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Ökumenischer "Marsch für Jesus" zieht am 19. September durch Wien

vor 5 Stunden in Österreich, 1 Lesermeinung
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Überkonfessionelle Großveranstaltung soll christlichen Glauben sichtbar machen und Einheit stärken - Über 100 verschiedene Kirchen, Gemeinden und Organisationen beteiligt.


Wien (kath.net/ KAP) 
Mehr als 100 Kirchen, Gemeinden und christliche Organisationen aus ganz Österreich machen derzeit mobil für den "Marsch für Jesus" am 19. September in Wien. Die überkonfessionelle Veranstaltung steht unter dem Motto "Einheit - Sichtbarkeit - Lobpreis". Die Organisatoren wollen den christlichen Glauben öffentlich sichtbar machen und ein gemeinsames Bekenntnis zu Jesus Christus ablegen. Eine konkrete Teilnehmerzahl wird nicht genannt, angestrebt wird nach Angaben der Veranstalter eine Größenordnung wie 2016, als der Marsch letztmalig stattfand, mit damals rund 18.000 Teilnehmern.
Der Tag beginnt um 12 Uhr am Schwarzenbergplatz mit gemeinsamem Lobpreis. Von 13.30 bis 16.30 Uhr ist ein rund sechs Kilometer langer Marsch entlang der Wiener Ringstraße und zurück zum Schwarzenbergplatz vorgesehen. Die Strecke kann zu Fuß oder in einem offenen Doppeldeckerbus zurückgelegt werden. Anschließend ist von 16.30 bis 17.15 Uhr erneut gemeinsamer Lobpreis geplant. Ab 17.30 Uhr folgt ein "Fest für Jesus" mit persönlichen Zeugnissen, Beiträgen von Vertretern verschiedener Kirchen, ein gemeinsames Gebet und Live-Acts unter anderem von Solarjet, Copain und Martin Smith. Ein eigenes Kinderprogramm dauert bis 19.30 Uhr, das Gesamtprogramm bis 21.30 Uhr.

Als gewünschte Wirkung des Marsches nannte dessen Sprecher Stefan Niedermayr gegenüber Kathpress das persönliche Gemeinschaftserlebnis der Teilnehmenden sowie vor allem das öffentliche Zeichen christlicher Einheit. Gerade angesichts gesellschaftlicher Spannungen und internationaler Krisen solle sichtbar werden, dass Christen verschiedener Konfessionen "gemeinsam für Hoffnung, Glauben und Frieden eintreten können". Nach dem Marsch solle damit auch die Botschaft verbunden bleiben, dass Christen "nicht gegen jemanden" aufträten, sondern ihren Glauben öffentlich bezeugten.


Einheit statt Ausgrenzung
Organisiert wird die Veranstaltung von der Plattform "Christen in Wien - Kreis zur Einheit". Dieser ist mit anderen ökumenischen Initiativen wie etwa "Weg der Versöhnung" verbunden und versteht sich als überkonfessionelle Plattform für Christen unterschiedlicher Traditionen, erklärte Pressesprecher Stefan Niedermayr gegenüber Kathpress. Träger der Initiative sind zahlreiche Kirchen, Gemeinden und Organisationen, wobei der Marsch laut Niedermayr jedoch eine "Basisbewegung" sei, die nicht von kirchlichen Führungsspitzen, sondern von Christen verschiedener Konfessionen getragen werde.
Auf der langen Unterstützerliste des Marsches finden sich neben freikirchlichen und evangelischen Gemeinden auch katholische Organisationen wie die Charismatische Erneuerung in der katholischen Kirche, die Jugendpastoral-Koordinierungsstelle JAKOB, die Katholische Pfadfinderschaft Europas, Schönstatt, Missio, der Malteserorden, einzelne Pfarren und "Kirche in Not".

"Jesus ans Herz legen"
In einem Video lädt auch der Wiener Weihbischof Franz Scharl alle kirchlichen Bewegungen und Vereine ein, sich der Initiative anzuschließen. Es sei heute "wichtig, dass man ein Statement abgibt" für den Glauben an Jesus, "bunt und mit einem glaubwürdigen Lebenszeugnis", so der Bischof. Mathias Saiedo von der Syrisch-Orthodoxen Kirche betonte, der Marsch bezeuge die "frohe Botschaft, dass Gott sich den Menschen offenbart hat und eine Beziehung mit ihnen führen will". Allen in Österreich wolle man mit dem Marsch "Jesus ans Herz legen".
Politisch soll der Marsch nach Darstellung der Veranstalter ausdrücklich nicht verstanden werden, weshalb Politiker bewusst nicht eingeladen würden, sagte Niedermayr. Wichtig sei auch, dass sich die Veranstaltung nicht gegen andere Religionen oder gesellschaftliche Gruppen richte. Grundsätzlich sei der Marsch ein "persönliches Glaubensbekenntnis der Teilnehmer, die zeigen wollten, dass Jesus Christus für ihr Leben eine zentrale Bedeutung hat". Wer dies anders sehe, werde respektiert.

Ermutigen zum Glauben
Gleichzeitig wollen die Organisatoren mit dem Marsch Menschen auf den christlichen Glauben aufmerksam machen und Interessierte ermutigen, sich mit Glaubensfragen auseinanderzusetzen, etwa in Gemeinden oder bei sogenannten Alpha-Kursen.
Als gesellschaftliche Ziele nennt die Veranstalterseite neben der öffentlichen Sichtbarkeit des christlichen Glaubens insbesondere die Einheit der Konfessionen, den interkulturellen und überkonfessionellen Austausch sowie eine positive Wahrnehmung christlicher Werte. Konfessionelle Unterschiede sollen bei dem Großereignis zwar nicht aufgehoben werden, doch in den Hintergrund treten. Im Zentrum stehe der gemeinsame Glaube an Jesus Christus, an seine Geburt, seinen Tod und seine Auferstehung, so Niedermayr.

Tradition von Jesus-Märschen
Der Marsch knüpft an eine internationale Bewegung mit Anfängen im Jahr 1987 in London an. In Österreich gab es seit Ende der 1980er Jahre Fackelläufe, Jesus-Märsche und überkonfessionelle Großveranstaltungen, darunter in Wien 1992 mit rund 4.000 Teilnehmenden, 2014 mit etwa 12.000 und 2016 mit bis zu 18.000. Nach der längeren Pause seither wird nun für die Neuauflage 2026 österreichweit mobilisiert, so der Pressesprecher, etwa mit eigenen Ansprechpartnern in den Bundesländern und organisierten Bus- und Zugreisen nach Wien. Niedermayr zufolge halten die Veranstalter eine ähnliche Größenordnung wie 2016 für möglich.
(Infos: www.marschfuerjesus.com)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Stephansdom, Wien, Archiv


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Lesermeinungen

 gebsy vor 3 Stunden 

wie ist die

Gebetsbegleitung organisiert?


0
 

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