27 September 2017, 12:02
Kardinal Müller: Theologische Disputation über ‚Amoris laetitia’
 
Legionaere
 
WEITERE ARTIKEL ZUM THEMA 'Amoris laetitia'
Der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation schlägt eine Disputation zwischen einer Gruppe Kardinäle, die vom Papst ausgewählt wurden, und Vertretern der ‚dubia’ sowie der ‚correctio filialis’ vor.

Rom (kath.net/jg)
Gerhard Kardinal Müller, der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation, schlägt die Bildung einer Gruppe von Kardinälen vor, die mit den Kritikern von Papst Franziskus eine „theologische Disputation“ führen sollen. Dies könne ein Weg aus der verfahrenen Situation sein, sagte der Kardinal gegenüber Edward Pentin vom National Catholic Register.

Werbung
syrien1


Die Disputation könnte mit ausgewählten Vertretern der „dubia“ und der „correctio filialis“ geführt werden. Letztere ist am Sonntag veröffentlicht worden. Eine theologische Disputation ist eine strukturierte theologische Auseinandersetzung mit dem Ziel, die Wahrheit in theologischen Fragen zu finden. Sie sollte die verschiedenen und einander teilweise widersprechenden Interpretationen des achten Kapitels von „Amoris laetitia“ zum Gegenstand haben, schlägt Kardinal Müller vor.

Die Kirche brauche „mehr Dialog und gegenseitiges Vertrauen“ und keine „Polarisierung und Polemik“, sagt Müller. Der Papst verdiene den vollen Respekt gegenüber seiner Person und den göttlichen Vollmachten seines Amtes, andererseits verdienten seine Kritiker eine überzeugende Antwort, fügt er hinzu.

Nach Informationen des National Catholic Register sehen hohe Vertreter des Vatikan keine Notwendigkeit, auf die „correctio filialis“ zu antworten. Diese sei schließlich nur von einer relativ kleinen Zahl von Katholiken unterzeichnet worden unter denen sich kein prominenter Name, dafür aber jener des Generaloberen der von Rom getrennten Priesterbruderschaft St. Pius X., Bernard Fellay, befinde, zitiert Edward Pentin seine Quellen.

Dies entspreche dem Umgang des Papstes und des Vatikan mit den bis jetzt fünf großen Initiativen, die eine Klärung zu „Amoris laetitia“ in Gang bringen wollen, schreibt Pentin.

Kardinal Müller bei der Beisetzung von Kardinal Meisner/Köln




Foto (c) Markus Gehling/kath.net

Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung auf ein Konto in Ö, D oder der CH oder via Kreditkarte/Paypal!











Lesermeinungen zu diesem Artikel anzeigen und Kommentar schreiben

Sie können nur die Lesermeinungen der letzten sieben Tage einsehen.

 
App play store iTunes app store Jetzt kostenlos herunterladen! mehr Infos Instagram
meist kommentierte Artikel

"Wir werfen Ihnen vor, Ihr geistliches Amt zu missbrauchen!" (157)

AfD-Abgeordneter auf offener Straße zusammengetreten (95)

Kardinal Marx gegen Begriff "christliches Abendland" (58)

Europäischer Gerichtshof zum deutschen „Homeschooling“-Verbot (44)

Nackte 'Pieta' und Lesbenbild im Pfarrhof des Wiener Stephansdoms (34)

Johannes Hartl: „Auch Christen können Depressionen haben“ (31)

Strebt die Mehrheit der deutschen Diakone ein Schisma an? (27)

Ex-Vatikandiplomat fordert McCarrick zu öffentlicher Reue auf (26)

Kardinal Wuerl wusste seit 2004 von Missbrauchsfällen durch McCarrick (25)

Geld regiert die Kirchenwelt (22)

'Wir haben keine Meinungsfreiheit in Deutschland!' (19)

Marx verleugnet zum wiederholten Mal das Christentum (19)

Polen: 38 Prozent der Katholiken nehmen an Sonntagmesse teil (18)

Päpstliche Visitation der Diözese Gurk-Klagenfurt wird ausgeweitet (17)

Überfall auf Wiener Kirche: Immer mehr spricht für Racheakt (16)