Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  4. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  5. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  8. Hunderte Einsprüche gegen Pfarrauflösung in der Diözese Linz - Keine Antworten aus Rom
  9. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  10. Bischof Oster: „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch“
  11. „Weitergabe des Glaubens von Generation zu Generation scheiterte, Neuevangelisierung ist notwendig“
  12. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  13. Medienkrise verschärft sich: Dramatische Auflagenverluste für Tageszeitungen in Deutschland
  14. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats
  15. Schwere Zensur-Vorwürfe aus den USA: EU unterdrückt die Meinungsfreiheit

Kardinal Müller: ‚Wir haben nicht zwei Lehrämter’

31. Mai 2017 in Weltkirche, 34 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Amoris laetitia’ sei in der Tradition der katholischen Lehre zu lesen. Einander widersprechende Interpretationen von Bischofskonferenzen würden der Kirche schaden, sagt der Präfekt der Glaubenskongregation.


Rom (kath.net/EWTN/jg)
„Es ist nicht gut, dass die Bischofskonferenzen offizielle Interpretationen des Papstes veröffentlichen“, sagte Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der Präfekt der Glaubenskongregation wörtlich im Interview mit Raymond Arroyo von EWTN. Arroyo hatte ihn zuvor zu den gegensätzlichen Interpretationen des nachsynodalen Schreibens „Amoris laetitia“ durch die Bischöfe verschiedener Länder befragt.

Das sei nicht katholisch, fuhr der Kurienkardinal fort und betonte erneut, wie das päpstliche Schreiben zu verstehen sei. „Wir haben dieses Dokument des Papstes und es muss im Kontext der ganzen katholischen Tradition gelesen werden“, sagte er. Eine Zulassung zivilrechtlich geschiedener Wiederverheirateter zu den Sakramenten sei daher nur möglich, wenn beide den festen Vorsatz hätten, „wie Bruder und Schwester“ zu leben, betonte der Kardinal.


Das Vorgehen der Bischofskonferenzen stifte Verwirrung, die der Kirche schade. „Wir haben nicht zwei Lehrämter, eines des Papstes und eines der Bischöfe“, erinnerte Müller.

Der Papst scheine doch die andere Richtung zu unterstützen, indem er die Orientierungshilfe der argentinischen Bischöfe zu „Amoris laetitia“ gut geheißen habe, antwortete Arroyo. Diese sieht in Einzelfällen die Zulassung zivilrechtlich wiederverheirateter Geschiedener zu den Sakramenten vor.

Er sei „nicht sehr glücklich“ damit, dass die Bischöfe den Papst interpretieren und dann der Papst die Bischöfe interpretiere. Es gebe in der Kirche bestimmte Regeln, nach denen vorgegangen werde. Die Synode berate zu einem bestimmten Thema, der Papst verfasse anschließend mit seiner lehramtlichen Autorität ein nachsynodales Schreiben, das die Ergebnisse zusammenfasse und notwendige Erklärungen enthalte. Damit sei die Angelegenheit abgeschlossen. Weitergehende Interpretationen seien nicht gut für die Kirche, warnte Kardinal Müller.

In dem Interview wies Müller erneut Versuche zurück, die Pastoral gegen die Lehre auszuspielen. Das sei nicht katholisch. Man können Christus nicht teilen. Er sei sowohl Lehrer als auch guter Hirte in einer Person, betonte er.

EWTN-Interview mit Kurienkardinal Müller (englisch)


Foto Kurienkardinal Müller (c) kath.net/Markus Gehling


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Amoris laetitia

  1. Papst bekräftigt Lehre von "Amoris laetitia" zu Geschiedenen
  2. Polen: 140.000 Unterschriften für Verteidigung der Ehe
  3. Kardinal Cupichs Amoris-laetitia-Seminare mit umstrittenen Referenten
  4. Seifert: Außergerichtliche Einigung mit Erzbistum Granada
  5. Katholische Universität kündigt Unterzeichnern der correctio filialis
  6. ‚Franziskus soll 8. Kapitel von ‚Amoris laetitia’ zurückziehen’
  7. ‚Amoris laetitia’ wäre unter Franziskus’ Vorgängern abgelehnt worden
  8. ‚Amoris laetitia’ ändert Lehre und Sakramentenordnung nicht
  9. Offizielles Lehramt? Kommunion für Wiederverheiratete in Einzelfällen
  10. Theologe: ‚Barmherzigkeit heißt, Zweitehe ist nicht immer Ehebruch’






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Endgültiger Bruch mit Rom droht: Priesterbruderschaft St. Pius X. kündigt Bischofsweihen an
  3. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“
  6. Kard. Müller nach Gespräch mit Papst Leo: „Atmosphäre ist von wechselseitigem Vertrauen bestimmt“
  7. Nach „Wort zum Sonntag“: Staatsanwaltschaft ermittelt weiter gegen Pastorin Behnken
  8. Kardinal Müller: „Von der ‚Kirche des Franziskus‘ zu sprechen“, „das ist für mich eine Häresie“
  9. Öffentlich-rechtlicher Sender SWR konfrontiert Ordensfrau mit obszöner Frage
  10. Papst Leo XIV.: 'Abtreibung ist der größte Zerstörer des Friedens'
  11. Bischöfe und Funktionäre im Paralleluniversum
  12. Bischof von Cordoba: Priester durften bei Zugsunglück Sterbesakramente nicht spenden
  13. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  14. Berichte über neue Wunder des Hl. Charbel in den USA und im Libanon
  15. Massive Medienvorwürfe gegen den Priester Wolfgang Rothe als Mitglied des Betroffenenbeirats

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz