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Erzbischof von Granada schickt Josef Seifert in den Ruhestand

6. September 2017 in Aktuelles, 36 Lesermeinungen
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Ein Artikel des österreichischen Philosophen, der eine kritische Frage zu ‚Amoris laetitia’ stellt, schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite Misstrauen gegen den Papst, behauptet Erzbischof Martinez.


Granada (kath.net/jg)
Javier Martinez Fernandez, der Erzbischof von Granada (Spanien) hat den österreichischen Philosophieprofessor Joseph Seifert wegen dessen Kritik am päpstlichen Schreiben „Amoris laetitia“ in den Ruhestand geschickt. Seifert war in den letzten Jahren am Philosophieinstitut Edith Stein des Erzbistums Granada tätig. Dies berichtet der Blog „One Peter Five“ (siehe Link am Ende des Artikels).

Erzbischof Martinez bezieht sich auf einen Artikel, den Seifert im August unter dem Titel „Kann die reine Logik die gesamte Morallehre der katholischen Kirche zerstören?“ veröffentlicht hat. Der Artikel schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite „Misstrauen gegen den Nachfolger Petri“. Der Artikel diene daher nicht der Wahrheit des Glaubens, sondern weltlichen Interessen, wirft Erzbischof Martinez dem österreichischen Philosophen und langjährigen Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben vor.


Seifert hat bereits 2016 in einem Artikel geschrieben, „Amoris laetitia“ würde die Lehre der Kirche teilweise auf den Kopf stellen. kath.net hat hier berichtet: Philosoph Josef Seifert kritisiert ‚Amoris laetitia’. Erzbischof Martinez hat ihn daraufhin vom Unterricht am erzbischöflichen Priesterseminar ausgeschlossen.

In seinem nun veröffentlichten Artikel bezieht sich Seifert auf Artikel 303 von „Amoris laetitia“. Dort heißt es wörtlich: „Doch dieses Gewissen kann nicht nur erkennen, dass eine Situation objektiv nicht den generellen Anforderungen des Evangeliums entspricht. Es kann auch aufrichtig und ehrlich das erkennen, was vorerst die großherzige Antwort ist, die man Gott geben kann, und mit einer gewissen moralischen Sicherheit entdecken, dass dies die Hingabe ist, die Gott selbst inmitten der konkreten Vielschichtigkeit der Begrenzungen fordert, auch wenn sie noch nicht völlig dem objektiven Ideal entspricht.“

Im Zusammenhang des nachsynodalen Schreibens bezieht sich dieser Abschnitt auf Personen, die in irregulären eheähnlichen Situationen leben. Diese gelten in der Morallehre der Kirche als schwere Sünde. Seifert stellt nun die Frage, ob dieser Abschnitt nicht die Tür dafür öffne, weitere in sich schlechte Handlungen unter gewissen Umständen moralisch gut zu heißen, auch wenn sie „nicht völlig dem objektiven Ideal“ entsprechen. Er lässt die Antwort dabei bewusst offen und will den Papst auf die möglichen Konsequenzen seiner Formulierung hinweisen.


Link zum Artikel auf OnePeterFive (englisch):

onepeterfive.com


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Lesermeinungen

 Federico R. 11. September 2017 
 

Erratum: ... zum Tod von Kardinal Caffarra ...


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 Federico R. 11. September 2017 
 

@leibniz

Ähnlich zynische Äußerungen aus dem Mund von Theologen sind auch mir nicht unbekannt. Ich kann mich auch noch recht gut an Äußerungen von sogenannten kritischen Geistern aus dem kirchlichen Umfeld beim plötzlichen Tod von Erzbischof Johannes Dyba erinnern. Auch sie waren zynisch wie hämisch und haben mich fassungslos gemacht, gerade deshalb, weil sie in einem Fall von einem promovierten Theologen kamen. Vor allem daran habe ich gedacht, als ich den ersten Kurzkommentar von A. Reik zum Tod von Kardinal auf einer anderen kath.net-Seite gelesen hatte.


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 Bernhard Joseph 11. September 2017 
 

Auch ein Erzbischof kann sich lächerlich machen

"Der Artikel schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite „Misstrauen gegen den Nachfolger Petri“. Der Artikel diene daher nicht der Wahrheit des Glaubens, sondern weltlichen Interessen, wirft Erzbischof Martinez dem österreichischen Philosophen und langjährigen Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben vor."

Könnte da bezüglich "weltlicher Interessen" der Erzbischof etwas konkreter werden!

Schadet man der Einheit der Kirche, wenn man an der Wahrheit festhält?

Und verbreitet man als Philosoph Misstrauen, wenn man logische Schlüsse zieht?

Es steht nicht gut um unsere Kirche!


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 leibniz 11. September 2017 
 

Dialog, Toleranz, Barmherzigkeit

Ich verstehe nicht ganz, warum hier so lange und ausführlich diskutiert wird.
Dieser spanische Bischof und die meisten anderen "Verteidiger" von amoris laetitia entlarven sich doch selbst:
1. Sie bringen nicht ein einziges Argument, sondern reagieren mit Gewalt und Verleumdung.
2. Sie handeln genau entgegengesetzt zu ihren ständig im Munde geführten Prinzipien, Dialog, Toleranz und v. a. Barmherzigkeit.
Dasselbe gilt auch für einige Diskutanten hier im Forum.
Seit wann stört es jemanden, wenn die Einheit der Kirche in Frage gestellt oder die Gläubigen verwirrt oder Misstrauen gegen den Papst geschürt wird?
Man sollte diesem Bischof eine email schreiben und fragen, ob er das ernst meint.
Während meines Studiums wurde ich mehrmals mit dem Wunsch von Lehrern der Theologie konfrontiert, J. P. II. möge sich doch bitte den Fuß brechen, damit das Problem seines Pontifikates auf biologischem Wege gelöst werde.


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 Klaffer 8. September 2017 
 

@Hadrianus Antonius

Diese Frage passt zwar nicht ganz zum Thema, ich stelle sie aber trotzdem: Sind Sie ein Schachspieler?


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 Mr. Incredible 8. September 2017 
 

Ich möchte ausserdem

das Interview mit Hr. Prof. Seifert auf

https://onepeterfive.com/the-church-after-amoris-laetitia-an-interview-with-josef-seifert/

empfehlen. Sehr lesenswert und ich meine, es zeigt den wachen, katholischen Verstand des Professors.
Ausserdem, trotzdem er gefeuert worden ist, bleibt er im Ton freundlich und , wie ich finde, liebevoll der Kirche gegenüber.
Keine Spur von dem Gegeifere einiger AL-Fans gegenüber z.B. den "Dubia-Kardinälen" oder anderen kritischen Geistern.


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 Ehrmann 8. September 2017 

@benedetto 05 ..am Ende ein Schsma?

In ezwa ist es schon da - aber die kleine Herde braucht sich nicht zu fürchten - ich denke da an Psalm2 ".. dir Könige der Erde atehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn...doch Er, der in den Himmeln thront, lacht, es spottet ihrer der Herr!" Ich denke, der moderne Deismus wird wohl kein allzu langes Leben haben, obwohl er in vielen Universitäten beheimatet ist."zuletzt wird Gott siegen" sprach kürzlich unser emeritierter Papst.


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 Hadrianus Antonius 7. September 2017 
 

Eigentor

Die Einheit der Hl. Kirche zu schädigen, die Gläubigen zu verwirren und das Amt des Papstes zu beschädigen:
das hat Prof. Seifert nun wirklich NICHT getan.
Sehr wohl dagegen haben andere dies getan, und wohl substanziell und coram publico vor allen Medien.
Insoweit hätte Erzbischof Fernàndez diese Worte doch besser nicht gesprochen.
Qzuos deus perdere vult, prius dementat.
Oder mit Tartakower: "Der vorletzte Fehler gewinnt".


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 Hadrianus Antonius 7. September 2017 
 

@A.Reik Was gilt jetzt?

Wenn man die Aussagen und die Texte v. Kard. Bergoglio bei jenem Kongress 2004 (mit herzlichem Dank an den hochgeachteten @Zeitzeuge) jetzt vrgleicht mit den damit nicht korrespondierenden Aussagen in Amoris Laeitia, gilt nun meine Frage an Sie: Was gilt jetzt?
Und wie kohrent ist das Ganze?
Von wegen compos mentis, frühere Behandlung mit Psychoanalyse, psychiatrische Gründe um im domus Sta. Marta zu wohnen usw.


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 Montfort 7. September 2017 

In Granada wurden einst von den Katholischen Königen die letzten Mauren aus Spanien vertrieben, ...

... jetzt vertreibt der dortige Erzbischof dort die letzten aufrechten Katholiken.

Aber vielleicht kann Prof. Seifert nun im "Ruhestand" durch die derzeitige kirchliche Situation beunruhigte Katholiken, die an der katholischen Lehre und an der Wahrheit interessiert sind, in Gesprächszirkeln und Vorträgen in deutschsprachigen Ländern aufwecken und ermutigen, wachsam zu sein!


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 trueman 7. September 2017 

Wir verzeihen uns selbst immer viel und gerne, sogar mit gutem Gewissen, oder?

eigentlich sollte man schon seit humane vitae wissen, dass man es sich zu leicht macht, wenn man die Menschen an ihr eigenes Gewissen "ausliefert", denn wer von den einfachen Christen verfügt schon über ein gebildetes Gewissen. Das ganze dient dann einfach dazu, selbst eine gute Figur zu machen und gute Presse zu haben, letztlich und formal aber dennoch irgendwie die Lehre Christi nicht zu verraten. Ähnliches geschieht jetzt, die "Kirchenfürsten" geraten immer mehr zu "kleinkarierten und ängstlichen Politikern" und vergessen, dass sie eigentlich genau das nicht sein sollten. Zu Prof. Seifert kann man nur sagen, dass der H ihn wohl woanders dringender benötigt und ich denke, er wird das bestimmt auch so sehen. Granada ist zwar ganz schön, aber den Staub von den Schuhen schütteln und weiter ziehen!


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 Herbstlicht 6. September 2017 
 

Nachtrag

Wenn auch das von mir verwendete Wort "feuern" nicht den Sachverhalt korrekt beschreibt, denn "in den Ruhestand schicken" ist von der Sache her etwas anderes, so bleibt dennoch der Eindruck einer Strafmaßnahme gegenüber Herrn Prof. Josef Seifert bestehen.
Weiß man sich denn nicht mehr anders zu helfen?


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 Herbstlicht 6. September 2017 
 

Feuern - und das Problem ist gelöst.

Oder etwa doch nicht?
Sollte es tatsächlich in Mode kommen, sachlich vorgetragene Kritik mit Entlassung zu bestrafen, weist das auf keine gute Entwicklung hin.


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 Federico R. 6. September 2017 
 

Klarstellung - 2

Franziskus verlagert die Auslegung von AL auf die einzelnen Hirten bzw. die nationalen Bischofskonferenzen, letztlich an die einzelnen Gläubigen. Das schafft HEILLOSE Verwirrung und spaltet die Kirche. Und das ist „satanisch“. „Weg von mir, Satan, geh mir aus den Augen!“ - Evangelium nach Matthäus vom vergangenen Sonntag.


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 Federico R. 6. September 2017 
 

Klarstellung: „Amoris laetitia“ verwirrt

Auch ohne Prof. Seiferts Artikel bisher gekannt zu haben, hat sich bei mir schon seit längerem ein Gefühl des „Misstrauen(s) gegen den Nachfolger Petri“ breitgemacht. Nicht Seiferts Artikel schadet der Einheit der Kirche, sondern das Schreiben „Amoris laetitia“, und es verwirrt nicht nur die Gläubigen, sondern mittlerweile auch die Hirten. Endzeitstimmung könnte man dazu sagen! Die Einrichtung in Granada, an der Prof. Seifert bisher gelehrt hat, trägt den Namen einer heiliggesprochenen Frau: Edith Stein. Was sie wohl zu „Amoris laetitia“ sagen würde – als Philosophin und als katholische Blutzeugin?


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 Elija-Paul 6. September 2017 
 

@Gandalf

Averguenzese
heisst schaemen Sie sich!


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 Gandalf 6. September 2017 

Shame on You!

[email protected]

Shame on You! Was heißt das in span. Sprache?

www.archidiocesisgranada.es/index.php/contacto


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 Joy 6. September 2017 
 

Typisch

die konservativen werden sofort und unbarmherzig abgestraft, wenn sie einmal kritisch sind, bei den Linken kann man nicht tolerant genug sein. Unzählige Beispiele!


