Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  3. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  10. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  11. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  12. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  13. Militärdienst auch für Geistliche: Schweizer Kirchen protestieren
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise

Medjugorje-Jugendfestival endet mit Aufruf zum "Zeugnis"

6. August 2021 in Jugend, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nuntius Pezzuto: Jugendliche lassen die Kirche erkennen, "was der Heilige Geist wünscht" - Über zehntausend Mitfeiernde vor Ort, bis zu fünf Millionen via Livestream


Medjugorje (kath.net/KAP) Mit einer Sendungsfeier am Donnerstagabend und einer Bergmesse am Freitagmorgen ist in Medjugorje das Internationale Jugendfestival zu Ende gegangen. Die Kirche benötige heute dringender denn je das Zeugnis Jugendlicher, "um zu erkennen, was der Heilige Geist wünscht", sagte dabei in seiner Predigt der Apostolische Nuntius für Bosnien und Herzegowina, Erzbischof Luigi Pezzuto. Der zuvor schon beim Auftakt des Treffens anwesende Vertreter von Papst Franziskus erklärte, dass Gottes Vorsehung Medjugorje die "besondere Präsenz des Übernatürlichen" zugedacht habe. Er betete für ein Ende der Covid-Pandemie und darum, "dass diese nicht die Hoffnung der Menschheit auf bessere Zukunft zerstört".

Zu der knapp einwöchigen Glaubensveranstaltungen waren über zehntausend Jugendliche aus 54 Ländern, darunter mehrere hundert aus Österreich, in den bosnischen Wallfahrtsort gereist. Hauptschauplatz des im Kroatischen als "Mladifest" bezeichneten Treffens war der Außenaltar hinter der Pfarrkirche, der vor der Pandemie bis zu 50.000 Jugendlichen Platz geboten hatte. Nach einer stark eingeschränkten Veranstaltung im Vorjahr konnten aufgrund gelockerter Reisebedingungen heuer wieder zahlreiche Gruppen aus aller Welt teilnehmen, wobei diesmal die teilnehmerstärksten Länder neben den bosnischen und kroatischen Gastgebern Polen, Ukraine und Rumänien waren.

Schwerpunkte des in 18 Sprachen übersetzten Programms waren an den Vormittagen Glaubenszeugnisse und Katechesen, die vom emeritierten Kurienkardinal Robert Sarah sowie Bischöfen und Priestern geleitet wurden, sowie jeweils eine jeweils ausführliche Abendliturgie mit Gebeten, Eucharistiefeier und christlicher Musik. Bei den Heiligen Messen konzelebrierten bis zu 350 Priester, die Live-Übertragungen des Abendprogramms wurden jeweils von mehr als 4 Millionen Zusehern - bei der Abschlussmesse sogar über 5 Millionen - mitverfolgt. Papst Franziskus hatte sich bei der Eröffnung mit einer Grußbotschaft an die Teilnehmer gewandt, auf die Nuntius Pezzuto mehrmals Bezug nahm.


Sarah: Nicht die eigenen Kräfte zählen

Beim Vortrag von Kardinal Sarah war am Dienstag das Sakrament der Taufe als "eigentlicher Beginn des ewigen Lebens" im Mittelpunkt gestanden. Um das von Jesus in Aussicht gestellte ewige Leben und die "Neugeburt aus dem Heiligen Geist" zu erlangen, sei es notwendig, sich auf Gott anstatt nur auf die eigene Kraft zu verlassen und keine Angst zu haben, Zeugnis für ihn abzulegen, sagte der frühere Kurienpräfekt in seiner mehrteiligen Katechese. Die Jugendlichen rief er dazu auf, im eigenen Leben das Prinzip der "Selbsthingabe" umzusetzen, sich auf das "Abenteuer einer christlichen Ehe" einzulassen und die Morallehre der Kirche, welche Tugenden hervorhebe, als Hilfen zu einem glücklichen Leben zu erkennen.

