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Papstbesuch in Kolumbien - Seligsprechungen und Versöhnungsgebet

8. September 2017 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus spricht am Freitag in Villavicencio die Bürgerkriegs-Märtyrer Jaramillo und Ramirez selig und lädt zu einem nationalen Versöhnungstreffen


Bogota (kath.net/KAP) Papst Franziskus ist am Freitag von Bogota aus zu einem Besuch in der knapp 100 Kilometer südlich der kolumbianischen Hauptstadt gelegenen Stadt Villavicencio aufgebrochen. Bei einer Messe unter freiem Himmel, zu der die Organisatoren im Vorfeld rund eine halbe Million Menschen erwarteten, wird er dort (ab ca. 16.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit) zwei Märtyrer des kolumbianischen Bürgerkriegs seligsprechen. Auch eine Begegnung mit Flutopfern aus der Stadt Mocoa, die im Frühjahr von schweren Überschwemmungen getroffen wurde bei denen mehr als 300 Menschen starben, soll es geben.

Die neuen Seligen sind Bischof Jesus Emilio Jaramillo und der Priester Pedro Maria Ramirez. Letzterer war bereits am 10. April 1948 nach ersten Unruhen im Land von einer aufgebrachten Menge erschlagen worden. Bischof Jaramillo wurde am 2. Oktober 1989 während einer Versammlung bei einem Pfarrbesuch von Milizen entführt und wenig später erschossen aufgefunden worden.


Am Nachmittag (Ortszeit) ist dann in Villavicencio, einem wichtigen Agrar- und Handelszentrum Kolumbiens, ein Gebet um nationale Versöhnung geplant. Dort werden auch etliche Opfer der Gewalt des 52-jährigen Bürgerkrieges erwartet: Militärs, Polizisten sowie ehemalige Guerrillakämpfer. Bei dem Treffen wird der Papst eine Rede halten, die wegen der schwierigen Versöhnung im Land mit großer Spannung erwartet wird. Erst im vergangenen Jahr hatten sich die kolumbianische Regierung und die linke FARC-Guerilla nach fünf Jahrzehnten bewaffneten Kampfs auf die Umsetzung eines Friedensplans verständigt. Die kolumbianische Gesellschaft ist jedoch über den Umgang mit der militanten Vergangenheit und die Integration der ehemaligen Kämpfer tief gespalten.

Anschließend begibt sich der Papst in den nahe gelegenen Stadtpark von Villavicencio, den "Parque de los Fundadores". Dort wurde 2012 ein Kreuz aufgestellt, das an die vielen Opfer des kolumbianischen Bürgerkrieges (1964 bis 2016) erinnert; an dem "Kreuz der Versöhnung" ist ein stilles Gebet vorgesehen. Begleitet wird der Papst dabei von einer Gruppe Kinder sowie Indigener. Danach kehrt Franziskus nach Bogota zurück.

Die Messfeier in voller Länge


Papst Franziskus in Kolumbien - Besuch des Friedens-Kreuzes, Pflanzen eines Baumes für den Frieden


Copyright 2017 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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Lesermeinungen

 Rosenzweig 9. September 2017 

Wunderbares Zeichen - "Kreuz der Versöhnung"...

zum Gedenken der kolumbianischen Bürgerkriegsopfer..

Barmherziger JESUS– im Augenblick DEINES Kreuzestodes für Uns,
bitten wir DICH- umfasse mit DEINER unerschöpflichen Barmherzigkeit-
die ganze Menschheit– besonders alle Sterbenden + Opfer brutaler Gewalt!

Schenke Erbarmen auch den Gewalttätern- sowie wahre VERSÖHNUNG + FRIEDEN diesem leidgeprüften VOLK + LAND!

So im Vertrauen verbunden..


3
 
 goegy 8. September 2017 
 

Wie sich die Zeiten ändern!

Unter freimaurerischem Einfluss waren Medien und Politik im UK lange geradezu krankhaft katholikenfeindlich.
Dass Tony Blair mit seiner Familie katholische Gottesdienste besuchte, war ein Thema. Dass der Labor Führer Corbyn letzthin anlässlich einer katholischen Trauerfeier die Kommunion empfing, ist nur noch eine kleine Fussnote wert.

Im Gegensatz zu Deutschland und der Schweiz, erhält heute der Besuch von Pope Francis in Kolumbien eine ganz hohe u. auffallend positive Medienpräsenz. Der linke "Guardian" bringt sogar ein doppelseitiges, sehr schönes Photo Portrait des Papstes zusammen mit dem Staatspräsidenten.
Der Daily Telegraph vom 8. Sept.17 bringt eine halbseitige Würdigung des Kardinals Carlo Caffarra von Bologna, anlässlich seines plötzlichen Todes.

Als kürzlich die deutsche Nonne Dr. Pfau in Pakistan ein Staatsbegräbnis erhielt, war sie der dt. Presse kaum eine Würdigung wert und wenn ja, nur so nebenbei. Lieber befasst man sich mit jedem Pädophilen-Gerücht!


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