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Franz Jung wurde zum Bischof von Würzburg geweiht

11. Juni 2018 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Franz Jung im Kiliansdom zum Bischof geweiht und als 89. Bischof von Würzburg eingeführt – Metropolit Erzbischof Schick: „Hirten müssen die Herde kennen so gut es geht“ – Mehr als 2000 Gläubige feiern im Dom und auf Plätzen mit


Würzburg (kath.net/POW) Franz Jung (52) ist seit Sonntagnachmittag, 10. Juni, Bischof von Würzburg. Bei einem festlichen Gottesdienst im Würzburger Kiliansdom vollzog die Weihe der Metropolit und Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick als Hauptkonsekrator. „Freut Euch auf ihn! Er heißt nicht nur Jung, er ist auch jung und dynamisch, voller Hoffnung, wie sein Wappen sagt, und voller Energie“, rief der Erzbischof den Würzburgern zu. „Nehmt ihn offen auf und arbeitet gut mit ihm zusammen zur Ehre Gottes sowie zum Wohl und Heil der Menschen!“ Konkonsekratoren waren Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Jungs Heimatbistum Speyer, und Bischof em. Dr. Friedhelm Hofmann, Jungs Amtsvorgänger. Im Anschluss an die Weihe nahm Jung das Kiliansbistum kirchenrechtlich in Besitz, indem er sich auf die Kathedra im Hochchor setzte.

Bischof Jung ist der 89. Bischof auf dem Stuhl des heiligen Burkard seit der Gründung der Diözese durch den heiligen Bonifatius im Jahr 742. Bischof em. Hofmann, der das Bistum Würzburg von 2004 bis 2017 geleitet hatte, brachte während der Weihehandlung den Kiliansstab herbei, den Bischof Jung vor mehr als 1200 Gästen im Dom entgegennahm. Die drei Konsekratoren führten den neuen Bischof von Würzburg zur Kathedra, zum Sitz des Bischofs von Würzburg im Kiliansdom. Im Neumünster und am Kiliansplatz verfolgten mehrere hundert Menschen das Geschehen auf Großbildschirmen, zahlreiche Menschen sahen die Zeremonie bundesweit im Bayerischen Fernsehen, andere verfolgten sie als Livestream im Internet oder hörten der Radioübertragung des BR zu. Die Feier war eine Premiere im nach den Kriegszerstörungen erst 1967 wiedereröffneten Kiliansdom: Dr. Matthias Ehrenfried war im Jahr 1924 der letzte Würzburger Bischof, der im Dom die Bischofsweihe empfing.

„Nun lob, meine Seel, den Herren“

Punkt 14 Uhr begann der Festgottesdienst, den das Bayerische Fernsehen live übertrug. „Nun lob, meine Seel, den Herren“, sang der Domchor unter Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid beim Einzug des am 16. Februar 2018 zum Bischof von Würzburg Ernannten. Zu den Konzelebranten zählten Kardinal Friedrich Wetter, der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Nikola Eterović, die Bischöfe Dr. Gregor Maria Hanke (Eichstätt), Dr. Konrad Zdarsa (Augsburg), Dr. Stefan Oster (Passau), John C. Ndimbo (Mbinga/Tansania), Bernardo Johannes Bahlmann (Óbidos/Brasilien), Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, Diözesanadministrator Weihbischof Ulrich Boom sowie Domvikar Dr. Burkhard Rosenzweig, Vorsitzender des Klerusvereins Würzburg. Als Metropolit der Bamberger Kirchenprovinz, zu der das Bistum Würzburg zählt, eröffnete Erzbischof Schick die Feier. Er begrüßte die Gäste aus Kirche, Politik und Gesellschaft, unter ihnen Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Kirchenrat Andreas Werner als Vertreter der Regionalbischöfin Gisela Bornowski, eine Delegation aus Speyer sowie alle Mitfeiernden im Neumünster und auf dem Kiliansplatz sowie an den Bildschirmen.

Band der Einheit zwischen Orts- und Universalkirche

Mit dem Evangelienwort „Ich bin der gute Hirt; ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich“ beschrieb der Nuntius in seinem Grußwort das Lebensprogramm eines jeden Bischofs. Bischof em. Hofmann dankte er im Namen von Papst Franziskus für „all das Gute, das er im Laufe seines Hirtendienstes getan hat“. Ebenfalls Dank sagte er Diözesanadministrator Boom, der das Bistum gut verwaltet habe. An Dr. Jung gewandt sagte Erzbischof Eterović : „Im Namen des Bischofs der Kirche von Rom, die den Vorsitz in der Liebe hat, wünsche ich Ihnen auf die Fürsprache der seligen Jungfrau Maria und der Heiligen Kilian, Kolonat und Totnan alles Gute und Gottes reichen Segen für Ihren pastoralen Dienst. Vom Heiligen Geist geführt, mögen Sie das Wort unseres Herrn Jesus Christus auf beste Weise erfüllen, dass Sie die Herde der Christen und die Christgläubigen Sie kennen, indem Sie den Katholiken und allen Bewohnern innerhalb der Diözese Würzburg nahe sind.“ Nach seiner Ansprache überreichte Nuntius Eterović die päpstliche Ernennungsurkunde an Weihbischof Boom. Mit dieser Geste werde das „starke Band der Einheit und der Liebe“ zwischen dem Bischof der Ortskirche und dem Bischof von Rom deutlich. Weihbischof Boom bat in seiner letzten Amtshandlung als Diözesanadministrator den Bamberger Erzbischof, Dr. Franz Jung zum Bischof zu weihen.


Domdekan Prälat Günter Putz verlas die deutsche Übersetzung. Papst Franziskus schreibt in dem Dokument, dass der bisherige Generalvikar der Diözese Speyer, Franz Jung, mit der gesunden Lehre vertraut sei, das geistliche Leben pflege und in theologischen und weltlichen Wissenschaften erfahren sei. „Daher ernennen wir Dich nach Anhörung der Kongregation für die Bischöfe gemäß dem geltenden Recht und kraft unserer Apostolischen Vollmacht zum Bischof der Ortskirche von Würzburg, verleihen Dir die mit diesem Amt verbundenen Rechte und legen Dir die entsprechenden Pflichten auf. Zuvor aber bist Du gehalten, das Glaubensbekenntnis rechtmäßig abzulegen und den Treueeid auf Uns und Unsere Nachfolger entsprechend dem festgelegten Wortlaut zu leisten.“ Dann solle Jung die Bischofsweihe wo immer außerhalb von Rom von einem katholischen Bischof empfangen unter Einhaltung der liturgischen Normen. Weiterhin sei das Schreiben dem Klerus und Volk der Diözese bekannt zu machen, „damit sie schon von Beginn an ihren Hirten kennen, ihn würdig aufnehmen und gehorsam auf ihn hören“. Abschließend ermahnt der Papst Jung, auf die Fürsprache der Gottesmutter Maria sein Volk umsichtig auf den Wegen des Heils zu führen. Nach dem Verlesen der Urkunde zeigte Domdekan Putz sie den Domkapitularen zur Bestätigung.

„Hirten müssen die Herde kennen so gut es geht“

In seiner Predigt hob Erzbischof Schick hervor, dass in der Kirche alle Gläubigen „gleich an Würde, verschieden im Dienst und in den Ämtern“ seien. Die Bischöfe sollten alle inspirieren, moderieren und integrieren, damit alle zusammen die Kirche bilden. Sie seien Nachfolger der Apostel und von Jesus Christus selbst berufen. „Mit Jesus Christus sein, das ist Geschenk und Aufgabe.“ Dafür seien das persönliche Gebet, die Schriftlesung, das tägliche Gespräch mit Jesus Christus „wie mit einem Freund“, wesentlich. „Antisemitismus, populistische, respektlose, menschenverachtende Reden sind mit der Botschaft Jesu unvereinbar. Die Lehre der Apostel, damals wie heute, ist die Liebe zu Gott und zu jedem Nächsten“, hob der Erzbischof hervor. Derzeit sei es im Blick auf die Ehre Gottes und das Heil der Menschen eine große Aufgabe, bei größeren Strukturen und dem Mangel an Priestern und pastoralen Kräften die Gottesdienste und das Gebetsleben in der Diözese zu ordnen. Zugleich müsse Kirche auch missionarisch sein, „damit das Evangelium das Leben der ganzen Menschheit zum Wohl aller“ immer mehr präge. Kirche könne nur missionarisch und diakonisch sein, wenn sie heilige Kirche sei. Die Sucht nach Geld und Gewinn, Herzenshärte, Sündenbockmentalität und Unduldsamkeit verursachten in Kirche und Gesellschaft Leiden, warnte Erzbischof Schick. Bischof Jung dürfe auf die Kraft des Heiligen Geistes vertrauen. „Erfülle den Willen Gottes, der für Dich nun darin besteht, in Würzburg als Nachfolger der Apostel Bischof, guter Hirte und Hohepriester zu sein. Dafür darfst Du Dich auch aufreiben.“

Weihe, ausdeutende Riten, Insignienübergabe und Amtsübernahme

Nach der Predigt wurde mit dem Hymnus „Veni, creator Spiritus“ der Heilige Geist angerufen, da Gott der Handelnde im Weihegeschehen ist. Danach stellte Erzbischof Schick neun Fragen an den Weihekandidaten. Dieser versprach mit seinen Antworten, der Nachfolge der Apostel bis in den Tod treu zu bleiben, das Evangelium treu zu verkünden, das Lehramt der Kirche auszufüllen und zu bewahren, in der Einheit mit dem Papst und den Bischöfen der Kirche zu dienen und dem Papst gegenüber gehorsam zu sein. Weiter versprach Jung, in der Einheit mit den Priestern und Diakonen dem Volk Gottes zu dienen, sich um die Armen und Notleidenden sowie um die verlorenen Gläubigen zu sorgen und das immerwährende Gebet zu pflegen.

Bei der Litanei mit Anrufung der Heiligen lag Jung als Zeichen der Demut und der Verfügbarkeit ausgestreckt am Boden. Vorgetragen wurde diese von Mitgliedern der Gemeinschaft von Jerusalem, der sich Jung eng verbunden weiß. Danach weihten ihn Erzbischof Schick, Bischof Wiesemann und Bischof em. Hofmann durch Handauflegung und Gebet zum Bischof. Als assistierende Priester standen dem Weihekandidaten der Passauer Generalvikar Dr. Klaus Metzl und Bruder Jean-Tristan de Laportalière, Prior der Gemeinschaft von Jerusalem aus Köln, zur Seite. Alle weiteren anwesenden Bischöfe legten ebenfalls in Stille die Hände auf und machten so die Einheit des Episkopats der Kirche deutlich. Das Weihegebet sprachen alle Bischöfe. Sie baten dabei um die für das Bischofsamt notwendigen Gaben. Die Diakone Michael Völker und Dr. Martin Faatz hielten dabei das Evangeliar über dessen Kopf.

Anschließend salbte Erzbischof Schick das Haupt des Geweihten, überreichte das Evangelienbuch, steckte Bischof Jung den Ring an, überreichte das Brustkreuz und setzte ihm die Mitra auf. Ministranten brachten Ring und Mitra zur Weihe, Bischof Hofmann den Kiliansstab. Erzbischof Schick und die Bischöfe Wiesemann und Hofmann geleiteten den Geweihten anschließend in den Hochchor zur Kathedra, damit Bischof Jung offiziell sein Amt als 89. Bischof von Würzburg übernehmen konnte. Als dieser auf dem Bischofsstuhl saß, brandete lauter Applaus durch den Dom. Im Anschluss umarmte Bischof Jung zuerst Bischof em. Scheele und Kardinal Friedrich Wetter, der ihn einst firmte. Danach spendeten Jung alle rund 30 anwesenden Bischöfe den Friedensgruß.