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 Zeitzeuge 6. September 2017 
 

Professor Dr. Josef Seifert, T. 2

Als Papst Joh.-Paul II. noch lebte, 2004, fand ein Kongress statt, hier wurde eine
bemerkeswerte Rede gehalten, u.a. wurde
ausgeführt, daß "nur eine Moral, die ohne Ausnahme immer und für alle gültige Normen
anerkennt, kann die ethische Grundlage des
sozialen Zusammenlebens auf nationaler wie internat. Ebene sicherstellen".

Weiter:

Daß das Verständnis für die menschliche Schwachheit "n i e einen Kompromiss und eine Verfälschung des Kriteriums von Gute und Böse bedeuten kann, so als wollte man sie den Lebensumständen der Menschen u. Personengruppen anpassen"

Und:

Der Redner bezeichnete es "als schwere Versuchung" zu meinen, daß es für einen sündigen Menschen unmöglich sei, das hl. Gesetz Gottes zu befolgen und selbst "darüber entscheiden zu wollen, was gut und was böse ist":

Die Rede hielt S.E. Kardinal Bergoglio!!



Quelle: kathpedia,Artikel "Diskussion über das päpstl. Schr. AL.

Bekanntl. führe ich hier keine Dispute mit "Fußnoten-Apologeten" vor Antwort auf die 5 Dubia!


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 Zeitzeuge 6. September 2017 
 

Professor Dr. Josef Seifert

ist einer der weltweit profiliertesten kath. Philosophen!

Bereits 1968, mit 23 Jahren, übersetzte er
das heute noch aktuelle Buch eines seiner
phil. Vorbilder, Dietrich von Hildebrand,
"Das tronjanische Pferd in der Stadt Gottes" in Deutsche!
Als sechsfacher Familienvater legt
er Zeugnis davon ab, daß er lebt, was er lehrt!
Zum Thema schrieb er in der philosophischen Internet-Publikation
AEMAET eine große Abhandlung, 84 Seiten
mit 54 Anmerkungen unter dem Titel "Die Freude der Liebe", kann man so auch googeln!
Jeder, der ernsthaft mitreden will, sollte diesen Text vorher lesen und dann
versuchen, ihn wissenschaftlich ohne Rabulistik zu widerlegen, es wird keinem
ehrlich Wahrheitssuchenden gelingen, tragfähige Gegenargumente zu liefern, geanu wie b.d. Dubia!

Lt. kath-net v. 25.4.16 erinnerte sich der Papst bei einer Reporterfrage nicht
einmal an die berüchtigte Fußnote zur
"Ehebrecher-Kommunion", man reibt sich die Augen, aber es gibt noch andere, nicht hinnehmbare Fußnoten in AL.
2


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 benedetto05 6. September 2017 
 

Strategie u. Taktik von Franziskus sind klar erkennbar

die Taktik von Franziskus und Consorten wird immer klarer: durch absicht-
lich schwammige Formulierungen wird die katholische Glaubenslehre peu a
peu aufgelöst. Am Ende steht eine "Lehrwolke", mit der man so gut wie alles
rechtfertigen kann. Jeder darf sich dann seines Platzes im Himmel sicher
sein. Dass das dann mit dem Evangelium Christi kaum noch was zu tun hat -
so what!

Widerstand? Das diesbezügliche Kalkül der Franzikus-Truppe ist auch sehr klar. Er (der Widerstand) ist rein zahlenmäßig so gering gegenüber den Progressisten und vor allem den gleichgültigen Lauen, dass er sich leicht
durch Ignorieren, Diffamieren und Absetzen (s. Schicksal von Professor Seifert) wegbügeln läßt.

Am Ende könnte es ein Mini-Schisma geben, bei dem die Abgespaltenen ganz leicht als ewig-gestrige Sekte abgetan und vergessen werden. Dem "großen Haufen" tut's nicht weh, außer, daß er dann nur noch eine NGO mit religiösem Touch darstellt, ohne jegliche missionarische Kraft und rein zu Wellnesszwecken.


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 girsberg74 6. September 2017 
 

@Christa.marga (@ et al)
„AL schadet der Kirche …“

An Ihrem Beitrag ist nichts, aber auch gar nichts auszusetzen. Frage ist nur: „Hilft das?“ – Ich meine fast, es schürt eher Verzweiflung, wiewohl das einem Christen nicht angemessen ist.

Erstaunlich, wie man ein Leben lang den Demütigen geben kann, bis man an der Macht ist, dass selbst ein George Weigel ( in: „Das Projekt Benedikt“ *) davon beeindruckt war.

Vielleicht lässt sich das Problem ein Stück weit von unten angehen, indem man bei einer Tütenkollekte in jeder deutschen Kirche anstelle eines Geldbetrages die Forderung nach einer Klärung von Al eintütet.
---------------------------------------
*) -„Das Projekt Benedikt“, ISBN 978-3-629-02142-7 (vergr.); Sehr lesenwert, wenn auch mit teils auffälligen Fehlern in der Übertragung, so z. B. auch in der Formel „Habemus papam“.


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 wedlerg 6. September 2017 
 

@Reik: irgendetwas gelesen?

Prof. Seiterft hat mit einfachen Argumenten AL303 in einen Widerspruch zur gesamten Morallehre der Kirche geführt. Man muss kein Akademiker sein, um das zu verstehen. Als Christ kann man sich nur über den Murx wundern, den AL an dieser Stelle vertritt (btw: diese Argumente waren vor 40 Jahren schon als falsch entlarvt worden).

Lesen Sie AL303 mal nach und dann Prof. Seifert und dann erklären Sie uns bitte, wie Papst Franziskus hier noch das Evangelium vertritt - aber bitte konsistent und mit einfachen Zusammenhängen! Nicht einfach mit Schlagworten.

AL 303 steht diametral zur Bergpredigt und nimmt klar die Pharisäerposition ein, die Jesus als lieblos entlarvt.


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 Kurti 6. September 2017 
 

Ein Papst, der einem Atheistan sagt, diese müssten nur nach ihrem

ich füge hinzu: UNERLEUCHTETEN Gewissen leben, der kann mir keine Autorität bei diesem Thema sein. Jeder weiß doch, daß das Gewissen sich an der christlichen Lehre und Ethik ausrichten muß. Ohne das Licht Christi bleibt unser Gewissen schon durch die Sünde deformiert und jeder sollte wissen, daß man sein Gewissen auch abtöten kann. Wenn der heilige Geist einen Menschen erleuchtet, dann fallen einem oft uralte Sünden aus der Kindheit ein, die man bekennen und beichten und ggfs. wieder gutmachen muß, das sollte eigentlich jeder erfahrene Priester wissen. Ergo: Gewissen ist längst nicht gleich Gewissen, eines ist wie ein ganz grobes Sieb, ein anderes ist viel feiner.


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 wandersmann 6. September 2017 
 

Wieso lassen die Bischöfe

dann solche Professoren im Amt, die klar gegen die Lehre der Kirche sich positionieren?
Meist sind die liberal.

Meine Interpretation:
Entweder es steckt der Papst dahinter oder ein Bischof meint, dass der Papst so ein Verhalten verlange.

Die Personalentscheidungen sagen mehr über den Papst als jede Rede oder jedes Dokument.

Wenn ihr einen Papst einschätzen wollt, dann achtet auf seine Personalentscheidungen und nicht so sehr auf seine Worte ...


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 A.Reik 6. September 2017 

@Gambrinus: Ja, genau! Die Lehre der Kirche steht fest...

... und der PAPST vertritt sie.


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 Gandalf 6. September 2017 

Ein Skandal

Prof. Seifert ist einer der besten kath. Philosophen der Gegenwart, ich durfte am ITI (Gaming) von ihm wunderbare Vorlesungen hören. Der Rauswurf ist ein Skandal, ein anderes Wort fällt mir dazu nicht ein.


