Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  2. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  3. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  4. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  5. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  6. „Beten wir, dass den Gläubigen leichterer Zugang zur überlieferten Form der Messe ermöglicht wird"
  7. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  8. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  9. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  10. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  11. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  12. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  13. US-Bischof warnt vor FSSPX-Messen – nahm selbst an interreligiöser Chanukka-Feier teil
  14. Zwei Formen - ein Ritus
  15. Amnesty International stuft englische kath. Bischofskonferenz als „gegen [Menschen]-Rechte“ ein!

Eine Märchenstunde von Bischof Feige

11. Juni 2018 in Kommentar, 42 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"Bei so viel bischöflicher Impertinenz ist Sprachlosigkeit allerdings erlaubt" - Der Montagskick von Peter Winnemöller zu einer Dolchstoßlegende von Bischof Feige vom Bistum Magdeburg


Linz (kath.net)
Völlig zur Recht hat Erzbischof Ladaria die Veröffentlichung der Handreichung zur Interkommunion gestoppt. Es entsprach dem Willen des Heiligen Vaters von Anfang dieses Prozesses an, daß es diese Handreichung, wie sie geplant war, nicht geben solle.

Da das auch klar war, wie kath.net schon am 18. April diesen Jahres berichtete, sollte es nicht verwundern, daß dies auf jetzt noch die Haltung des Hl. Vaters ist.

Umso mehr verwundert es, wenn jetzt sogar von Bischöfen an einer Dolchstoßlegende gestrickt wird, wie in den Artikel von Bischof Feige, Magdeburg, der in einem Artikel auf katholisch.de den Eindruck erweckt, als hätte es einer nachträglichen Intervention bedurft. Eine wie auch immer geartete Gesinnungsänderung hat es im Vatikan nicht gegeben. Zwar war die Botschaft nach dem Treffen der Bischöfe vom 3. Mai 2018, es solle eine möglichst einmütige Lösung gefunden werden. Von einer denn doch Freigabe, der im ersten Schreiben der Glaubenskongregation an die deutsche Bischofskonferenz gestoppten Handreichung, war nicht die Rede.


Es kann also nicht, wie der Eindruck erweckt wurde, um ein paar kleine Nachbesserungen gegangen sein. Die Frage der Kommunion von nicht katholischen Ehepartnern hat weltkirchliche Relevanz und muß auf dieser Ebene entschieden werden. Auch das war von Anfang an klar und ist im übrigen Bestandteil der Botschaft vom 3. Mai 2018.

Im Nachgang muß man leider feststellen, daß insbesondere auf dem Katholikentag in Münster und in dessen Umfeld sehr viel populistisches Geklapper für die Interkommunion gab. Da war die Rede davon, Hunger stillen zu müssen (Kard, Marx), die Gemeinden hätten das schon längst gelöst (Sternberg) und darüber hinaus noch ein übergriffiges Postulat des Bundespräsidenten.

Es ist nun müßig zu spekulieren, welche Rolle dieses inszeniert wirkende Getöse auf die Haltung des Vatikans hatte. Hilfreich war es sicherlich nicht. Der Brief vom 25. Mai 2018 stellt unterm Strich ohnehin nur das noch einmal klar, was seit April schon bekannt ist: Der Papst wünscht die Veröffentlichung der Handreichung nicht. Ob einem das paßt oder nicht. So ist die Faktenlage. Legende zu erfinden, dient der Wahrheit nicht.

Nicht wenig verwundert zudem die einseitige Aufregung Bischofs Feiges über den durchgestochenen Brief vom 25. Mai 2018, während er kein Wort über den an durchgestochenen Brief von Kardinal Woelki verliert. Man sieht es und erkennt die Absicht.

Diese ganze Legendenkorpus fällt bei genauem Hinsehen ohnehin in sich zusammen. Angefangen bei der Überraschung des DBK – Vorsitzenden über die Haltung Kardinal Woelkis in der Sache. Es ist bekannt, daß der Erzbischof von Köln schon im Frühjahr 2017 dazu eindeutig Stellung bezogen hat. Bis hin zur Überraschung des DBK – Vorsitzenden über das Schreiben von Erzbischof Ladaria vom 25. Mai 2018, welches Kardinal Marx am Tag der Veröffentlichung auf kath.net erst am Abend desselben Tages bekommen haben will. Wer ist eigentlich im Palais Holnstein für die Briefkastenleerung verantwortlich? Überrascht zu sein, so scheint es, ist das neue Hobby in München und Bonn.

Wäre nun die Dolchstoßlegende nicht schon schlimm genug, so blieb dem Leser bei Lektüre des Artikels von Bischof Feige auf katholisch.de förmlich der Atem weg, als er von einem Bischof der katholischen Kirche den folgenden Satz lesen mußte: „Außerdem werden auf einmal Bedingungen zum Sakramentenempfang erhoben, die man gegenüber den eigenen Gläubigen gar nicht mehr durchzusetzen vermag.“ (Bischof Gerhard Feige, Nachruf auf eine unsägliche Entwicklung, katholisch.de, 6.6.2018)

Die Folgerung aus dieser bischöflichen Bankrotterklärung ist nicht etwa ein Aufruf zur Umkehr und zu mehr missionarischen und katechtischen Anstrengung. Nein im Gegenteil dient diese auch noch zur Untermauerung der Dolchstoßlegende und unterstellt den Kritikern der Handreichung „handfeste Interessen und unschöne Methoden“.

Spätestens hier bricht dem Kommentator selbst die spitzeste Feder ab.

Bei so viel bischöflicher Impertinenz ist Sprachlosigkeit allerdings erlaubt.

Foto: (c) Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Montagskick

  1. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  2. Mehr Kirchensteuer bei weniger Mitgliedern
  3. Der deutsche Frauenweiheämterstuhlkreis
  4. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  5. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  6. ZDF hasst Katholiken
  7. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  8. Die ekklesialen Abrissbagger kreisen in den Dörfern
  9. Geht zu denen, die Christus nicht kennen
  10. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret






Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Sarah: „Europa ändert die Bedeutung von Wörtern, um den Menschen und die Familie zu zerstören“
  2. "Wir wollen den Glauben verteidigen gegenüber häretischen Interpretationen und Verfälschungen!"
  3. Glaubte Papst Benedikt XVI. an die nahende Endzeit?
  4. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  5. Piusbruderschaft legt Einspruch gegen Exkommunikatons-Dekret ein
  6. Bischof Oster kritisiert Leihmutterschaft scharf und spricht von „Skandal“
  7. Scharfe Kritik an CDU: Birgit Kelle rechnet nach Leihmutterschafts-Fällen mit Partei ab
  8. Eklat in Regensburger Basilika St. Emmeram: Schweizer Popsängerin dreht heimlich frivoles Musikvideo
  9. Erzbistum Hamburg: Eltern wehren sich gegen LGBT-Sexualkonzept in katholischen Schulen
  10. "Der Dämon liebt es, wenn sich die Katholiken über die Liturgie zerfleischen"
  11. Spaniens Nationaltrainer Luis de la Fuente: „Ich bete jeden Tag, aber nicht für den Sieg“
  12. Überraschende Wendung im Mordfall Ann Widdecombe: Jetzt doch offizieller Terrorverdacht!
  13. "Zwei Bundestagsabgeordnete, also Mitglieder der Legislative, umgehen das deutsche Recht..."
  14. Glaube & Sex vs. Vernunft & Geld?
  15. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz