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Kardinalvikar Reina von Rom würdigt Staatsmann Alcide De Gasperi 72 Jahre nach seinem Tod

20. August 2026 in Chronik, 1 Lesermeinung
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Reina: De Gasperi war ein gläubiger Mann, der über die Trümmer des Krieges hinausblicken konnte – Sein Seligsprechungsprozess läuft


Vatikan (kath.net/pl) Alcide De Gasperi (1881-1954) hatte eine tragende Rolle beim „demokratischen Neubeginn Italiens und beim europäischen Projekt“. Dies äußerte der Kardinalvikar der Diözese Rom, Baldo Reina, in einer Erklärung anlässlich des 72. Todestages des italienischen Staatsmannes am 19. August, wie „Vatican News“ in seiner italienischsprachigen Ausgabe berichtete.

Das Gedenken an De Gasperi (Archivbild) bietet Gelegenheit, „über die Würde der Politik nachzudenken“ und Geschichte in Treue zum Evangelium zu gestalten. De Gasperi sei ein gläubiger Mann gewesen, dessen Glaube „tief, schlicht und niemals zur Schau gestellt“ gewesen sei und der „als Maßstab für die Unterscheidung der Geister“ diente. Die Größe seiner Persönlichkeit habe sich nicht zuletzt in der Fähigkeit gezeigt, „über die Trümmer des Krieges hinauszublicken“. 


Das Gedenken an den Staatsmann, so der Kardinal, biete die Gelegenheit, „eine der Schlüsselfiguren des demokratischen Neubeginns Italiens und des europäischen Projekts“ zu würdigen, aber auch darüber nachzudenken, „welche Würde der Politik innewohnt und wie ein Christ Geschichte in Treue zum Evangelium mitgestalten kann, ohne den Glauben zu einem Machtinstrument zu machen“.

Die Erfahrung faschistischer Verfolgung, der Haft und der „ideologischen Gräben des 20. Jahrhunderts“, so Reina, habe De Gasperi geholfen, ein „hohes Verständnis von Politik zu entwickeln – weit entfernt von der Verlockung der Macht und der Mentalität von Freund und Feind“. In einem Europa, das „die verheerenden Auswirkungen des Nationalismus“ erlebt hatte, wies der Staatsmann den Weg zu „Versöhnung und Institutionen, die in der Lage sind, jahrhundertealte Feindschaften in ein gemeinsames Schicksal zu verwandeln“.

Anschließend erwähnt der Kardinal die Würdigung, die Papst Leo XIV. De Gasperi zuteilwerden ließ; er hebt hervor, dass „seine Liebe zu Gott seinen Einsatz für das Vaterland trug“, und bekräftigt, dass „Politik, Diplomatie und Landesverteidigung zu Instrumenten echter Nächstenliebe werden, wenn sie in demütiger Haltung ausgeübt werden“. Die Erklärung des Kardinal schließt mit dem Hinweis, dass De Gasperis sterbliche Überreste in der römischen Basilika San Lorenzo fuori le Mura ruhen und dass die diözesane Phase seines Seligsprechungsverfahrens am 28. Februar 2025 im Apostolischen Palast im Lateran abgeschlossen wurde.


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Lesermeinungen

 Hängematte 20. August 2026 
 

Seine Verdienste um Italien und um die Einigung Europas sind unbestritten.

Vermutlich ist es ihm zu verdanken, dass der König, der Italien in den ersten Weltkrieg geführt hat und der vorzeitig vor Mussolini kapituliert hat, gehen musste.
Aber was hat er mit Südtirol gemacht???
Die Annexion Südtirols nach dem ersten Weltkrieg hat den Prinzipien des US-Präsidenten Wilson Hohn gesprochen. Unter Mussolini waren die Südtiroler von der Auslöschung bedroht.
Hätte De Gasperi, ein Trientiner, der die Geschichte sicher kannte, nicht Südtirol freigeben müssen???


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