04 April 2013, 12:00
Kardinal Dolan verteidigt kirchliches Verständnis der Ehe
 
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Die Verteidigung der traditionellen Ehe richte sich nicht gegen Homosexuelle, sagte Kardinal Dolan. Die Kirche dürfe aber das nicht verändern, was von Gott offenbart sei, sagte er in einem Interview.

New York (kath.net/CWN/LSN/jg)
Timothy Kardinal Dolan, Erzbischof von New York und Vorsitzender der US-Bischofskonferenz hat sich in zwei Fernsehinterviews gegen die Ausweitung der Ehe auf gleichgeschlechtliche Personen ausgesprochen.

„Was antworten sie, wenn ein homosexuelles Paar zu ihnen kommt und sagt: ‚Wir lieben Gott, wir lieben die Kirche, aber wie lieben auch einander und wollen eine Familie gründen’“, fragte der Redakteur des Fernsehsenders ABC. „Als erstes sage ich: ‚Ich liebe euch auch. Ihr seid nach dem Abbild Gottes geschaffen. Wir wollen dass ihr glücklich werdet. Und ihr habt das Recht auf Freundschaft“, antwortete Kardinal Dolan.

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„Aber wir wissen auch, dass Gott uns den Weg zum Glück gezeigt hat“, fuhr Dolan fort. Dazu gehöre, dass die geschlechtliche Liebe ihren Ort in der Ehe von Mann und Frau habe, wo Kinder auf natürlichem Weg entstehen könnten, ergänzte der Kardinal.

Wenn die Kirche die traditionelle Ehe verteidige, werde dies oft verkürzt wahrgenommen, sagte Dolan. „Wir müssen darauf achten, dass unsere Verteidigung der Ehe nicht auf Angriffe gegen Homosexuelle reduziert wird. Ich gebe zu, dass wir das nicht allzu gut gemacht haben“, sagte er wörtlich gegenüber ABC.

Ob die Kirche bereit sei ihren „Traditionalismus“ zu „mildern“, um mit der veränderten Haltung der Gesellschaft zu Homosexualität, Abtreibung und anderen Themen Schritt halten zu können, wurde der Kardinal vom Fernsehsender CBS gefragt. „Wir dürfen das nicht verfälschen, was Gott offenbart hat, und sie haben einige dieser Themen angesprochen“, antwortete der Erzbischof von New York. Die Kirche könne aber ihre Verkündigung insofern verbessern, dass diese für die Menschen heute glaubwürdiger und überzeugender sei, ergänzte er.

Mehrheit der Schwarzen lehnt Vergleich mit Bürgerrechtsbewegung ab

In einer kürzlich durchgeführten Umfrage lehnte die Mehrheit der Afro-Amerikaner die Aussage ab, der Kampf um die Rechte Homosexueller sei mit dem Kampf um die vollen Bürgerrechte der Schwarzen vergleichbar. 55 Prozent lehnten diesen Vergleich ab, nur 28 Prozent hielten ihn für angemessen. 42 Prozent der schwarzen Amerikaner stimmten dieser Umfrage zufolge der Aussage zu, die Ehe sei eine Institution für einen Mann und eine Frau. 40 Prozent sagten, auch Homosexuelle sollten heiraten können.

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