Ebenfalls einen Gruß der Verbundenheit überbrachten im Anschluss das Würzburger Domkapitel, Lucia Stamm und Ralf Sauer als Vertreter des Diözesanrats der Katholiken, Vanessa Eisert und Maximilian Kroth für den Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), für die Ordensgemeinschaften Benediktinerabt Michael Reepen und Ursulinenoberin Schwester Katharina Merz sowie für die unierten Kirchen Dr. Dr. Thomas Mark Németh von der Ukrainisch-Katholischen Gemeinde.

Weinfass und Gaben aus den Partnerbistümern

Ein alter Brauch wurde bei der Gabenprozession gepflegt. Der fränkische Weinbaupräsident Artur Steinmann und die Fränkische Weinkönigin Klara Zehnder trugen ein mit Wappen und Wahlspruch des Bischofs geschmücktes Fässchen mit Frankenwein zum Altar. Inhalt: Silvaner von der Ignaz-Kolb’schen Messweinstiftung, Würzburger Abtsleite, Jahrgang 2017. Außerdem brachten Vertreter der Diözesanstelle Mission-Entwicklung-Frieden typische Produkte aus den Partnerdiözesen in Tansania und Óbidos: Thomas Henn Kaffee aus dem tansanischen Partnerbistum Mbinga, Marius Amrhein und Jan Wendel Paranüsse aus Óbidos. Die Kommunionkinder Marlene Obermeier, Maria und Johanna Schmidt brachten Brot und Wein zum Altar. Die Kollekte war für die Stiftung „Miteinander für das Leben“ bestimmt. Eine weitere Besonderheit erlebte die Festgemeinde zum Abschluss des gut dreistündigen Gottesdienstes: Segnend zog der neue Bischof mit Stab und Mitra, begleitet von den Konkonsekratoren Wiesemann und Hofmann, erstmals durch den Kiliansdom, während die Gläubigen das große Loblied „Te deum – Großer Gott, wir loben dich“ sangen.

Mit einem anspruchsvollen musikalischen Programm untermalte die Würzburger Dommusik unter Leitung von Domkapellmeister Christian Schmid und Domkantor Alexander Rüth die Eucharistiefeier. Es sangen und spielten Domchor, Mädchenkantorei und Domsingknaben sowie Mitglieder des Staatsorchesters Stuttgart und das Bläserensemble am Würzburger Dom. Solosopran war Johanna Zimmer. An der Orgel spielte Domorganist Professor Stefan Schmidt. Kantor war Philipp Ehinger. Für die Sicherheit sorgten Polizei und Feuerwehr. Über 20 ehrenamtliche Helfer des Malteser-Hilfsdienstes standen für Notfälle bereit.

Nach der Eucharistiefeier, persönlichen Dankesworten des neuen Bischofs mit Bekanntgabe des neuen Generalvikars (siehe eigener Bericht), dem Schlusssegen und den Grußworten zog Bischof Jung unter den Klängen des aus voller Kehle gesungenen fränkischen Marienlieds „O himmlische Frau Königin“ aus dem Kiliansdom aus. Bischöfe, Priester und Diakone sowie mehr als 30 Fahnenabordnungen standen Spalier vor dem Dom und säumten seinen Weg zur Kilianskrypta im Neumünster. Dort erklang bei einer kurzen Statio am Schrein der Frankenapostel das Kilianslied. Unter dem vollen Geläut von Dom und Neumünster zogen der Bischof und die Konzelebranten in das Burkardushaus. Dort ging die Feier der Amtseinführung des 89. Bischofs von Würzburg in ein fröhliches Fest der Begegnung über, das sich bis in die Abendstunden auf dem Kiliansplatz zwischen Dom und Neumünster fortsetzte.

Bistum Würzburg - Franz Jung zum 89. Bischof von Würzburg geweiht


Foto (c) Bistum Würzburg/Daniel Karmann


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Lesermeinungen

 Federico R. 12. Juni 2018 
 

Der Grund für mein jüngstes (persönliches) Posting:

Der damals in der Vorderpfalz sehr populäre Religionspädagoge Dr. Otto Seither und der nunmehrige Würzburger Bischof könnten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit in Ludwigshafen möglicherweise gekannt haben: vielleicht als Lehrer und Schüler. Allerdings war Dr. Seither theologisch meines Wissens eingefleischter „Rahnerianer“, ein Verfechter des berühmt-berüchtigten „Holländischen Katechismus“ sowie ein starker Befürworter für eine Öffnung der katholischen Kirche hin zum Protestantismus. Von einer Öffnung evangelischer Gemeinschaften hin zur katholischen Kirche war damals allerdings so wenig zu vernehmen wie heute. Bin daher sehr gespannt, wie der neue Bischof das interkonfessionelle Verhältnis händeln wird. Daher meine Posting-Reihe hier.


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 Federico R. 12. Juni 2018 
 

Abschließend noch ein sehr persönliches Erlebnis

Wegen verwandtschaftlicher Beziehungen zur Pfalz waren meine Frau und ich früher häufig zum Sonntagsgottesdienst in der St.-Ludwigs-Kirche in L‘hafen. Einmal saßen wir zufälligerweise in der Bank unmittelbar neben dem Ehepaar H. und H. Kohl. Beim Kommunionempfang stand der Bundeskanzler dann direkt hinter mir, während seine Frau Hannelore in der Bank sitzengeblieben war. Beim Entnehmen der Hostie aus dem Kelch fiel dem spendenden Priester das konsekrierte Brot vor mir auf den Boden, worauf ich auf die Knie gehen musste, um den Leib des Herrn aufzuheben und ihn zu empfangen.

Bei dem Priester handelte es sich übrigens um den betont ökumenisch orientierten und reformfreudigen Priester Dr. Otto Seither, ein Religionslehrer und leidenschaftlicher Prediger, der an St. Ludwig mitgearbeitet hatte und Taufspender meiner späteren Ehefrau (Taufe im Säuglingsalter) war. Meine Schwiegermutter war mit ihm und seiner saarländischen Haushälterin Frau Böhm gut befreundet.


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 Federico R. 12. Juni 2018 
 

Der immer wieder angeführte „Geist des Konzils“ ...

... hat auch im Bistum Würzburg negative Spuren hinterlassen. So wird Bischof Franz bei seinen Besuchsreisen auf einige Kirchen stoßen, in denen es keine Kniebänke gibt, entweder nachkonziliar gleich „ohne“ geplant oder nachträglich entfernt (z.B. in Karlstadt, Aschaffenburg und Würzburg). Da haben es Gläubige schwer, vor dem Herrn zu knien.

Man stelle sich einmal vor, der „Neue“ würde hier einschreiten und Kniebänke für alle Gotteshäuser anordnen. (Wahrscheinlich wird er dies aber nicht tun und als Pfälzer auf's benachbarte – laizistische - Frankreich verweisen, wo zumindest die großen Kathedralen wie Konzertsäle lediglich nur bestuhlt sind.) Oder – für manche noch schlimmer - er würde den Gläubigen ans Herz legen, den Leib des Herrn in Ehrfurcht und auf Knien zu empfangen - oder gar noch zur Mundkommunion raten.

„Adoro te devote – Gottheit tief verborgen ...“ - der von Thomas von Aquin verfasste Hymnus ist im Katechismus der kath. Kirche als Lehrgut fest verankert (Nr. 1381).


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 Federico R. 11. Juni 2018 
 

Herzlichen Dank ... - Teil 3

Doch jede Bischofsweihe, wie jetzt diese in Würzburg, zeigt zutiefst das sakramentale Wesen der Kirche, das in der Feier der hl. Eucharistie seinen Höhepunkt findet und apostolische Sukzession und Priesterweihe voraussetzt. Das ist katholisch und unverhandelbar. Doch wozu all dieser Aufwand, die Feierlichkeit, die Musik, der Weihrauch, die Gebete, Gesten und Riten? Eine Antwort findet sich in der Akklamation nach der hl. Wandlung: „Deinen Tod, o Herr, verkünden wir, und deine Auferstehung preisen wir bis du kommst in Herrlichkeit.“ Die Erwartung des Herrn in seiner Herrlichkeit ist es, die hier zum Ausdruck gebracht wird.

Dem neuen Bischof von Würzburg, Dr. Franz Jung, Gottes reicher Segen!


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 Federico R. 11. Juni 2018 
 

Herzlichen Dank ... - Teil 2

Wohl kein Bischof kann allen Wünschen gerecht werden. Auf eines sollte er aber stets achten: Niemals die katholische DNA vergessen, wie sie auch in der festlichen Bischofsweihe sichtbar wurde. Keine Konfession hierzulande hat Vergleichbares zu bieten. Kritiker, auch innerkirchliche „Reformkatholiken, sprechen abwertend von überholtem „pomp and circumstance“, angeführt von gewissen „WisiKi“-Leuten, die dann gerne auf Urchristen und Urkirche verweisen, ein Änderung der „überkommenen kirchlichen Eucharistielehre“ fordern, die Abschaffung des Zölibats, die Öffnung des Priesteramts für Frauen - und somit die Protestantisierung der katholischen Kirche.


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 Federico R. 11. Juni 2018 
 

Herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht ...

... über die Weihe des neuen Würzburger Bischofs. Für unterfränkische Katholiken – die Bistumsgrenzen sind nahezu deckungsgleich mit dem siebten bayrischen Regierungsbezirk – war diese erste Bischofsweihe seit vielen Jahrzehnten in Würzburg ein außergewöhnliches Ereignis. Wer selbst dabei war oder die gut zweistündige Handlung am Bildschirm mitverfolgte, konnte sich kaum der Erhabenheit des Geschehens entziehen.

Natürlich sind die Erwartungen an den neuen Bischof sehr gegensätzlich. Die einen beschwören den „Geist des Konzils“, der einst auch in der Würzburger Synode Eingang fand und den der neue Bischof doch bitteschön eins zu eins umsetzen möge. Andere wünschen sich hingegen sehnlichst die einfache, fromme Gläubigkeit zurück, die früher die Katholiken am Main, in Spessart, Rhön, Hassberge, Steigerwald und Odenwald gekennzeichnet hatte. Schnee von gestern?


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 nicodemus 11. Juni 2018 
 

Auch ich wünsche dem neuen Bischof von Würzburg Gottes Segen!

Er soll die Diözese führen - zum Himmel führen - nicht v e r w a l t e n, wie es leider einige deutsche Ortsbischöfe tun!


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 Mariat 11. Juni 2018 

Eine sehr feierliche Bischofsweihe

Durch die Übertragung im Fernsehen konnte ich dabei sein.
Der neue Bischof von Würzburg, Franz Jung,wählte in seinem Wappen auch zwei Anker. Einer schaut zum Himmel,der andere zur Erde.
Nach der Eucharistiefeier, bei seinen Dankesworten, erklärte er das Wappen: "Jesus Christus ist der HOFFNUNGS - ANKER im Himmel, den man also dort festmacht. Er war für ihn immer wichtig.Der andere ANKER geht vom Himmel zur Erde, ist hier befestigt.
Doch manchmal ist es nötig, den irdischen Anker etwas zu lockern - um sich mit dem himmlischen zu verbinden.

Ich wünsche dem neuen Bischof, Franz Jung, Gottes reichen Segen und Führung für seinen Dienst.
Möge er als Guter Hirte wirken. Zur Ehre Gottes und als Diener der Menschen.


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