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Warum die Erzdiözese Seoul so viele Priesterberufungen hat

21. August 2026 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Eine Berufung ist ein Geschenk Gottes, das gepflegt und kultiviert werden muss, um zur Vollendung zu gelangen, sagte Erzbischof Chung bei der Festmesse anlässlich des 50. Jahrestages der Gründung der Vereinigung zur Unterstützung von Berufungen.


Seoul (kath.net/jg)
Vor 180 Jahren wurde der erste einheimische Priester in Korea geweiht. Zum 50-jährigen Jubiläum der Vereinigung zur Unterstützung von Berufungen im Jahr 2025 hatte die Erzdiözese Seoul bereits 1.000 Diözesanpriester, aktive und emeritierte zusammengenommen, berichtet die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.

Erzbischof Peter Chung Soon-taick OCD betonte in seiner Predigt bei der Festmesse: „Durch die Gnade unseres guten und liebenden Vaters und durch eure Sorge, Unterstützung und großzügigen Beiträge haben wir einen historischen Moment erreicht.“ Im 180. Jahr seit der Weihe des ersten koreanischen Priesters, des heiligen Andreas Kim Dae-geon, sei die Zahl der Diözesanpriester in der Erzdiözese Seoul endlich auf 1.000 gestiegen.


Die Vereinigung zur Unterstützung von Berufungen wurde 1975 gegründet. Ihre Unterstützung für die Priester hat drei Säulen:

  • Spirituell: Gebete und Messen für Berufungen
  • Finanziell: Mitglieder der Vereinigung spenden für die Studiengebühren und Lebenshaltungskosten der Seminaristen
  • Gemeinschaft und Bildung: Mitglieder der Vereinigung nehmen an Fortbildungskursen teil, um sie in ihrer Rolle als Förderer von Berufungen zu bestärken

„Eine Berufung ist ein Geschenk Gottes, ja – aber sie ist auch ein Geschenk, das gepflegt und kultiviert werden muss, um zur Vollendung zu gelangen“, sagte Erzbischof Chung in seiner Festpredigt.

Die Zahl der Katholiken in der Erzdiözese Seoul liegt bei über 1,5 Millionen. Das Verhältnis von Gläubigen zu Priestern betrug vor zwei Jahren 1.385 zu 1. Im weltweiten Vergleich ist das ein vergleichsweise niedriger Wert.

Die Wurzeln dieser Entwicklung liegen in der besonderen Geschichte des katholischen Glaubens in Südkorea. Stephany Sun, Kommunikationsmanagerin der Erzdiözese, erklärt: Der katholische Glaube wurde Ende des 18. Jahrhunderts nicht von Missionaren, sondern von Laien eingeführt, die den Glauben über Bücher aus China entdeckten. Zunächst ohne Priester tauften sie einander und bauten Glaubensgemeinschaften auf. Diese Entwicklung von unten führte zu raschem Wachstum, zugleich aber zu brutaler Verfolgung. Schätzungsweise 10.000 Katholiken starben als Märtyrer. Ihr Zeugnis bildet bis heute das spirituelle Fundament der Kirche in Korea.

Eine zentrale Gestalt ist der heilige Andreas Kim Dae-geon, der erste aus Korea stammende Priester. Er wurde 1845 geweiht und nur ein Jahr später im Alter von 25 Jahren als Märtyrer hingerichtet. Er gilt als Schutzpatron des koreanischen Klerus und ist bis heute einer der beliebtesten Heiligen des Landes.

Die Erzdiözese Seoul ist in den weltweiten Fokus gerückt, weil der nächste Weltjugendtag 2027 in Seoul stattfinden wird.

 

Foto: Symbolbild

 


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio 22. August 2026 
 

Das meiste ist in Frage gestellt

@Bilbo B.: und was über unseren Horizont geht, ist nur "symbolisch" gemeint. Ich hatte kürzlich Senioren gefragt, ob sie mal einverstanden wären mit Rosenkranzgeheimnissen 'anderer Art'. Sie stimmten zu. Wir sprachen die derzeitige Glaubenskrise an und dass gerade die Senioren eine wichtige Stütze der Kirche seien. - Dann legte ich kurz dar, dass es 4 marianische Dogmen gäbe: "Unbefleckt empfangen; Mutter Gottes; immer Jungfrau; aufgenommen in den Himmel. Die drei letzten Dogmen wurden kurz erklärt und in Geheimnisse formuliert. (Das 1. Dogma wird später nachgeholt).- Es fällt auf, dass die Zeugen Jehovas derzeit mächtig zugange sind! Sie sind oft gut geschult, und wir sind nicht imstande, unsere wertvolle Glaubenslehre zu verteidigen.


1
 
 Bilbo B. 21. August 2026 
 

Warum so wenige bei uns?

In diesem Kontext stellt sich mir die Frage, warum wir denn so wenige Priesterberufungen bei uns im deutschsprachigen Raum haben? M. E. zerstören der Postmodernismus auf breiter Ebene, der Synodalismus, der Feminismus, der liturgische Wildwuchs und der aus den Fugen geratene Ökumenismus Berufungen schon an den Wurzeln oder erschweren diese beträchtlich. Wenn die Evangelienberichte vor allem narrative Erzählungen irgendeiner nachösterlichen Gemeindetheologie sein sollten, die Jungfräulichkeit Mariens in Frage gestellt wird - gerade auch im biologisch-ganzheitlichen Sinne -, die Wunderzeichen des Herrn, die leibliche Auferstehung Jesu Christi mit dem indikatorisch leeren Grab, die reale Gegenwart Christi in der Eucharistie etc. ausgehöhlt, in Frage gestellt oder gar raffiniert schwurbelnd geleugnet werden, warum sollte da ein junger Mann sich auf die ganzheitliche Nachfolge in so einer in Frage gestellten Sache überhaupt noch einlassen?


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