24 Januar 2016, 10:30
Animakirche: Ostritus-Messe mit Kardinal Rai und Rektor Brandmayr
 
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Libanesischer Kardinal-Patriarch Rai besuchte Santa Maria dell'Anima - Libanesisches Kloster widmete der Kirche der deutschsprachigen Katholiken in der italienischen Hauptstadt eine Reliquie des Heiligen Charbel Makhlouf.

Rom (kath.net/ KAP)
Die Kirche der deutschsprachigen Katholiken in Rom, Santa Maria dell'Anima, erhält eine Reliquie des libanesischen Heiligen Charbel Makhlouf. Am Freitagabend zelebriert der maronitische Patriarch von Antiochien, Kardinal Bechara Boutros Rai, anlässlich der feierlichen Übergabe der Reliquie an Rektor Franz X. Brandmayr in Santa Maria dell'Anima die Heilige Messe im maronitischen Ritus. Die Reliquie ist ein Geschenk des Kollegs Mar Abda des Maronitenordens der Heiligen Jungfrau Maria im Libanon. Sie erhält ihren Platz in einem der Altäre der Kirche, an dem zugleich ein permanentes "Friedenslicht für den Libanon und den Nahen Osten" entzündet wird. 2014 hatte Kardinal Christoph Schönborn das Saint-Charbel-Heiligtum in den Bergen nordöstlich von Beirut besucht.

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Charbel Makhlouf (1828-1898) war ein maronitischer Mönch. Er stammte aus einer einfachen christlichen Bauernfamilie in der schwer zugänglichen Hochgebirgsregion im Norden des Libanon. Mit 23 Jahren trat er in das Kloster von Mayfouk ein. Im Jahre 1853 wechselte er zum Kloster Saint-Maroun in Annaya, legte dort das Mönchsgelübde ab und nahm den Ordensnamen Charbel an.

Die nächsten Jahre verbrachte er im Kloster Kfifan, wo er bei Pater Nimatullah al-Kafri und Pater Nimatullah al-Hardini (der 2004 von Johannes Paul II. heilig gesprochen wurde) Theologie studierte. 1859 wurde er zum Priester geweiht und kehrte nach Annaya zurück. 1875 entschied er sich für ein Leben als Eremit. Am 16. Dezember 1898 erlitt er, während er in der Eremitage die Heilige Messe zelebrierte, einen Schlaganfall, an dessen Folgen er am Heiligen Abend 1898 verstarb.

Charbel stand schon zu Lebzeiten im Ruf der Heiligkeit. Bald nach seinem Tode stellte man fest, dass sein Leichnam nicht verwest oder vertrocknet war. Diese Phänomene sowie zahlreiche Krankenheilungen an seinem Grab machten ihn sehr schnell zu einem festen Bestandteil orientalisch-christlicher Volksfrömmigkeit. Zwei Heilungen aus dem Jahre 1950 führten schließlich zur Einleitung eines Seligsprechungsverfahrens in Rom, das am 5. Dezember 1965 mit der offiziellen Seligsprechung Charbels durch Papst Paul VI. seinen Abschluss fand. Aufgrund einer dritten bezeugten Heilung im Jahre 1967 sprach Paul VI. den maronitischen Mönch am 9. Oktober 1977 in Rom heilig.

Heute ist Charbel Makhlouf im Nahen Osten einer der populärsten Heiligen. Sein Grab im Saint-Maroun-Kloster von Annaya ist ein Pilgerziel für Christen aller Konfessionen, Muslimen und Alawiten.

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