Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  2. Das Gratis-Christentum des Hendrik Wüst
  3. Vatikan reagiert auf LGBT-Sexualkonzept für katholische Schulen in Hamburg!
  4. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  5. Ablehnung ökumenischer Konzile ist modernistisch
  6. Tragisches Ende einer Medjugorje-Wallfahrt: Zwölf polnische Pilger sterben bei Busunglück in Ungarn
  7. Der Bischof und der Denunziant
  8. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  9. Der integre Leib der Gottesmutter und ihr unbeflecktes Herz
  10. Der Glaube, der Gott nicht loslässt
  11. SPÖ-Ministerinnen fordern ‚Schutzzonen‘ um Abtreibungskliniken
  12. Die denkwürdige Wandlung des Tucker Carlson
  13. Nach Lebensschutzdemonstration: Zwölf Polizisten von Linksradikalen verletzt
  14. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  15. Töten bis zur Geburt - Aber US-Gouverneurin bleibt 'stolze Katholikin'

Kardinal Kasper kritisiert Bischof Bätzing

28. Jänner 2023 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Selbstverzicht der Bischöfe ist unredliche und widersprüchliche Trickserei“. Pressemitteilung von der Initiative Neuer Anfang.


Neuss (kath.net/ pm)

Kardinal Kasper hat in einer aktuellen Stellungnahme der Analyse unserer Initiative explizit zugestimmt, wonach der Versuch Bischof Bätzings, die päpstliche Anordnung zum Verbot eines Synodalen Rates zu umgehen, nichts weiter als ein Trick sei.
Kasper betont, hinter dem aktuellen Schreiben aus Rom stehe „die Autorität des Papstes und letztlich das Zweite Vatikanische Konzil“. Das könne nicht durch „trickreiche Umdeutung ausgehebelt werden“. Auf die „sakramental übertragene Vollmacht in der Nachfolge der Apostel“ könne ein Bischof nicht „ohne die Verletzung der ihm persönlich übertragenen Verantwortung nachträglich durch Selbstbindung an einen Synodalen Rat ganz oder teilweise verzichten“. Die Theorie vom Selbstverzicht der Bischöfe bezeichnet Kasper als „in Wahrheit eine unredliche und in sich widersprüchliche Trickserei.“


Als Laien-Initiative sind wir dankbar für diese Klarstellung und die Bestätigung unserer Einschätzung, dass die Missachtung der päpstlichen Weisung die Krise in Deutschland verschärft und die Katholische Kirche in Deutschland sehenden Auges an den Rand eines Schismas treibt.


In einer Stellungnahme vom 25. Januar 2023 haben wir als Initiative ausführlich die durchschaubare Taktik der Führung des Synodalen Weges analysiert und einen sofortigen Stopp des sogenannten „Synodalen Ausschusses“ gefordert. Der Papst hat unmissverständlich die Installation eines Synodalen Rates auf allen kirchenrechtlichen Ebenen untersagt. Wo kein legitimes Ziel mehr vorhanden ist, braucht es keine Ressourcenverschwendung, um untersagte Gremien zu organisieren – es sei denn man will die Katholische Kirche in Deutschland mit voller Fahrt in den Abgrund einer Spaltung mit Rom führen. Das ernste Schreiben aus Rom ist kein gutgemeinter Serviervorschlag, sondern eine „in forma specifica“ ausgestellte – also rechtsverbindliche und auch finale – päpstliche Anordnung, die keine Deutlichkeit vermissen lässt.
Die Erklärung und Forderung der Initiative im vollen Wortlaut
Den vollen Wortlaut der Erklärung von Kardinal Kasper



Mehrfach hat sich Kardinal Walter Kasper bereits mit scharfer Kritik zu den Debatten auf dem deutschen "Synodalen Weg" zu Wort gemeldet und Inhalte, aber auch Vorgehensweisen scharf kritisiert, nachzulesen auf unserer Internetseite:

