Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Tantum ergo Sacramentum
  3. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  4. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  7. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  8. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  9. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  13. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

Papst und Patriarch unterzeichnen Aufruf zur Einheit der Christen

29. November 2025 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XVI. und Bartholomaios feierten gemeinsam Wortgottesdienst - Beide verpflichten sich, nach gemeinsamem Ostertermin für alle Kirchen zu suchen


Istanbul (kath.net/KAP) Appell an Christen und "alle Menschen guten Willens": Die beiden höchsten Kirchenführer der katholischen und der orthodoxen Welt haben eine gemeinsame Erklärung zur Einheit der Christen unterzeichnet. Papst Leo XIV. und Patriarch Bartholomaios I. signierten den Text am Samstagmittag am Sitz des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel im Istanbuler Stadtteil Phanar. In dem Text rufen sie alle Christen dazu auf, sich für die Überwindung der Kirchenspaltungen einzusetzen.

Wörtlich heißt es in der Erklärung: "Dem Willen unseres Herrn Jesus Christus gehorchend, setzen wir unseren Weg des Dialogs in Liebe und Wahrheit mit fester Entschlossenheit fort, um die erhoffte Wiederherstellung der vollen Gemeinschaft zwischen unseren Schwesterkirchen zu erreichen."

Ferner verpflichten sich die Kirchenführer, nach einem gemeinsamen Ostertermin für alle Kirchen zu suchen. Wegen unterschiedlicher Kalender feiern orthodoxe und katholische Christen Ostern oft an unterschiedlichen Sonntagen. In der Erklärung heißt es dazu: "Wir sind der göttlichen Vorsehung dankbar, dass in diesem Jahr die gesamte christliche Welt Ostern am selben Tag gefeiert hat. Es ist unser gemeinsamer Wunsch, den Prozess der Suche nach einer möglichen Lösung fortzusetzen, um jedes Jahr gemeinsam das Fest der Feste feiern zu können."


Mit Blick auf fortbestehende Spaltungen und Spannungen zwischen einzelnen Kirchen heißt es in dem Text: "Wir ermahnen diejenigen, die noch zögern, sich auf irgendeine Form des Dialogs einzulassen, auf das zu hören, was der Geist den Kirchen sagt, der uns unter den gegenwärtigen Umständen der Geschichte dazu drängt, der Welt ein erneuertes Zeugnis des Friedens, der Versöhnung und der Einheit zu geben. Wir fordern alle Gläubigen unserer Kirchen, insbesondere den Klerus und die Theologen, nachdrücklich auf, die bisher gewonnenen Früchte freudig anzunehmen und sich für deren weiteres Wachstum einzusetzen."

Auch eine Botschaft zur Beendigung der Kriege ist in der Erklärung enthalten: "Das Ziel der Einheit der Christen beinhaltet auch das Bestreben, einen grundlegenden und Leben spendenden Beitrag zum Frieden unter allen Völkern zu leisten.(...) Wir appellieren an diejenigen, die zivile und politische Verantwortung tragen, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um sicherzustellen, dass die Tragödie des Krieges unverzüglich ein Ende findet, und wir bitten alle Menschen guten Willens, sich dieser inständigen Bitte anzuschließen. Insbesondere lehnen wir jede Benutzung der Religion und des Namens Gottes zur Rechtfertigung von Gewalt ab".

Im letzten Absatz des Textes heißt es schließlich: "Auch wenn wir angesichts der aktuellen internationalen Lage zutiefst beunruhigt sind, verlieren wir dennoch nicht die Hoffnung. Gott wird die Menschheit nicht allein lassen."

Vor der Unterzeichnung hatten Papst und Patriarch einem Wortgottesdienst in der Hauptkirche des Patriarchen vorgestanden. Am Ende beteten sie gemeinsam das Vaterunser und spendeten gemeinsam den Segen.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto der Unterzeichnung dieser Erklärung (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  2. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  3. Fünf Jahre seit der Seligsprechung von Kardinal Wyszyński: „Wer hasst, hat schon verloren“
  4. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei
  5. Papst feiert Namenstag: Feiertag im Vatikan
  6. Papst Leo XIV. hebt Gehaltskürzungen im Vatikan auf
  7. Vatikan wirbt für Religionsdialog - Eine Islamfeindlichkeit im Westen?
  8. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  9. US-Bischof Burbidge: „Die Kirche verkündet mutig ihr ‚Ja!‘ zum Schutz der Ungeborenen“
  10. Der Mensch vor dem Algorithmus - Die Würde vor dem System
  11. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  12. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  13. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  14. Gericht stoppt Zwang zur Suizidhilfe für katholische Nonnen in Illinois
  15. Slowakei: Aufrufe zu Lebensschutz und Dialog bei Nationalwallfahrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz