Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  10. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  11. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf
  15. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus

ZDF: „Wenn Schülerinnen verschwinden: Zwangsverheiratet in den Sommerferien“

23. Juli 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


ZDF-Fallbeispiel: Abiturientin wird gegen ihren Willen in eine „islamische Scharia-Ehe“ gezwungen - Terre des Femmes: „An allen Schulen Berlins, die wir besucht haben, erhielten wir die Rückmeldung, dass Fälle von Zwangsverheiratungen vorlagen“


Berlin (kath.net) Einen aufklärenden Beitrag über Zwangsverheiratungen von Schülerinnen, die von Deutschland aus im Familienherkunftsland Ferien machen, bringt das ZDF. Eine palästinenische Abiturientin wird beim Familienurlaub im Herkunftsland zur Heirat gezwungen, ihren eigenen Cousin, wie es in ihrem Umfeld üblich ist. Das ZDF schildert: „Verraten und hilflos fühlt sich die junge Frau, denn vor Ort kann sie nicht mehr Nein sagen. Die Abiturientin wird gegen ihren Willen in eine ‚islamische Scharia-Ehe“ gezwungen, so erklärt sie ZDFheute. Ihrem Cousin gelingt es durch die Heirat, nach Deutschland zu kommen. Dort erwartet sie in ihrer Ehe Missbrauch und Gewalt. Samira sieht als einzigen Ausweg: Untertauchen und Flüchten vor ihrer Familie.“


Es sei schwer zu ermitteln, wie viele Frauen von Zwangsheirat betroffen seien, schildert das ZDF, obendrein sei eine hohe Dunkelziffer zu befürchten. In Berlin waren im Jahr 2022 insgesamt 496 Fälle von geplanten, befürchteten oder vollzogenen Zwangsverheiratungen bekannt geworden, von den Betroffenen waren 91 Prozent weiblich, 88 Prozent der Zwangsverheiratungen fanden im Ausland statt, vorwiegend in den Ferien. Eine Sprecherin von „Terre des Femmes“ beeilt sich hinzuzufügen, dass Zwangsverheiratungen kein ausschließlich islamisches Phänomen seinen, sondern auch Frauen aus osteuropäischen Ländern betroffen wären. Allerdings werden im ZDF-Beitrag ausschließlich Beispiele aus dem islamischen Kulturkreis aufgeführt.

Aufschlussreich ist auch folgende Information des ZDF: „Vor den Sommerferien verschickt das Bezirksamt Neukölln schon seit Jahren ein Informationsschreiben mit Handlungsempfehlungen an Schulen. Nach den Ferien wird geprüft, ob alle Mädchen zurückgekehrt sind - doch manche Plätze bleiben leer.“ Lehrkräfte sind mit dem Fehlen der Schülerin oft überfordert, werden von Eltern direkt in der Schule eingeschüchtert. Und selbst Mädchen mit deutscher Staatsangehörigkeit sind nach Verschleppung ins Ausland oft nur schwer rückholbar, Mädchen ohne deutsche Staatsangehörigkeit überhaupt nicht.

Mädchen, denen die Zwangsheirat droht, können sich davon offenbar oft nur befreien, indem sie mit ihrer Familie komplett brechen, so die Quintessenz des ZDF-Beitrags. Sujetbild des Beitrags ist eine Jugendliche, die Kopftuch/Schleier trägt, so dass nur ihr Gesicht unverhüllt bleibt, und die ihre Hände an eine sie einsperrende Glaswand drückt.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz