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Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz

30. Juli 2017 in Spirituelles, keine Lesermeinung
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Gedanken des Hl. Thomas von Aquin über das Credo


Rom (kath.net)
Es ist passend, dass das Ziel all unserer Wünsche, nämlich das ewige Leben, den Abschluss all dessen bildet, was uns im Credo zu glauben vorgelegt wird mit den Worten: „an das ewige Leben. Amen“ [...] Im ewigen Leben wird der Mensch mit Gott vereinigt sein [...] wird vollkommener Lobpreis sein [...] und die vollkommene Befriedigung unserer Wünsche, denn dort besitzt jeder Selige über alles Hoffen und Wünschen hinaus. In diesem Leben kann niemand sein Sehnen ganz erfüllen und nichts Geschaffenes vermag das Verlangen des Menschen zu stillen. Gott allein erfüllt es und übertrifft es unendlich. Darum finden wir nur in Gott Ruhe, wie der hl. Augustinus sagt: „Für dich, Herr, hast du uns geschaffen, und unruhig ist unser Herz, bis es ruht in dir.“


Weil nun die Heiligen in der ewigen Heimat Gott vollkommen besitzen, so ist klar, dass ihre Sehnsucht nicht nur gestillt sein wird, sondern die Herrlichkeit diese noch weit übertrifft. Darum sagt der Herr: „[...] gehe ein in die Freude deines Herrn“ (Mt 25,21 (Vulg.)). Und der hl. Augustinus sagt dazu: „Die ganze Freude geht nicht in die sich Freuenden ein, sondern die sich Freuenden gehen ganz in die Freude ein.“ In einem Psalm heißt es: „Ich werde gesättigt, wenn er erscheint in seiner Herrlichkeit“ (vgl. Ps 62(63),3−6), und in einem anderen: „Mit Gütern erfüllt er dein Verlangen“ (vgl. Ps 36(37),4 (Vulg.)) [...] Sucht einer Vergnügen und Genüsse, findet er dort höchsten und vollkommensten Genuss, denn dieser besteht in dem höchsten Gut, Gott selbst: „Zu deiner Rechten ist Wonne für alle Zeit“ (vgl. Ps 15(16),11).


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