Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  2. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  3. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  4. Ab Juli müssen Besucher Eintritt für den Kölner Dom bezahlen
  5. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  6. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  7. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  8. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  9. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  10. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  11. Papst antwortet auf Leserbrief eines Atheisten
  12. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  13. Beschließen ohne zu entscheiden?
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. Die Nazi-Projektion

Papst ruft Kolumbien in Abschlussmesse zum Frieden auf

11. September 2017 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Franziskus fordert in Cartagena Konfrontation mit weiter bestehendem Unrecht - Christlicher Auftrag ist "kultureller Wandel von unten her" durch "Kultur des Lebens und der Begegnung"


Cartagena (kath.net/KAP) Zum Abschluss seiner Kolumbienreise hat Papst Franziskus die Menschen des Landes noch einmal eindringlich zu Frieden, Versöhnung und zum Einsatz für die Menschenrechte aufgerufen. In seiner Predigt bei einem Gottesdienst im Hafen von Cartagena am Sonntagnachmittag (Ortszeit) sagte er: "Wenn Kolumbien einen stabilen und dauerhaften Frieden will, muss es dringend einen Schritt tun in Richtung Gemeingut, Chancengleichheit, Gerechtigkeit, Achtung der menschlichen Natur und ihrer Bedürfnisse."

Der Einsatz für Frieden und Versöhnung gelinge aber nur, wenn man bereit sei, sich auch den Schattenseiten des Lebens zu stellen, sagte der Papst vor Hunderttausenden Gläubigen. Mit einem Pazifismus "aseptischer Legalität" sei es nicht getan. Man könne nicht in Frieden zusammenleben, "ohne nichts mit dem zu tun zu haben, was das Leben korrumpiert und es gefährdet". Auch gutwillige Menschen könnten nicht verhehlen, dass einige in Sünden verharrten und die Gemeinschaft verletzten. Als Beispiele erwähnte Franziskus Drogenhandel, Umweltzerstörung, Ausbeutung von Arbeitskräften, Finanzspekulation, Prostitution, Menschenhandel, Missbrauch und Sklaverei.


Meist brauche es mehrere, um auf getanes Unrecht hinzuweisen und dann zur Versöhnung einzuladen, so der Papst. Staatliche Instanzen und politische Initiativen - zur Ermittlung der Wahrheit, für Gerechtigkeit und Schadenswiedergutmachung - seien allesamt notwendig. "Aber mit all dem stehen wir noch an der Schwelle des christlichen Auftrags. Uns ist aufgegeben, 'von unten her' einen kulturellen Wandel zu vollbringen: "Auf die Kultur des Todes und der Gewalt antworten wir mit der Kultur des Lebens und der Begegnung", sagte Franziskus.

Erneut zitierte der Papst den kolumbianischen Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez: "Es ist an der Zeit zu begreifen, dass man dieses Unglück nicht mit Blei und nicht mit Geld beheben kann, sondern mit einer Erziehung zum Frieden, der mit Liebe [...] aufgebaut wird." In diesem Sinne zeigte sich Franziskus "gewiss, dass wir heute gemeinsam für die Rettung jener beten, die im Irrtum waren, und nicht für ihre Vernichtung; dass wir für die Gerechtigkeit beten und nicht für die Rache, für den Wiederaufbau in der Wahrheit und nicht im Vergessen".

Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Kolumbien

  1. Weihwasser aus Hubschrauber "Wir müssen den Teufel loswerden"
  2. Erneut katholischer Priester in Antioquia ermordet
  3. Papstbesuch in Kolumbien - Seligsprechungen und Versöhnungsgebet
  4. Franziskus lobt und bestärkt Kolumbiens Jugend
  5. Papst betet in Kathedrale von Bogota für Frieden und Gerechtigkeit
  6. Kolumbianische Ordensfrau rappt für den Papst
  7. Papst in Kolumbien: Kein Extratreffen mit Venezuelas Bischöfen
  8. Suspendierung eines ‚Amoris laetitia’-kritischen Priesters aufgehoben
  9. Ingrid Betancourt: Ich habe meinen Entführern vergeben
  10. Kirche will Referendum über Adoptionsrecht homosexueller Paare







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDUNG nur mehr bis 25. MÄRZ möglich!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Toni Faber und der Zölibat - Beschwerdewelle gegen Wiener Dompfarrer
  4. "Alle Iraner feiern. Die schlimmsten Menschen der Welt weinen"
  5. "Europa hat die Gefahr der islamischen Republik Iran noch immer nicht begriffen"
  6. Ist die Zeit der Barmherzigkeit bald vorbei? Stehen wir kurz vor der Zeit des Gerichts?
  7. "Mit Hitler hat es keinen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog gegeben!"
  8. Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
  9. Der Apostolische Stuhl und die FSSPX: Wenn Extreme sich berühren
  10. Brasilianischer Erzbischof droht Teilnehmern an der Alten Messe Exkommunikation an
  11. Möge die Versöhnung der Kirche in Deutschland gelingen
  12. Österreich: Liturgische Kommission wirbt für Kommunion in beiderlei Gestalt
  13. Ein Gott, der nichts mehr verlangt
  14. Kärntner Ordinaritaskanzler: Rechthaberei in der Kirche überwinden
  15. "Herr Kardinal Parolin, wieviele zehntausende Tote brauchen Sie noch im Iran, bis Sie aufwachen?"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz