Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  2. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  3. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  4. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  5. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  6. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  9. Was auch immer Synodalität sein soll
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  12. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  13. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  14. Wie die Geschichte von Baby Miran ungeborene Kinder rettete
  15. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand

Die Bischöfe selber zahlen aus unseren Kirchensteuermitteln den Preis für ihre Selbstabsetzung.

8. Mai 2023 in Kommentar, 11 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Enttäuscht stellen die Laienfunktionäre vom „ZdK“ fest, dass in Rom niemand mit ihnen reden möchte - Der Montagskick von Peter Winnemöller


Linz (kath.net)

So! Jetzt wissen wir es: Alle Bischöfe haben die Reformen des „Synodalen Weges“ umzusetzen. Sofort! Gefälligst! Und der „Synodale Ausschuss“ kommt nicht mehr mit einer bischöflichen Sperrminorität. Und überhaupt! Das Zentralkomitee hatte Vollversammlung. Rechtzeitig zur Krönung von Charles III. waren sie fertig und konnten heimfahren. Außerhalb der kirchlichen Nachrichtenfilterbubble, davon kann man ausgehen, hat man allenfalls das Grußwort des bayrischen Ministerpräsidenten mitbekommen. Es ist Wahlkampf und Söder braucht die Stimmen der Katholiken. Folglich gab es etwas PR- Hilfe aus der CSU- Zentrale. Das war es dann aber auch.

Die Rede der Präsidentin des „ZdK“ dürfte in der Tat allenfalls hauptsächlich von den üblichen Verdächtigen zur Kenntnis genommen worden sein. Für den deutschen Funktionärskatholizismus interessieren sich – außer den mit kirchlichen Nachrichten befassten Journalisten – eben tatsächlich bestenfalls Politiker im Wahlkampfmodus und Bischöfe unter Vertuschungsdruck. Das wohl beste Beispiel dafür ist der Ex-Vorsitzende der DBK, Robert Zollitsch. Ausgerechnet der Superli(e)berale findet sich jetzt in der Rolle des Obervertuschers wieder. Ausgerechnet von jenen, die ihn einst umschwärmten wurde er für vogelfrei erklärt. Mit entsprechend kräftigen Worten hat sich die Präsidentin von ihm verabschiedet. Aller Augen warten nun gespannt auf Trier. Anfanghaft dürfte sich nämlich im deutschen Laienfunktionärskatholizismus die Erkenntnis durchsetzen, dass man nur für Ablenkungsmanöver gebraucht wurde.

Sowohl ein Vorsitzender Zollitsch als auch ein Vorsitzender Marx hatten die Laienfunktionäre plötzlich ganz doll lieb, als ihnen nämlich die Missbrauchsskandale und - gutachten um die Ohren flogen. Da kamen die katholischen Funktionäre ganz recht und man konnte mit populistischem Getöse und exorbitant teuren Veranstaltungen schön von sich und eigenem Versagen ablenken. Es hat funktioniert. Bis jetzt. Langsam trudeln die Enttäuschungen rein. Was jeder mit ein wenig Kenntnis der Kirche vorhersehen konnte, rollt nun über die Funktionäre herein. Ein „Nein“ aus Rom jagt das nächste. Was bleibt ist die übliche Propagandashow. Man behauptet, Rom habe etwas verboten, was man gar nicht fordere (Synodaler Rat) oder Rom missverstehe da etwas (Segnungen) und wir sind ja schon viel weiter (Taufen und Predigten durch Laien). Die Welle rollt und rollt und rollt. Es gibt kein Zurück mehr auf dem eingeschlagenen Reformweg. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein.


Die Folge wird ein fortschreitend wachsender kirchlicher Flickenteppich sein. Laienpredigt hier, Laientaufe dort und katholischen Inseln dazwischen, die das alles nicht mitmachen (wollen). Es erinnert alles an die Zeit der Reformation als auch nicht jeder sofort erkennen konnte, ist diese (meine) Gemeinde katholisch oder folgt sie dem (oder einem) reformierten Weg. Neben den Enttäuschungen für die Laienfunktionäre, dass nun nicht (alle und gefälligst und sofort) ihren teils häretischen Vorstellungen folgen, stehen die bitteren Enttäuschungen katholischer Laien, erleben zu müssen, wie vielleicht der heimische Pfarrer plötzlich dem „Synodalen Weg“ folgt. Oft genug mag es guter Wille sein, um die Menschen in der Kirche zu halten, doch am Ende wird nur die Wahrheit die Menschen in der Kirche halten. Was mahnende Stimmen wieder und wieder prophezeit haben, tritt nun ein: Die Spaltung unter den Bischöfen, Priestern und Laien wird sich in den kommenden Jahren weiter und weiter vertiefen. Die umstrittenen Papierberge des „Synodalen Weges“ liegen der Kirche schwer im Magen. Diese Unverdaulichkeiten spalten, spalten und spalten.

