht es um sehr viel Geld und beide sind natürlich gegen jegliche Bedrohung äußerst sensibilisiert - ob sie nun aus medizinischen (insuffizienter Schutz) oder moralischen Ecken kommt.


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 Paddel 30. Jänner 2017 

@SpatzInDerHand

1. Ich weiß nichts!
2. Was ich mitbekomme ist, dass der Großkanzler zum Rücktritt aufgefordert und nicht einfach nur kritisiert worden ist. Daraus wurde ein öffentliches Ärgernis (was nicht an einer Person manifestiert werden kann).
3. Aufgrund der großen Aufmerksamkeit die diesem Ereignis in der Öffentlichkeit zuteil wird ist auch der persönliche Ruf des Ordens und einzelner Personen im größeren Umfang in Frage gestellt.
Wenn nun der ehemalige Großmeister tatsächlich zu der Erkenntnis gekommen ist, aufgrund falscher Informationen, Einschätzungen oder wie auch immer, dass er dem Großkanzler zu Unrecht diese Sache miteingebrockt hat, dann ist es mit dem Rücktritt allein nicht getan, dann sollte er sich auch in irgendeiner Form dazu äußern inwiefern er Fehler gemacht hat. Tut er das nicht, dann könnten seine Vorwürfe berechtigt sein und der Rücktritt hat andere Ursachen. Bei Burke sehe ich das ähnlich.


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 SpatzInDerHand 30. Jänner 2017 

@Paddel: Warum genau soll sich Ihres Erachtens der frühere Großmeister dafür

entschuldigen, weil er jemanden wegen Kondomverteilaktionen kritisiert hat? Um Abtreibung ging es m.W. ebenfalls.


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 anjali 30. Jänner 2017 
 

Meine Niederlaendische Zeitung der Telegraaf schrieb dass Boeselager Und der Papst gut seien da sie Kondome verteilen wollten ond die konservative Malteser Ritter die dagegen sind, sind natuerlich die falschen.So geht das hier in der Niederlanden.


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 Paddel 30. Jänner 2017 

Bitte um Vergebung

oder irgendein Signal vom ehemaligen Großmeister Festing wäre, sofern er tatsächlich im Unrecht war, notwendig.
Es ist einfach alles viel zu undurchsichtig um sich eine abschließende Meinung bilden zu können.


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 Stephaninus 30. Jänner 2017 
 

Abrüsten

Vielleicht sollten wir uns mal etwas zurückhalten. Möglicherweise gibt es (Hinter-)Gründe, die uns allen unbekannt sind. Von aussen betrachtet, gefällt mir das Gebaren des Vatikan auch nicht, aber eben: Solche Dinge haben oft viele Ursachen, die der Öffentlichkeit nicht selten sehr unzureichend bekannt sind.


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 Quirinusdecem 30. Jänner 2017 
 

@Nadal

...Die Rolle von Kardinal Burke muss man natürlich noch weiter untersuchen, denn er betreibt offene Rebellion gegen den Papst und müsste konsequenterweise von sich aus alle seine Ämter zurücklegen...."
Angenommen, und nur angenommen, das das stimmt, so ginge es hier "nur" um eine Rebellion gegen den Papst. Was ist mit denen, die Christus verleugnen und damit rebellieren wie in Jerusalem auf dem Tempelberg vor aller Augen geschehen? Die sind nach wie vor in Amt und Würden ...


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 Montfort 30. Jänner 2017 

@maska - Echte Demut und falsche Demut

Die Worte und der Ton Ihrer Postings - etwa wenn Sie anderen schreiben: "Wie wäre es mit ein bisschen Demut?" - bezeugen mir bis jetzt allerdings weder aufrichtige Diskussionsbereitschaft, noch glaubhaft Demut.

ECHTE DEMUT ist eine mutige Dienerin der WAHRHEIT und der LIEBE zugleich.


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 Hadrianus Antonius 29. Jänner 2017 
 

Trauriges aber verdientes Schicksal

Ein Orden, einst berühmt für seine heldenhafte Verteidigung des Glaubens, der am Ende mutiert ist zu einem Briefmarkenverlag und etwas Altfolklore mit einer Samaritetabteilung, hat kein anderSchicksal verdient, wenn er den Glauben und die bisherige kirchliche Lehre nicht mehr vertreten will und in Konflikt mit höhere Geistlichen feige einknickt.
"Unnütze Knechte!"
Da waren die Bauern der Vendée und die flämische Boerenkrijgers aus anderem Holz geschnitzt (hatten übrigens keine schöne Uniformen und später keine schöne Monumente bekommen)


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 Herbstlicht 29. Jänner 2017 
 

Ob sich der Vatikan damit einen Gefallen gemacht hat?

Die Malteser wissen, wie sehr Papst Franziskus beliebt ist in der Welt und in den Medien.
Hätten sie sich gegen ihn aufgelehnt, wäre ihnen sicher die Schuld für die zunehmende Eskalation zugeschoben worden.
Der Konflikt scheint vorerst entschärft, dafür blieb die Gerechtigkeit auf der Strecke.
Ein hoher Preis!


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 lesa 29. Jänner 2017 

jubelt und freut euch

Nadal: Bis jetzt sind aus den Stellungnahmen von Burke keine Ansätze von Rebellion erkennbar. Er tritt sachlich für die Lehre der Kirche ein,folgt seinem Gewissen. Aus dem heutigen Evangelium: "Jubelt und freut euch, wenn man euch verleumderisch alles Böse nachsagt, denn euer Lohn im Himmel wird groß sein."


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 Alpenglühen 29. Jänner 2017 

@Nadal - Sind Sie sicher, daß Sie die Art. von kathnet richtig gelesen haben?

Ich rate, zumindest 58126 u. 58221 noch einmal gründlich zu lesen.
3 der 5 Mitgl. der Kommission sind ‚Spezln‘ von Hrn. Boeselager. Das Ergebnis der Prüfung verwundert mich daher wirklich überhaupt nicht.
Hr. Boeselager! hat definitiv die Verteilung der Verhütungsmittel u. der Abtreibungspille zu verantworten. Nicht er selber hat die Aktion beendet als sie bekannt wurde, sondern die Ordensleitung. Er hat stattdessen gesucht, das Verteilen rechtzufertigen.
Das Handeln des Vatikans ist m.E. nichts anderes als ein Putsch gegen eine völkerrechtlich souveräne Organisation mit dem Ziel, diese unter die eigene ‚neue‘ Doktrin zu zwingen. Alles Loben der Arbeit der Malteser ist nichts anderes als „Sand in die Augen streuen“.... U. alles m.E. im Auftrag v. Papst Franziskus, der damit gleichzeitig auch noch die Möglichkeit sieht, den unbequemen Kard. Burke wegen angebl. Unfähigkeit endlich loswerden zu können.


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 maska 29. Jänner 2017 
 

Wie wäre es

mit ein bisschen Demut?
Alle hier wissen natürlich genau Bescheid wer übel tut und warum. Jeder kennt die Beweggründe derer, die agieren. Und die sind hinsichtlich einer Gruppe niedrig, hinsichtlich der anderen aufrichtig und gut.
Ich habe Vertrauen zum Papst, ich spüre hier den Hirten, seine Worte treffen mich. Sie sind oft so wahr und machen mein Leben weniger bequem, dafür klarer und wesentlicher.
Auch weiß ich, das Baron Boeselager kein in ihrem Sinne "Liberaler" Katholik ist.
Aber ich werde den Deiwel tuen, Burke, Festing oder andere böser Taten zu verdächtigen. Solch üble Nachrede ist nicht das, scheint mir, was Christenmenschen gut an steht. Man kann doch gut miteinander umgehen und Dinge , die uns Sorgen mit Bedacht und in Demut diskutieren. Und sonst kann man sie auch jemandem Anderen anvertrauen.
Bitte halten Sie ein in Ihrer verletzenden Kritik!


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 lakota 29. Jänner 2017 
 

@Lämmchen

Entschuldigung, bin ganz Ihrer Meinung, habe nur vergessen meinen Satz als Ironie zu kennzeichnen. Ja, mal sehen was da jetzt kommt und je nachdem werde ich meinen Mitgliedsbeitrag dann lieber woanders hin spenden. (Für Kondome war er jedenfalls nicht gedacht).


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 Genoveva 29. Jänner 2017 

@NADAL: DAS ist leider nicht korrekt

Die Hilfsprogramme liefen über Jahre und selbst zu Beginn der Auseinandersetzung war auf entsprechenden, jetzt nicht mehr erreichbaren Seiten der österreichischen Malteser entsprechende Aussagen zu finden. Das ist alles bestens dokumentiert (Kopien der entsprechenden Berichte zum Beispiel beim Lepanto-Institut).

Wenn Kardinal Burke darauf besteht, dass ein Dokument, dass den Glauben der Kirche bestenfalls verzerrt und zweideutig darstellt, korrigiert werden muss, hat das mit Rebellion nichts zu tun.

Eines kann uns alle beruhigen: Der Papst kann sich weigern, Dinge richtig zu stellen, die richtig gestellt werden müssen, er kann redliche, aber ihm unliebsame Personen verfolgen und ihrer Posten berauben: irgendwann endet dieser Irrsinn und die Wahrheit wird zu ihrem Recht kommen - sie liegt ja heute schon für jeden, der sehen will, offen zu Tage.


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 Genoveva 29. Jänner 2017 

@Gandalf: Schämen

Lieber Gandalf, nicht für den Vatikan schäme ich mich, sondern für eine bestimmte Person und ihre Handlanger, die sich nicht nur um die Lehre der Kirche nicht scheren, sondern auch nicht um Recht und Gesetz. Von Anstand ganz zu schweigen.


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 aleandro 29. Jänner 2017 
 

Nadal

Ja, dass da ein spezieller "Freund" von Franziskus im Hintergrund intrigiert sollte niemanden verwundern. Schlimm ist dabei nur, dass der Maleserorden, dem ich selber sehr nahe stehe, dafür misbraucht werden sollte.
Aber man sollte Franziskus nicht unterschätzen. Er weiß über seine Schäfchen mehr als manch einem lieb ist.
So sollte es dann auch nicht verwunderlich sein, wenn er konsequent durchgreift.


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 Demetrios 29. Jänner 2017 
 

Wo das Problem liegt

Man kann zu Festing bzw. Boeselager stehen, wie man will: Gegen den Rücktritt Festings und dessen Bestätigung durch den Orden (!), sowie die Wiedereinsetzung von Boeselager durch den Orden (!) ist formalrechtlich nichts einzuwenden.
Und natürlich ist es das gute Recht des Papstes, seine Wünsche bzw. Befehle frei zu äußern und auf Befolgung durch den Orden zu drängen!
Höchst problematisch, wenn nicht völkerrechtswidrig ist allein das Vorgehen des Staatsekretariats, das sich nicht auf Vorgaben beschränkte, sondern per Brief die ordensinternen Leitungsakte ab dem 6. Dezember für ungültig erklärte und damit die Souveränität des Ordens verletzt hat. Auch wenn dies die Medien nicht groß behandeln: Sehr wohl registriert es die Welt der Diplomatie, in deren Augen der Vatikan -und damit die Weltkirche-beträchtlich an Ansehen und Vertrauen verloren haben dürfte. War das denn notwendig?


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 Gandalf 29. Jänner 2017 

Manchmal muss man sich für den Vatikan wirklich schämen!

Gestern war so ein Tag


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 Psalm1 29. Jänner 2017 
 

@Nadal

"Die Rolle von Kardinal Burke muss man natürlich noch weiter untersuchen, denn er betreibt offene Rebellion gegen den Papst ..."

Wann, wo und auf welche Weise betreibt Kardinal Burke "offene Rebellion" gegen den Papst?


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 H.v.KK 29. Jänner 2017 
 

H.v.KK

Liebe(r) KMCA,
dem ist nichts hinzu zufügen !


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 Robert S 29. Jänner 2017 
 

@NADAl-Wo ist die Rebellion von Kardinal Burke?

Gelobt seien JEUSS CHRISUT und MARIA. @NADAL Werte/r Nadal Sie schreiben dass Kardinal Burke offene Rebellion gegen den Papst betreibt. Seit wann ist es ein Rebellion wenn ein Kardinal seine Pflicht erfüllt und das tut was ein Kardinal tun sollte? Nämlich den katholischen Glauben rein zu bewahren und den Papst zu beraten und in der Amtsführung zu unterstützen.Dazu gehört auch den PApst darauf hinzuweisen wenn er falsch liegen sollte oder wenn er seinen Pflichten als Lehrer und Oberster HIRTE nicht nachkommt. Ein Kardinal sollte kein Speichellecker und Schleimer sein.Papst Franziskus hat auch davon gesprochen dass er keine "Höflinge" in der Kurie und im Vatikan haben will die dem Vorgesezten - auch dem Papst- nach dem Mund reden. Und er hat das bekommen was er verlangt hat. Nämlich einen Kardinal und einen Mitarbeiter in der PErson von Kardinal Burke der die Probleme ganz offen anspricht und den Papst auf Fehler hinweist (Amoris Laetitia).+PAX+CHRISTI+ Robert S


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 Robert S 29. Jänner 2017 
 

Malteser dürfen jetzte weiter Kondome verteilen?

Gelobt seien JESUS CHRISTUS und MARIA. Verstehe ich das jetzt richtig. Die Kondome Verteilung seitens der Malteser wird nicht abgestraft sondern diejenigen die dagegen waren mussten zurücktreten? Und die Kondome werden seitens der Malteser weiter verteilt? Wenn das so ist +PAX+CHRISTI+ Robert S


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 Gambrinus 29. Jänner 2017 
 

3 mögliche Interpretationen zum Festing-Rücktritt:

1. er ist demütig zu der Entscheidung gekommen, sich einer ungerechten und rechtswidrigen Vorgangsweise des Hl. Vaters zu unterwerfen, um so zu vermeiden, dass der SMRO noch grösseren Schaden erleidet;

oder

2. Er ist ein Feigling, und hat sich überrumpeln lassen;

oder

3. er muss irgendwelche Leichen im Keller haben und war erpressbar.

Jeder darf sich denken, was er will. Aber die Sache sieht sehr merkwürdig aus.


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 Lämmchen 29. Jänner 2017 
 

@lakota

für mich ist das leider keine Frage, sondern offensichtlich.
Mal sehen welcher jesuit jetzt Delegat wird.


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 antonius25 29. Jänner 2017 
 

@Nadal: Ermittlungsergebnisse?

Wie sollten denn diese Ermittlungsergebnisse erzielt worden sein? Die Kommission wurde ja vom damals noch souveränen Orden gar nicht reingelassen und außerdem war sie mit Freunden Boeselagers besetzt und damit ohnehin wertlos, da befangen.

Und wenn Sie schreiben:
"Das Recht, so einen Befehl zu erteilen, hat kein Oberer (auch der Papst nicht)"
dann entbehrt es natürlich nicht einer gewissen Zynismus, denn genau so wurde ja Festing vom Papst gegangen.

Aber schön, dass Sie das Ganze jetzt auch noch benutzen wollen um Kardinal Burke trotz mangelnder Faktenlage zu beschuldigen. Schließlich war er ja bei der Sache der Einzige, der sich öffentlich nicht geäußert hat (im Gegensatz zu Großmeister, Großkanzler, Kardinalstaatssekretär,...)


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 Marcus, der mit dem C 29. Jänner 2017 
 

@Nadal

Von Boeselager fällt nicht unter canonisches Recht, sondern unter das Recht des Souveränen Malteserstaates. Den als Obödienzritter ist kein(!) Ordensmitglied im Sinne des Kirchenrechts, nur Profeßritter des ersten Stands legen die monastischen Gelübde ab und sind damit kirchenrechtlich Ordensmitglieder.


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 KMCA 29. Jänner 2017 
 

Das war's dann, mit 900 Jahren unabhängiger Orden

Ein Ordensritter hat es in einem Kommentar auf Facebook schön auf den Punkt gebracht:
Man wird in Zukunft im Malteserorden in Zukunft zwei Worte mit Gänsefüßchen schreiben müssen. Zum einen das Wort "Souverän" im Namen des Ordens - immerhin sind wir jetzt nur mehr eine direkt dem Vatikan unterstehende Organisation. Und zum anderen den Begriff "in Oboedienz", im Namen des 2. Standes. Wie unser alter und neuer Großkanzler in der gewissenhaften Ausführung aller Befehle seines Großmeisters ja eindrucksvoll gezeigt hat.
Dem ist leider nicht wirklich etwas hinzuzufügen. Wieso sich Boeselager noch in den Spiegel schauen kann, ist mir ein Rätsel.


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 Nadal 29. Jänner 2017 

Ich sehe hier keine "Unterwerfung" der Malteser

denn wenn die päpstliche Untersuchungskommission zum Urteil kam, dass die Vorwürfe gegen v. Boeselager nicht zutreffend waren, dann ist klar, dass Festing gehen musste. Dass aber die Vorwürfe so nicht stimmten, war von Anfang an deutlich: Schließlich hat v. Boeselager die kritisierten Hilfsprogramme sofort eingestellt, als er von den Vorwürfen erfuhr.
Das Recht eines Ordensmitglieds auf einen kanonischen Prozess zur Amtsenthebung dadurch umgehen zu wollen, dass man ihm im Gehorsam befiehlt, zurückzutreten, das ist auch in der Kirche Rechtsbeugung. Das Recht, so einen Befehl zu erteilen, hat kein Oberer (auch der Papst nicht).
So wie sich die Sache darstellt, hat Festing eingesehen, dass er falsch lag - evt. falsch beraten - und die Konsequenzen gezogen.
Die Rolle von Kardinal Burke muss man natürlich noch weiter untersuchen, denn er betreibt offene Rebellion gegen den Papst und müsste konsequenterweise von sich aus alle seine Ämter zurücklegen.


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 lakota 29. Jänner 2017 
 

@aragorn1

Ja, das waren auch meine Gedanken. Und wenn ich lese: " Der Sonderbeauftragte sei hingegen für die "geistliche Erneuerung des Ordens zuständig, vor allem für jene Mitglieder, die Armut, Keuschheit und Gehorsam gelobt haben" - da frage ich mich in welche Richtung diese Erneuerung gehen wird.


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 aragorn1 29. Jänner 2017 
 

Die heutige Lesung passt dazu

Zef 2,3; 3,12-13
Ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk

Sucht den Herrn, ihr Gedemütigten im Land, die ihr nach dem Recht des Herrn lebt. Sucht Gerechtigkeit, sucht Demut! Vielleicht bleibt ihr geborgen am Tag des Zornes des Herrn.

Ich lasse in deiner Mitte übrig ein demütiges und armes Volk, das seine Zuflucht sucht beim Namen des Herrn.

Der Rest von Israel wird kein Unrecht mehr tun und wird nicht mehr lügen, in ihrem Mund findet man kein unwahres Wort mehr. Ja, sie gehen friedlich auf die Weide und niemand schreckt sie auf, wenn sie ruhen.


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 anjali 29. Jänner 2017 
 

Malteserorden.

Also,die liberale Seite hat gewonnen.


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 speri17 29. Jänner 2017 
 

Einfach nur entsetzt

Vor allem möchte ich auch die Kath.Net Redaktion bitten denn vollen Sachverhalt ( z.B. Ungehorsam von Boselager) darzustellen.
Diese hier präsentierte verkürzte Fassung ist einseitig.

Leider wieder ein eindeutiger Beleg für die "Barmherzigkeit" von Papst Franziskus. Jene die sich nach der wahren lehre (Jesu, 10 Gebote, KKK) richten, werden Kompromisslos ohne Dialog gegangen.
Das aller mindeste wäre gewesen wenn auch Boselager zurückgetreten wäre.


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