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Metropolit Arsenios: Reise zu Wurzeln des Christentums

2. Mai 2012 in Österreich, 3 Lesermeinungen
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Oberster Repräsentant der Orthodoxie in Österreich bei der Ausstellung "Goldenes Byzanz" auf der Schallaburg: Schau zeigt reiche Tradition des 1000 Jahre währenden christlichen byzantinischen Reiches


St.Pölten (kath.net/KAP) Der griechisch-orthodoxe Metropolit Arsenios (Kardamakis) hat sich am 1. Mai laut eigener Aussage auf eine "Zeitreise zurück zu den Wurzeln des Christentums" begeben: Mit rund 20 Personen der griechisch-orthodoxen Gemeinde besuchte er die Ende März eröffnete Ausstellung "Goldenes Byzanz" auf der Schallaburg.

Die Schau spannt einen Bogen von der Gründung Konstantinopels im Jahr 330 bis zur Eroberung der Stadt durch die Osmanen 1453 und zeigt auch die Wirkungsgeschichte des byzantinischen (oströmischen) Reiches bis in die Gegenwart auf. Die ersten acht Konzilien der Kirche fanden im byzantinischen Reich statt.

Metropolit Arsenios würdigte gegenüber "Kathpress" die reichhaltigen Aspekte der großen Tradition einer der maßgeblichen Schauplätze des Christentums, die in der Schau anschaulich und wissenschaftlich fundiert dargestellt würden.


Die Ausstellung stelle das Leben der Menschen in Konstantinopel/Byzanz und deren enge Verbundenheit mit Gott und Christus über viele Jahrhunderte hinweg eindrucksvoll vor Augen, würdigte der Metropolit.

Im heutigen Istanbul regierten die byzantinischen Kaiser ein Imperium, das sich zeitweise von Italien bis Armenien, von der Donau bis nach Ägypten erstreckte. Umfassende Informationen über das kirchliche Leben im Byzantinischen Reich und die orthodoxe Kirche in Vergangenheit und Gegenwart sind wesentlicher Bestand der gesamten Ausstellung.

Eines der bedeutendsten Schaustücke sind zwei Seiten aus dem "Patriarchatsregister", das in der Österreichischen Nationalbibliothek aufbewahrt wird. Das Register gibt Einblicke in das Leben der Kirche im byzantinischen Reich, über administrative und kirchenpolitische Angelegenheiten aber auch über das tägliche Leben am Sitz des Ökumenischen Patriarchen in Konstantinopel. Weitere bedeutende historische Schriftstücke, etwa wie Konzilsakten, sowie Ikonen, Reliquiare und Informationen zum byzantinischen Kirchenbau, zum Pilgerwesen und zum Mönchtum gehören ebenfalls zu Schau.

Die Gestalter der bis 4. November 2012 dauernden Schau im Renaissanceschloss Schallaburg in Niederösterreich können Interessierten die bisher umfassendste Byzanzschau in Österreich anbieten. Sie entstand in Kooperation mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und dem Institut für Byzanzforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.

Ausstellung "Goldenes Byzanz" auf der Schallaburg

Copyright 2012 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: Mosaik des Pantokrators in der Hagia Sophia in Istanbul (12. Jh.)


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Lesermeinungen

 gloria olivae 2. Mai 2012 

Landesausstellung

Despota Arsenios Ehre und langes Leben!


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 urserolu 2. Mai 2012 
 

Oberster Repräsentant der Orthodoxie in Österreich

Metropolit Arsenios ist Vorsitzender der orthodoxen Bischöfskonferenz Österreichs. Das macht ihn aber nicht zum \"Obersten Repräsentanten\" der Orthodoxie, sondern der griechischen Metropolie in Österreich.


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 maphrian 2. Mai 2012 

Wenig beachtet...

... im alten West-Rom (=West-Europa) ist die Geschichte Ost-Roms, Byzanz! Hat doch dieses Bollwerk des Christentums die Bedrängung Europas aus dem Osten so lange von uns fern gehalten! Man stelle sich nur vor, karl Martell hätte gleichzeitig in Tours/Poitiers und im Osten gegen den Islam kämpfen müssen! Mehr allgemeine Kenntnis über den unschätzbaren Wert der Existenz des ost-römischen/byzantinischen Reiches wäre heute vielfach wünschenswert!
Ein bißchen davon hat S.H. Benedikt XVI ja in der Regensburger Rede anklingen lassen.


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