Enttäuscht stellen die Laienfunktionäre vom „ZdK“ fest, dass in Rom niemand mit ihnen reden möchte. Natürlich wird in Rom niemand eine Delegation aus DBK und „ZdK“ empfangen wollen. Selbst den wohlmeinenden oder den reformwilligen Kurialen geht der deutsche Sonderweg entschieden zu weit. Von den lautstarken Protesten aus der Weltkirche einmal abgesehen, wird niemand im Rom riskieren, dem umstrittenen „Synodalen Weg“ aus Deutschland auch nur den Hauch eines Schattens von Legitimität zu verleihen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis man seitens des „ZdK“ auch nicht mehr mit Rom wird reden wollen. Das Dilemma ist leicht zu erkennen. Einerseits kann Rom dem schismatischen Geschehen in Deutschland beim besten Willen keine Legitimation verleihen, andererseits hören aber die Funktionäre nicht die Rufe zur Umkehr.

Was die jüngste Vollversammlung des „ZdK“ anbetrifft, kann man nur von erwartbaren Ereignissen reden. Allenfalls der scharfe Ton war ein wenig überraschend. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die für April erwartete Sicherstellung der Finanzierung des „Synodalen Ausschuss“ noch immer auf sich warten lässt. Der Ständige Rat der DBK soll dafür Haushaltsmittel in Höhe von 2,5 Mio Euro genehmigen (oder ablehnen). Unsicher ist ebenfalls, ob alle Bischöfe an dem ab November tagenden Gremium teilnehmen werden. Um direkt klarzumachen, welcher Wind dort weht, hat die Präsidentin des „ZdK“ schon einmal klar gemacht, dass man dort keine bischöfliche Sperrminorität mehr dulden wird. Erneut kann man Rom dankbar sein, dass klargestellt wurde, dass kein Katholik einem solchen Gremium in irgendeiner Weise folgen muss. Der Treppenwitz der Geschichte ist, zugleich zu behaupten, Bischöfe nicht entmachten zu wollen und im nächsten Satz eine Sperrminorität abzulehnen. Es müsste nun eigentlich jeder merken, was die Bewilligung der VDD-Haushaltsmittel in Höhe von 2,5 Mio Euro für den „Synodalen Ausschuss“ bedeutet. Die Bischöfe selber zahlen aus unseren Kirchensteuermitteln den Preis für ihre Selbstabsetzung.

Es könnte in der Tat vom Zuschnitt (Satzung / Geschäftsordnung) des „Synodalen Ausschuss“ abhängen, ob Katholiken in Deutschland dann noch Kirchensteuer an daran beteiligte Bistümer entrichten dürfen. Eine gewisse Verunsicherung schon jetzt zu formulieren, ist sicher kein Fehler. Handelt es sich um eine neue Form der Leitung, die anzunehmen den Katholiken auferlegt wird, so darf dem nicht Folge geleistet werden. Der „Synodale Ausschuss“ wird unverständlicherweise von Rom geduldet. Der „Synodale Rat“ ist definitiv und ohne wenn und aber verboten worden. Das sollten auch die beteiligten Bischöfe bedenken und danach handeln. Für gewöhnliche katholische Gläubige beginnt eine Zeit wirklich großer Unsicherheit. Wie weit darf man dem eigenen Bischof noch folgen? Was ist, wenn man den Eindruck gewinnt, dies nicht mehr zu können? Wohin soll man sich wenden? Langsam könnte sich das römische Laiendikasterium einschalten und einen Leitfaden für katholische Gläubige in Deutschland veröffentlichen, denn irgendwann ist man auch als gutwilliger, gutgläubiger und zur Treue gewillter Katholik mit seinem Latein am Ende.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Was auch immer Synodalität sein soll
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Die Krise des Bischofsamtes
  6. Der Bischof und der Denunziant
  7. Das Schweigen der Bischöfe zur Causa Spahn
  8. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  9. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  10. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  3. Der „Hirt des Hermas“: Als ein frühchristliches Erbauungsbuch hoch im Kurs stand
  4. 'Tatsächlich Gott'
  5. Wir können NICHT schweigen!
  6. Marco Rubio in Athen: Ein Aufruf zur Rückbesinnung auf die christlich-abendländischen Wurzeln
  7. „Ceresanis reale Eschatologie zum Jubiläum 2033 spricht in dieser Form des Romans…“
  8. Studium zwischen Verstand, Erinnerung und Glauben. Das Herz der Wahrheit
  9. Das 'Schwert des Heiligen Michael': Eine mysteriöse Linie, die sieben Heiligtümer verbindet
  10. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  11. Papst Leo XIV. entgeht knapp einer Geldstrafe in Peru
  12. Kardinal Müller ruft zum Marsch fürs Leben 2026 in Wien auf: Über 3.000 Teilnehmer erwartet
  13. Australien: 400 Prozent Anstieg von Euthanasiefällen in fünf Jahren
  14. Frankreich: Über 23 Millionen Zuschauer verfolgten die Reise von Papst am Bildschirm
  15. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz