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England und Wales werden dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht

27. Juli 2026 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Alles begann mit Briefen der Laienkatholikin Sarah Scott – Sie schrieb an mehrere Bischöfe und bat um die formelle Weihe von England und Wales an das Herz Jesu – Wunsch nach geistlicher Erneuerung in Zeiten von Unruhe und Spaltung


London (kath.net/Opoka/Vatikan News Polen/red) Die Initiative einer Laienkatholikin bewegte die Bischöfe von England und Wales. Nachdem sie festgestellt hatten, dass seit der Katholikenemanzipation im Jahr 1829 kein formeller Akt der Weihe der beiden Länder an das Heiligste Herz Jesu stattgefunden hatte, beschlossen die Bischöfe, eine solche Weihe durchzuführen. Die Idee entsprang dem Wunsch nach geistlicher Erneuerung in Zeiten von Unruhe und Spaltung.

Der Vorschlag stammte von Sarah Scott, einer einfachen Gläubigen, die sich in Briefen an mehrere Bischöfe wandte und um die formelle Weihe von England und Wales an das Herz Jesu bat. Sie untermauerte ihre Initiative mit einer Petition, in der sie unter anderem schrieb:

„Wir Gläubigen verspüren einen tiefen Ruf, zur Quelle aller Liebe und Barmherzigkeit zurückzukehren. Unsere Nationen blicken auf eine reiche Glaubensgeschichte zurück, doch heute fühlen sich viele Menschen verloren. Wir glauben, dass durch die formelle Anvertrauung unserer Länder, Familien und unserer Zukunft an das Herz Christi eine wahre geistliche Erneuerung beginnen kann. In Zeiten der Angst und Spaltung brauchen wir diesen ‚glühenden Herd der Liebe‘, um unsere Gemeinschaften zu heilen und unsere Führungskräfte zu leiten.“


Ihr Anliegen fand bei den Bischöfen Gehör. Sie prüften, ob ein ähnlicher Akt seit der Katholikenemanzipation im Jahr 1829 bereits vollzogen worden war. Da sie keine Aufzeichnungen über eine solche Weihe fanden, griffen die Bischöfe die Idee gerne auf und beschlossen, den Weiheakt durchzuführen. 

Die britische Verbindung zur Geschichte dieser Andacht

Großbritannien ist fast seit ihren Anfängen mit der Verehrung des Heiligsten Herzens Jesu verbunden.

Der geistliche Begleiter und Verteidiger der heiligen Margareta Maria Alacoque war der französische Jesuit Claude de la Colombière. Er war es, der die Andacht nach England brachte. Im Jahr 1676 wurde er als Prediger für Maria von Modena – die katholische Herzogin von York und spätere Königin von England – nach London entsandt. Er lebte am königlichen Hof von St. James und predigte drei Jahre lang in einer Stadt, in der zu jener Zeit eine starke Feindseligkeit gegenüber dem Katholizismus herrschte. 

Die von ihm auf den Britischen Inseln eingeführte Andacht wurde auch während der Zeit der Katholikenverfolgung im Stillen aufrechterhalten. Im 18. Jahrhundert erhielt sie neuen Auftrieb durch französische Priester, die vor der Französischen Revolution Zuflucht in England gesucht hatten. Die öffentliche und rechtliche Entfaltung der Herz-Jesu-Verehrung wurde erst nach der Katholikenemanzipation im Jahr 1829 möglich. Erst dann konnten Katholiken wieder freier Kirchen bauen. Viele neue Kirchen wurden dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht.

Die Nation in Gottes Händen

Die Inspiration, die Sarah Scott zuteilwurde, ereignete sich zu einer Zeit, als auch amerikanische Bischöfe einen ähnlichen Akt vollzogen hatten – im Juni desselben Jahres. Dieser Weiheakt war mit dem 250. Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung verknüpft; so sollte dieses patriotische Jubiläum nicht nur Anlass für eine nationale Feier sein, sondern auch ein Moment, um das Land geistlich Christus zu weihen.

Die Englische Bischofskonferenz hat angekündigt, den geeignetsten Zeitpunkt und Ort für diese Weihe auszuwählen; Einzelheiten dazu sollen in Kürze bekannt gegeben werden. Vielleicht werden die Bischöfe einen ähnlichen Jahrestag wählen – einen, der für die Geschichte Englands und von Wales von Bedeutung ist –, damit die Nation von der Gerechtigkeit und Barmherzigkeit Christi geleitet werde und nicht allein von menschlichen Interessen und Wünschen.

Foto (c) Vatican Media


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Lesermeinungen

 Lupivius 27. Juli 2026 
 

Diesem Beispiel...

... sollte auch Deutschland folgen - und zwar höchst dringlich!


0
 
 elisabetta 27. Juli 2026 
 

Diese Weihe zum Vorbild nehmen...

...sollten sich alle Länder der EU bzw. Europas und sich ebenfalls dem Heiligsten Herzen Jesu weihen. Es gibt doch eine Europäische Bischofskonferenz, die - in Zeiten wie diesen - dieses Anliegen befürworten müsste. Ich sehe keine Notwendigkeit einer Nachforschung, ob ein Land vielleicht früher schon einmal dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht wurde. Am Beispiel dieser Weihe in England/Wales sieht man, was mutige Laien bewerkstelligen können. Eine EU-weite Petition, an der sich viele Katholiken beteiligen, könnte diesem Wunsch zum Sieg verhelfen. Beten wir darum, dass sich alle Bischöfe dazu entschließen!


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