Gott erwarte heute von Jugendlichen das Zeugnis eines Glaubens, der sich bei Gegenwind ganz auf ihn verlasse, erklärte in einer weiteren Katechese der Danziger Erzbischof Tadeusz Wojda. Probleme und Widrigkeiten würde Gott dabei nur deshalb zulassen, damit der Glaube "gereinigt, gestärkt und vertieft" werde. Darum gelte es zu beten. Gott benötige zudem den Mut, Enthusiasmus und die Tatkraft der Jugendlichen und wünsche, dass sie sich ihm als "Werkzeug für die Verbreitung von Licht und Hoffnung" zur Verfügung stellten. Wer sich im Gebet Maria, der Mutter Jesu, anvertraue, könne fest auf ihre Hilfe zählen bei der Beantwortung der Frage: "Was muss ich Gutes tun?".

Spürbare Barmherzigkeit

Vom Auftrag, die selbst gemachte Erfahrung der Liebe Gottes anderen Menschen mitzuteilen, sprach der Provinzial der Franziskaner, P. Miljenko Steko. Die Erinnerung an die Freundlichkeit und Güte des Vaters sei dasjenige gewesen, was den verlorenen Sohn im biblischen Gleichnis zurückkehren gelassen habe, sagte der Ordensmann in einer Predigt am Montagabend. Die Liebe und Barmherzigkeit Gottes werde in Medjugorje für viele Menschen sichtbar und spürbar. Dies komme vor allem im enormen Zulauf zum Beichtsakrament zum Ausdruck, mit dem oft eine Rückkehr zu Gott und eine grundlegende Veränderung des Lebens verbunden sei.

Zur Beichte rief auch der spanische Rapper Grilles am Mittwoch auf, als er vor den Jugendlichen sein Lebenszeugnis darlegte. Die Kirche sei ein "Feldlazarett", bestehe sie doch aus Menschen, die nicht perfekt seien, sondern alle der Heilung bedürften. "Wir sind im gleichen Boot, denn wir alle haben Dreck am Stecken. Unsere Sünden sind jedoch das einzige, was Gott von uns haben will. Dafür gab er wortwörtlich seinen letzten Blutstropfen", so der christliche Musiker. Als Kurzbeschreibung des Bußsakraments formulierte er, "dem Priester das aufzubürden, womit ich mir selbst, dem anderen und Gott Schaden zugefügt habe".

40 Jahre Phänomen Medjugorje

Viele hätten in Medjugorje zudem ihre Berufung zum Priester- oder Ordensleben entdeckt, wie in einem weiteren Zeugnis Bischof Guido Gallese aus eigener Erfahrung berichtete. Der Leiter der norditalienischen Diözese Alessandria war 1982 als 20-jähriger Mathematikstudent mit seinen Eltern erstmals in den damals jugoslawischen Wallfahrtsort gekommen. Die Glaubensstärke der Menschen, die er dort antraf - "dieser großen, starken kroatischen Männer mit dem Rosenkranz in der Hand" - hätten ihn überzeugt, dass die aus Medjugorje berichteten Marienerscheinungen der Wahrheit entsprächen, erklärte Bischof Gallese.

Mehrmals wurde bei der Jugendbegegnung auf das 40-Jahres-Jubiläum der ersten Erscheinungen am 24. und 25. Juni 1981 in Medjugorje verwiesen, die den Anfangspunkt der regen Wallfahrtstätigkeit bildeten. Sechs Kinder des südlich der Stadt Mostar gelegenen Ortes mit heute 2.300 Einwohnern erklärten damals, sie hätten die Mutter Jesu gesehen und mit ihr auch gesprochen. Die von der Kirche bis heute offiziell nicht anerkannten Erscheinungen dauern nach Angaben der inzwischen erwachsenen Seherinnen und Seher - alle sind verheiratet, haben Kinder und teils bereits Enkel - mit großer Häufigkeit an, bei drei von ihnen sogar im Tagesrhythmus. 2019 hatte Papst Franziskus offizielle katholische Pilgerfahrten in den Wallfahrtsort erlaubt.

Copyright 2021 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich

Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  7. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  8. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  9. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  10. Sozialethiker Rhonheimer: Nicht der Kapitalismus verursacht Armut
  11. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  12. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  13. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz