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Türkei: Behörden genehmigen zwei symbolträchtige Marienfeiern

12. Juli 2026 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Orthodoxe Liturgien am 23. August im Kloster Sumela und in den Ruinen des Klosters Panagia Faneromeni auf der Halbinsel Kyzikos im Marmarameer


Istanbul (kath.net/KAP) Die traditionelle Marienvesper im orthodoxen Kloster Sumela (Archivfoto) im Nordosten der Türkei findet heuer, wie schon im vergangenen Jahr, am 23. August statt. Das hat das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel unter Verweis auf eine entsprechende Genehmigung der türkischen Behörden bekannt gegeben. Wer dem Gottesdienst, zu dem zahlreiche Gläubige erwartet werden, vorstehen wird, ist derzeit noch nicht klar. Patriarch Bartholomaios wird es jedenfalls nicht sein. Die Behörden genehmigten nämlich für den 23. August auch eine zweite symbolträchtige Liturgie: So wird der Patriarch in den Ruinen des historischen Klosters Panagia Faneromeni auf der Halbinsel Kyzikos (türkisch: Kapidag) im Marmarameer einen Gottesdienst feiern.

Beide Wallfahrtstätten - Sumela und Panagia Faneromeni - sind für die griechischen orthodoxen Gläubigen von großer historischer Bedeutung, wie der "Pro Oriente"-Informationsdienst am Dienstag mitteilte. In einer öffentlichen Erklärung brachte das Ökumenische Patriarchat seine Zufriedenheit über die Erteilung der beiden Genehmigungen zum Ausdruck, die es den Gläubigen ermöglichen werden, das Fest der Entschlafung Mariens an zwei der wichtigsten Wallfahrtsorte des christlichen Ostens zu begehen, wie es heißt.


Der Gottesdienst im Sumela-Kloster, der eigentlich meist am 15. August gefeiert wurde, führt jedes Jahr tausende orthodoxe Gläubige aus der Türkei und vielen anderen Ländern zu dem berühmten, in eine Felswand gehauenen Marienkloster. 2010 hatten die türkischen Behörden Patriarch Bartholomaios erstmals erlaubt, am 15. August die Liturgie in Sumela zu feiern. Mehrere Jahre lang konnte Bartholomaios in Sumela dann jeweils das Marienfest feiern. 2015 wurde das Kloster aber wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen und die Marienfeiern entfielen. Seit 2021 konnte der Patriarch dann wieder in gewohnter Weise in Sumela der Liturgie zum Hochfest der Entschlafung Mariens vorstehen. 2025 wurde die Genehmigung dann aber erstmals für den 23. August erteilt. Eine Begründung legten die Behörden nicht vor.

Das Kloster Panagia Faneromeni auf der Halbinsel Kyzikos war einst ein bedeutendes religiöses Zentrum der kleinasiatischen Griechen. Von der Klosteranlage sind nur noch Ruinen erhalten.

Tag des Abschieds

Der 23. August ist in der Orthodoxen Kirche der "Tag des Abschieds" vom Fest der Entschlafung Mariens. Das kirchliche Hochfest der Entschlafung Mariens (katholisch: Mariä Himmelfahrt) wird in der Orthodoxen Kirche gleich mit einer mehrtägigen Festzeit begangen, die am 15. August, dem eigentlichen Festtag, beginnt und am 23. August endet. Vor allem in Griechenland ist der Tag des Abschieds von großer Bedeutung und wird mit Prozessionen mit Marienikonen begangen. Die Gläubigen beten und bitten um die Fürsprache und den Schutz der Gottesmutter.

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