1. Kasper zum Synodalen Rat: "Ein solcher Oberster Sowjet in der Kirche wäre offensichtlich keine gute Idee."
Kardinal Walter Kasper erklärte in seinem Vortrag zum Online-Studientag über "Wahre und falsche Reform der Kirche" bereits am 19. Juni 2022, warum die aktuellen Selbstverpflichtungen der Bischöfe auf Verzicht der Anwendung von Kirchenrecht nur ein „fauler Trick“ seien, der einem kollektiven Rücktritt der Bischöfe gleichkäme und warum Synoden nur außerordentliche Unterbrechungen sein können und keine synodalen Kirchenregierungen. Er formulierte aber auch, warum ein geplanter "Synodaler Rat" in Form eines solchen Rätesystems "keine christliche, sondern eine aus ganz anderem Geist oder Ungeist kommende Idee" sei. Kasper: "Es würde die Freiheit des Geistes, der weht, wo und wann er will, abwürgen und die Struktur zerstören, die Christus für seine Kirche gewollt hat." Er zog zudem einen deutlichen Vergleich zum Synodalen Rat: "Ein solcher Oberster Sowjet in der Kirche wäre offensichtlich keine gute Idee."

2. „Der Synodale Weg hat sich selbst zur Farce einer Synode gemacht“
Bereits am 7. November 2021 hat Kardinal Walter Kasper ebenfalls bei einem Vortrag im Rahmen eines Online-Studientages der Initiative Neuer Anfang zur Frage des Sendungsauftrages der Kirche Stellung genommen und die eigene Hierarchie der Kirche analysiert. Anlass war das Dokument des Synodalen Weges zu „Macht und Gewaltenteilung in der Kirche - Gemeinsame Teilnahme und Teilhabe am Sendungsauftrag“. Kasper geht der Frage nach: Wozu ist die Kirche da, wofür steht sie, wofür steht das Bischofsamt und in welcher Weise können alle Christen daran teilhaben?  Er hatte bei dieser Gelegenheit aber auch das unsynodale Miteinander auf dem deutschen Weg kritisiert. Kasper: „Eine Synode soll also nicht eine Minderheit ohne seriösen Austausch der Argumente niederstimmen und abzuschmettern, wie es bei der letzten Sitzung des Synodalen Wegs geschehen ist. Damit hat sich der Synodale Weg selbst zur Farce einer Synode gemacht.“  Kaspers Vortrag unter dem Titel: „Vollmacht, Macht und Hierarchie in der katholischen Kirche“ findet sich in voller Länge hier unter dem Link.

 

Die Initiative Neuer Anfang ist ein Kreis von Theologen und Laien, die dazu anregen, Reformvorhaben in der Kirche am Evangelium auszurichten. Ihr Reform-Manifest, das mit neun Thesen zum Synodalen Weg zur Einheit mit der Weltkirche aufruft, durften sie im Namen von fast 7.000 Unterzeichnern am 05. Januar 2022 in Rom dem Heiligen Vater übergeben. Weitere Informationen zur Initiative und das Manifest im Wortlaut auf der Homepage: https://neueranfang.online.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. „Trägt der synodale Prozess dazu bei, die Seelen Christus und dem ewigen Heil näherzubringen?“
  3. "... der Sieg, der die Welt besiegt hat, ist unser Glaube” (1 Joh 5,4)"
  4. "Mit Leib und Seele bei Gott – unsere Berufung zur Vollendung"
  5. Schwuler Aktivist übt scharfe Kritik an Jens Spahn: „Es gibt kein Grundrecht auf ein Kind!“
  6. Iranischer Christ warnt vor Ausbreitung des Islam im Westen
  7. Britischer Millionär finanziert Rechtskosten für Christen, die wegen Straßenpredigten angeklagt sind
  8. Papst warnt vor eigenmächtigen Änderungen bei der Messe
  9. "Für kein Geld der Welt"
  10. Bartholomaios kritisiert Moskauer und Belgrader Patriarchen
  11. FEST MARIA KÖNIGIN - Einladung zur Gebets-Novene zur Muttergottes - 13. bis 21. August
  12. Warum der Teufel das Braune Skapulier so sehr hasst!
  13. In Zell am Ziller eröffnet ein Museum über den Heiligen Engelbert Kolland
  14. Das Ziel, für das der Mensch bestimmt ist. Die Aufnahme Mariens als Verheißung des ewigen Lebens
  15. Gott hingegen vergeht nie! Wir existieren, weil er uns liebt!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz