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Auf der Suche nach der Wahrheit

2. November 2016 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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Pressestelle des Bamberger Erzbischofs Ludwig Schick stellt klar: Schick hat sich keineswegs dafür ausgesprochen, dass ein Muslim Bundespräsident werden soll, oder eine andere Wahlempfehlung gegeben


Bamberg (kath.net) Die Pressestelle des Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat sich am 1. November bei kath.net zu Wort gemeldet und zur jüngsten Diskussion über die Frage eines muslimischen Bundespräsidenten eine Stellungnahme übermittelt, die kath.net im Wortlaut veröffentlicht:

"Erzbischof Schick war am Freitag zu einem Talk auf der Bühne einer Nürnberger Zeitung auf der Consumenta eingeladen, der ca. 45 Minuten dauerte. Verschiedene Themen zu seiner Biographie, seinem Leben und Wirken wurden angesprochen. Dabei wurde ihm auch die Frage gestellt, ob er sich einen muslimischen Bundespräsidenten vorstellen könnte. Er hat darauf geantwortet, dass er dafür derzeit keine gesellschaftliche Mehrheit sehe. Auf die weitere Nachfrage, ob er dies denn grundsätzlich für möglich halte, sagte er, dass ein möglicher muslimischer Kandidat von den Parteien nominiert und von der Bundesversammlung gewählt werden müsste. Wenn dies geschehen sollte, werde die Kirche diese demokratische Entscheidung akzeptieren, alles andere würde nicht dem Grundgesetz entsprechen. Erzbischof Schick hat hier eine verfassungsrechtliche Selbstverständlichkeit auf eine grundsätzliche und hypothetische Frage geantwortet. Er hat sich damit keineswegs dafür ausgesprochen, dass ein Muslim Bundespräsident werden soll, oder eine andere Wahlempfehlung gegeben. Als Bischof beteiligt er sich nicht an politischen Personalspekulationen und spricht schon gar nicht Wahlempfehlungen aus.


Im Übrigen vertritt Erzbischof Schick die Ansicht, dass im interreligiösen Dialog und im Dialog zwischen den Religionsangehörigen der Austausch über religiöse Inhalte, theologische Positionen und Bekenntnisse, Verhaltens- und Lebensweisen auf der Suche nach der Wahrheit stattfinden muss. Der Dialog mit dem Islam müsse entpolitisiert werden und sich mit Glaubensfragen befassen. Dazu müssten auch der Koran und die Geschichte des Islam mit der Vernunft und den Methoden der Aufklärung interpretiert werden. Für den Erhalt und die Weiterentwicklung der christlich geprägten Kultur Deutschlands setzt sich Erzbischof Schick immer wieder engagiert ein."

Foto Erzbischof Schick


Archivfoto Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg


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Lesermeinungen

 Chris2 2. November 2016 
 

So herum und im Kontext klingt das ganz sachlich

Ein Lehrstück, wie man jemandem buchstäblich das Wort aus dem Mund ziehen und gleichzeitig auch noch in selbigem herumdrehen kann. Allerdings erinnere ich mich - wie @Hans1 - auch, dass Erzbischof Schick offenbar zuvor schon mehrfach die nötige kritische Distanz zur Merkelschen Auflösung der deutschen Souveränität nach Außen wie im Inneren hat vermissen lassen. Falls auch dies nicht auch nur Meldungen ähnlicher "Qualität" waren...


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 Hans1 2. November 2016 
 

Mit ein wenig Logik, sollte man das Zitat ...

... durchdenken: "Für den Erhalt ... der christlich geprägten Kultur Deutschlands setzt sich Erzbischof Schick immer wieder engagiert ein."

Monatlich wie derzeit (seit Mai laut Bundesinnenministerium) ca 14.000 überwiegend nichtchristliche Geflüchtete aufzunehmen, zu denen ca. 1Mio von 2015, deren mindestens doppelt so hohe Nachkommensrate berücksichtigend, die nachweisliche stärkere Bindung der 2. und 3. Migrantengeneration an die Väter-religion, die drastischen Strafen für Abkehr vom Islam gem. div. Fatwas, die Befürwortung des Bischofs für diese Regierungspolitik - was hat das mit "Erhalt der christlich geprägten Kultur Deutschlands" zu tun?


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 Waldi 2. November 2016 
 

Die laut gedachte Idee,

dass ein Muslim Deutscher Bundespräsident werden könnte, spukt schon lange durch die Deutschen-Politköpfe und scheint sich immer konkreter verwirklichen zu wollen. Das verführt mich zum verrückten Gedankenspiel, dass, aus deutsch-katholischer Sicht, gemäß politischer Korrektheit, ein Muslim in fernerer Zukunft durchaus auch Papst werden könnte. Papst Johannes XXIII. hat in seiner Bescheidenheit einmal gesagt: „Papst kann jeder werden, ich bin das lebende Beispiel dafür“. Dann fehlt nur noch ein kräftiges Halleluja dazu!


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