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 donjbosco 6. September 2017 

Neu unter Franziskus und gegen alle seine Verteidiger,

muss man festhalten, dass die Theologen und Gläubigen, welche an der Lehre und deren Kontinuität festhalten in einem großen Ausmaß diskriminiert und diffamiert werden. In jedem Pontifikat hat es auch harschen Umgang mit Kritikern gegeben, doch eher aus der anderen Perspektive, also stets unter der Bedingung der Treue zur Lehre der Kirche und nicht in diesem Ausmaß. 120 Jahre nach Nietzsche erleben wir die umfassende Umwertung aller Werte in Kirche und Gesellschaft realiter. Mutter Gottes bewahre uns(ere) Kinder


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 Christa.marga 6. September 2017 
 

AL schadet der Kirche

Der Papst hat Verwirrung gestiftet. Was ich nicht verstehe, warum unternimmt der Papst nichts, um Kapitel 8 von AL endlich klarzustellen?
Alle Personen, die Kritik an AL üben, werden kaltgestellt, oder sie werden mit Stillschweigen übergangen.
Das ist kein guter Stil.


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 Elija-Paul 6. September 2017 
 

Die Frage von Prof.Seifert ist berechtigt!

Die Frage nach der Wahrheit muss gestellt werden koennen!Wer sie unterdrueckt stellt sich selbst in Frage!Prof.Seifert ist fuer seinen Mut zu danken!Wenn die Hirten schweigen dann reden die Laemmer.Wenn die Hirten schlagen, dann leiden die Laemmer, aber sie werden nicht schweigen! Der Kampf wird offener! Wie sagte ein Priester kuerzlich zu mir: Kapitel 8 von AL ist ein Desaster! Leider hat er recht! Als beadarf der Korrektur und der theologischen Ueberarbeitung!Alles andere ist von uebel!


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 Gambrinus 6. September 2017 
 

Die Lehre der Kirche steht fest...

... und Prof. Seifert vertritt sie.

Verwirrend ist nicht Seifert, sondern Amoris Laetitia. Das sieht man schon daran, wie unterschiedlich dieses Dokument in verschiedenen Ländern interpretiert wird.


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 doda 6. September 2017 

Bischof Martinez steht lt. Wiki seid 2009 unter Druck

vielleicht hält er diese Aktion für zweckdienlich, um seinen eigenen Kopf zu retten...


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 ecclesiam 6. September 2017 
 

Totalitäre Tendenzen in der Kirche

Ein Beispiel, wie der Relativismus totalitär wird. Denn im Relativismus ist alles relativ, solange es der Meinung der Machthabenden entspricht. So kann die Macht gehalten werden. Das System, welches in sozialistischen oder faschistischen Systemen benutzt wird, wird unter Billigung des Papstes innerhalb der Kirche angewandt.

Die ehrliche Suche nach Wahrheit steht nicht im Zentrum, sondern die Durchsetzung der subjektiven relativistischen Wahrheit.

So wird Prof. Seifert angegriffen:
"Der Artikel schade der Einheit der Kirche, verwirre die Gläubigen und verbreite ‚Misstrauen gegen den Nachfolger Petri’. Der Artikel diene daher nicht der Wahrheit des Glaubens, sondern weltlichen Interessen."

-> Keine sachliche Argumentation gegen Prof. Seifert, sondern es wird auf die Person gezielt bzw. er wird durch die Entlassung einfach ausgeschlossen. Was nicht sein darf, soll nicht sein.


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 chriseeb74 6. September 2017 
 

Nun ja,

es gab mal einen klugen "Vorstandsvorsitzenden", der wollte durch eine höhere Diskussions- und Gesprächskultur erreichen, dass seine potentiellen "Gegner" aus ihren sicheren "Löchern" kriechen, um sie dann umso schneller erledigen zu können.
Ich hoffe, dass Kardinal Sarah und andere nicht in diese Falle tappen.


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 Smaragdos 6. September 2017 
 

Nein, Herr Erzbischof, nicht der Artikel von Herrn Professor Seifert "schade(t) der Einheit der Kirche, verwirr(t) die Gläubigen und verbreite(t) „Misstrauen gegen den Nachfolger Petri“, sondern das Schreiben AL selbst! Mit Ihrem Angriff auf Herrn Seifert und seinen lupenreinen Artikel sind Sie der beste Beweis für die Verwirrung, die der Papst angestellt hat!


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 Chris2 6. September 2017 
 

Es werden Fakten geschaffen,

Personell und inhaltlich, an denen der nächste Papst sich die Zähne ausbeißen wird, wenn er kein Schisma riskieren möchte. Franziskus ist ja klug genug, die zweite Garde vorzuschicken, um nicht selbst auf dünnes Ein zu geraten. Komm Schöpfer Geist, kehr bei uns ein...


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