Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  3. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  4. Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
  5. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  6. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  7. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  8. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  9. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  10. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  11. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  12. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  13. „Das Ende von Maria 2.0“
  14. Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Engelszell - Das einzige deutschsprachige Männerkloster des Trappisten-Ordens wird zugesperrt.

13. Mai 2023 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nachwuchsmangel und Altersstruktur machen laut Ordensleitung ein Verbleiben in Engelszell in der Diözese Linz nicht mehr möglich


Linz (kath.net/KAP) Vor fast 100 Jahren, im Jahr 1925, haben Trappisten-Mönche das ehemalige Zisterzienser-Kloster Engelszell an der Donau wiederbesiedelt und zu einer neuen Blüte gebracht. 100 Jahre haben die Ordensmänner vor Ort wesentliche Akzente in der Seelsorge und ebenso auch für den Tourismus gesetzt. Aufgrund von Nachwuchsmangel und der Altersstruktur verlassen die letzten vier Trappistenmönche das Stift in Oberösterreich.

Das haben die heimischen Ordensgemeinschaften am Mittwoch mitgeteilt. Generalabt Dom Bernardus Peeters hat demnach in einem persönlichen Schreiben den Linzer Bischof Manfred Scheuer und den Vorsitzenden der Österreichischen Ordenskonferenz, Erzabt Korbinian Birnbacher, im Vorfeld über die Auflösung des Stiftes Engelszell informiert. Birnbacher dazu in einer ersten Stellungnahme: "Ich danke den Ordensbrüdern der Trappisten für ihr Wirken in den letzten 100 Jahren. Den Verantwortlichen des Ordens gilt mein Dank für alle Bemühungen und meine Anerkennung für die klare Entscheidung, die ganz bestimmt nicht einfach zu fällen war.


Ich wünsche den Mönchen alles Gute und Gottes Segen für die Zukunft. Die Österreichische Ordenskonferenz steht den Trappisten auch weiterhin gerne mit Rat und Tat zur Seite und hilft, wo Hilfe erbeten wird." Wie die Trappisten selbst mitteilten, war seit Herbst 2022 eine Kommission für Engelszell im Einsatz. Im April 2023 sei man einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, den Orden um die Aufhebung des Klosters zu bitten und für die Brüder einen neuen Lebensort zu suchen. Der Abschied aus dem Kloster werde in nächster Zeit erfolgen. Einen festen Termin dafür gebe es noch nicht.

Auch für die Wirtschaftsbetriebe und für die Angestellten in den Betrieben sollen laut Orden gute Lösungen gefunden werden.

Seit 1925 in Oberösterreich

Seit 1925 bewohnen aus dem elsässischen Oelenberg stammende Trappisten die leerstehenden Klostergebäude von Stift Engelszell, in denen von 1293 bis 1786 Zisterzienser gelebt hatten. 1931 wurde das Kloster zur Abtei erhoben, 1939 jedoch vom Nationalsozialismus enteignet, vier Mönche starben im Konzentrationslager. 1945 kehrten die Mönche zurück und führten das Pflegeheim weiter, das im Kloster in den Kriegsjahren eingerichtet worden war, später ein modernes Gebäude nahe dem Kloster erhielt und heute von der Caritas geführt wird.

Der Grundbesitz, in der Regel die wirtschaftliche Basis von Klöstern, ist im Falle des Stiftes Engelszell sehr bescheiden. Ein Gutteil der Einnahmen kommt daher aus der Gebäudevermietung und dem Tourismus mit Klosterladen. Neben der traditionellen Likörproduktion ist die in der Amtszeit von Abt Hauseder neu errichtete kleine Brauerei für die Wirtschaft des Klosters bedeutend. Das Trappistenbier entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem gefragten Exportschlager. Das Stift Engelszell ist das einzige deutschsprachige Männerkloster des Trappisten-Ordens, und gerade deshalb war es für die "Zisterzienser der strengen Observanz", die Trappisten genannt werden, von großer Bedeutung.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst: Sexueller Missbrauch in erster Linie ein menschliches Problem
  3. Europas Zukunft im Licht des Evangeliums
  4. Europa kann nur aus seinem Gedächtnis Zukunft gewinnen
  5. Grenzen überwinden, ohne die Wahrheit zu verlieren
  6. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  7. Lichterprozession in Lourdes: Papst betet in Lourdes den Rosenkranz auf Latein
  8. Meloni kündigt Burka- und Niqab-Verbot, Ausländerquoten an Italiens Schulen an
  9. Eucharistische Evangelisationsbewegung ‚Adore Him‘ in den USA
  10. Papst Leo XIV. trifft Missbrauchsbetroffene in Lourdes
  11. Die Würde des Menschen kennt keine Grenze: In den Augen Gottes ist niemand unsichtbar
  12. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  13. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  14. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  15. Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz