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Kolumbianische Ordensfrau rappt für den Papst

5. September 2017 in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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28-Jährige gehört einer Ordensgemeinschaft an, die sich der Evangelisierung durch Musik und Soziale Medien verschrieben hat – Mit VIDEO


Bogota (kath.net/KAP) Bei seinem Kolumbien-Besuch wird Papst Franziskus am Donnerstag in Bogota dem Rap-Gesang einer katholischen Ordensfrau lauschen: Die 28-jährige Maria Valentina de los Angeles (Foto) singt für den Pontifex das Lied "Demos el primer paso" (Machen wir den ersten Schritt) gemeinsam mit einem Ensemble aus 20 kolumbianischen Musikern. Die offizielle Papst-Hymne enthält Elemente aus Rap, kolumbianischer "Vallenato"-Musik, Kirchengesang sowie auch tänzerische Darbietungen.

Ihren Auftritt vor dem Papst verdankt die Ordensfrau einem nationalen TV-Gesangswettbewerb im Vorjahr. Seither ist die "Sor Cristina Kolumbiens" in ihrer Heimat eine Berühmtheit. Ihr Ziel sei es, "eine gute Nonne zu sein und Musik zu machen", wobei die Zuhörer nicht ihre Stimme, sondern Jesus lieben sollten, erklärte Maria Valentina in Interviews. Ihr würden alle Musikgenres zusagen, solange diese nur einen "schönen und tiefgründigen Inhalt" enthielten, wobei sie den Rap besonders schätze: "Rap geht einem nicht aus dem Kopf. Und wenn er von der tiefen Wahrheit handelt, der Menschwerdung Christi, ist er noch frappierender."


Zum Ordensleben entschied sich Maria Valentina mit 17 - ein Jahr, nachdem eine schwere Lebererkrankung plötzlich und unerklärlich heilte, was sie Gottes Wirken zuschrieb. Ihre Vorliebe für Musik - sie spielte schon zuvor Gitarre in einer Rockband - gab die junge Frau damit jedoch nicht auf. In ihrer Gemeinschaft, den 2004 gegründeten "Comunicadoras Eucaristicas del Padre Celestial" (Eucharistische Vermittler des himmlischen Vaters), spielt sie Gitarre und Ukulele und trägt zum weiß-blauen Ordensgewand am liebsten Turnschuhe.

Musik und Evangelisierung durch Soziale Medien gehören zum festen Bestandteil für die "Comunicadoras". Maria Valentina gründete mit Mitschwestern eine Band mit eigenem YouTube-Kanal. Tanzlieder wie "Yo le canto" fanden schnelle Verbreitung mit sechsstelligen Zugriffszahlen und brachten in internationalen Medien Kommentare wie "Die fröhlichsten Nonnen der Welt" ein.

Dabei sind die "Comunicadoras" in Lateinamerika durchaus kein Einzelphänomen: Auch die Rockband "Siervas" setzt sich ausschließlich aus Ordensfrauen - den "Siervas del Plan de Dios" (Dienerinnen des Planes Gottes) - zusammen und vermittelt über ihre Texte religiöse Inhalte. Auch die peruanische Gruppe, die bereits vier Alben veröffentlicht und Videoclips mit Klicks in Millionenhöhe hat, spielte bereits für den Papst: Im Vorjahr im mexikanischen Ciudad Juarez.

Weiterführender Link: „Rockmusik, bis der Schleier wippt – ziemt sich das für Ordensfrauen?“

♫ Die offizielle Hymne für den Papstbesuch in Kolumbien: Machen wir den ersten Schritt - Demos El Primer Paso - Músicos Católicos Unidos (Video Oficial)


Noch ein Lied für den Papstbesuch in Kolumbien - Mehrere Priester singen mit - ♫ Willkommen in Kolumbien, Papst Franziskus, Pilger der Vergebung


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 5. September 2017 

Ich lese zur Zeit

"Die Kraft der Stille - gegen eine Diktatur des Lärms" von Robert Kardinal Sarah, und frage mich, was er wohl dazu sagen würde.


2
 
 SpatzInDerHand 5. September 2017 

Mir gefallen das Lied und die Darbietung!

Ich habe auch kein Problem mit Ordensfrauen, die das Evangelium versuchen zu singen und zu tanzen. Ebensowenig mit Priestern, die dasselbe in grün tun.
Ich habe auch keine Berühungsängste mit moderner Musik. Mit Gregorianik und mit J.S. Bach habe ich übrigens ebensowenig Berührungsängste - denn als Katholik lebe ich gern aus der Fülle! :)


1
 
 Federico R. 5. September 2017 
 

Rap versus Chants aus Heiligenkreuz

Kann mir nicht helfen - Rap-Musik hat für mich persönlich stets den unterschwelligen Beigeschmack des Satanischen. Das ist natürlich reine Gefühlssache. Aber rappende himmlische Chöre sind mir schlichtweg unvorstellbar. Da lege ich mir schon lieber mal eine CD mit den Chants der erfolgreichen Heiligenkreuzer Mönche auf. Dieser Gesang, diese Musik erhebt wenigstens.


4
 
 ThomasAquinas 5. September 2017 

Meiner Meinung nach ist das der klägliche Versuch sich mit der Welt zu arrangieren und zu zeigen: "Schaut alle her wie cool und fetzig wir sind, wir stehen euren Festivals in nichts nach."


4
 

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