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'Welt' an Bischof Bätzing: Warum haben Sie die Gläubigen in Deutschland so lange getäuscht?

27. Jänner 2023 in Deutschland, 29 Lesermeinungen
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Bätzing beschwert sich in einem "Welt"-Interview massiv über den Papst und seine Art, Kirchenführung durch Interviews wahrzunehmen. Der Kirchenmann aus Limburg verliert fast die Nerven und meint über eine Franziskus-Aussage "Was soll das?"


Limburg (kath.net)

Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), hat sich in einem Interview mit der "Welt" über den Regierungsstil von Papst Franziskus beschwert und sich eingestanden, dass man grundverschiedene Vorstellungen von Synodalität habe. "Der Papst versteht darunter ein breites Sammeln von Impulsen aus allen Ecken der Kirche, dann beraten Bischöfe konkreter darüber, und am Ende gibt es einen Mann an der Spitze, der die Entscheidung trifft. Das halte ich nicht für die Art von Synodalität, die im 21. Jahrhundert tragfähig ist.", meint Bätzing.

Spannend ist dann die Frage des "Welt"-Reporters an Bätzing daran erinnert, dass Papst Franziskus klar gesagt habe, dass der Synodale Weg in Deutschland „nicht hilfreich“ sei und eine eine Veranstaltung von „Eliten“ sei. "Sie dagegen haben jahrelang beteuert, Franziskus unterstütze den Synodalen Weg. Warum haben Sie die Gläubigen in Deutschland so lange getäuscht?", fragt Lucas Wiegelmann. Bätzing behauptet in seiner Antwort, dass der Papst im November beim Ad-limina-Besuch nicht mit ihm darüber gesprochen habe. Dann kritisiert der Bischof von Limburg, "diese Art, Kirchenführung durch Interviews" wahrzunehmen.


Schließlich versucht Bätzing erneut, die klare Papst-Kritik an den "Eliten" umzudeuten und meint, dass man dies natürlich auch als Kompliment verstehen könne. Rom und Papst Franziskus unterstellt er außerdem, dass diese die systemischen Ursachen, Hintergründe und Faktoren dieses "Skandals" (A.d.Red.: Gemeint sind die Missbrauchsfälle) weiter einfach nicht sehen wollen. Schließlich wird Bätzing in dem Interview zumindest verbal fast zornig und meint zur Debatte um den Zölibat, dass der Papst das doch selbst auf der Amazonien-Synode zugelassen habe. "Das jetzt als ideologische Debatte zu bezeichnen, wo der Heilige Geist sozusagen fluchtartig den Raum verlässt – was soll das?"

Bätzing gestand sich dann auch ein, dass kein direkter Gesprächskanal mit Franziskus bestehte. Der "Welt"-Reporter erklärt Bätzing dann in seiner Abschlussfrage, dass doch das Gegenteil von dem sei, was der Synodale Weg sagt und Franziskus sagt "Hört auf damit, ich möchte es nicht." Bätzing behauptet schließlich, dass Franziskus das nie gesagt habe.


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