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Serbischer Patriarch mit Trumps "spirituellem Berater" im Kosovo

10. Juli 2026 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Patriarch Porfirije und Vertrauter des US-Präsidenten, Pastor Mark Burns, besuchten serbische Klöster im Kosovo


Pristina (kath.net/KAP) Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat in den vergangenen Tagen gemeinsam mit dem US-Pastor Mark Burns, der als Donald Trumps informeller "spiritueller Berater" gilt, den Kosovo besucht. Ziel des gemeinsamen Besuchs war es demnach, dem Vertrauten des US-Präsidenten die Bedeutung des Kosovo für die Serbische Kirche bzw. das serbische Volk näher zu bringen.

Erste Station war am Sonntag das Kloster Pec, der historische Patriarchatssitz der Serbisch-orthodoxen Kirche. Traditionell wird jeder serbische Patriarch nicht nur in Belgrad, sondern danach nochmals im Kloster Pec inthronisiert. Der Besuch habe die anhaltende Bedeutung des Patriarchats von Pec als "spirituelles Herzstück der Serbisch-orthodoxen Kirche und als Symbol ihrer historischen und kirchlichen Kontinuität" verdeutlicht, hieß es im Anschluss vonseiten der Kirche.


Weitere Stationen waren am Montag das Kloster Gracanica bei Pristina und Visoki Decani. In Gracanica wurden der Patriarch und der Pastor von Bischof Teodosije (Sibalic) von Raska-Prizren, in Visoki Decani von Abt Sava willkommen geheißen. Alle besuchten Klöster gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Burns selbst verlautete auf seinen sozialen Medien, er sei "nicht gekommen, um die Spaltung zu vertiefen, sondern um zuzuhören, zu beten und für Frieden, Versöhnung und Heilung im Kosovo und auf dem Balkan einzutreten". Als "spiritueller Diplomat" sei er überzeugt, "dass Versöhnung damit beginnt, Leid anzuerkennen, das Andenken derer zu ehren, die gestorben sind und für Wahrheit, Frieden und Religionsfreiheit einstehen". Man könne die Vergangenheit nicht ändern, aber man können zusammenarbeiten, um eine Zukunft zu schaffen, in der Gerechtigkeit und Frieden herrschen.

Kosovo-Metohija ist das Herzstück bzw. Kernland der Serbisch-orthodoxen Kirche. Unter Metohija bzw. Metochie versteht man das "Klosterland" im Westen des Kosovo. Eine Aufgabe des Gebietes kommt für die Kirche nicht infrage. Eine direkte oder indirekte Anerkennung der Unabhängigkeit des Kosovo durch Serbien lehnte und lehnt die Kirche kategorisch ab.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Archivfoto Pastor Burns (c) Website Mark Burns


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Lesermeinungen

 pfaelzer76857 10. Juli 2026 
 

Wäre schön, wenn Burns auch hinsichtlich der Versöhnung zwischen den Ethnien in Bosnien und Herzegowina auf den Patriarchen einwirken würde. Da ist das Engagement der Orthodoxen sehr gering. Während sich z. B. Kardinal Puljić von Sarajevo (mittlerweile emeritiert) und Bischof Komarica von Banja Luka während und nach dem Krieg für die Kriegsopfer und Vertriebene einsetzten, hat die serbisch-orthodoxe Kirche da nicht viel gemacht (nur halt für die Serben).

Morgen, 11.07., jährt sich zum 31. Mal der Völkermord von Srebrenica. Der wird seitens Serbiens überwiegend geleugnet. Auch hier kam es nie wirklich zu einer eindeutigen Verurteilung durch das Patriarchat. Im Gegensatz zur katholischen Kirche, die sich da eindeutig positioniert hat. Ein guter Tag für ein Statement des Patriarchen.

Am Rande: Kardinal Puljić nahm letztes Jahr noch am Konklave teil und stand nach dem Habemus Papam neben Papst Leo auf der Loggia.


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