Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. Vertrauenskrise in der Kirche
  7. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  8. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  9. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  10. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  11. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  14. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  15. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien

Der Laizismus wird uns nicht voranbringen

24. Oktober 2010 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ludwig Schick wendet sich gegen die Verdrängung von Religion und Kirche aus dem öffentlichen Raum und erinnert daran, dass die Kirche für die Vermittlung von „Würde, Werte und Tugenden“ unabdingbar sei.


Bamberg (www.kath.net/ bbk)
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat bei einem Vortrag in Herzogenaurach am 19. Oktober an die Bedeutung von Würde, Werte und Tugenden für die Gesellschaft in Deutschland erinnert. „Sie sind die tragenden Säulen des Gemeinwohls“, so der Erzbischof. Sie seien aus der abendländisch-christlichen Kultur entstanden. „Sie haben ein gutes gemeinwohlorientiertes Gesellschaftsleben und den Sozialstaat in Deutschland hervorgebracht. Das muss dankbar anerkannt werden.“

Wenn derzeit „Laizisten“ in einigen Parteien forderten, dass die Kreuze aus den Schulen und öffentlichen Gebäuden entfernt, der Gottesbezug im Grundgesetz und in den Länderverfassungen gestrichen, der Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft, die Theologie aus den Universitäten herausgenommen werden und Kirchenvertreter nicht mehr in der Politik mitwirken sollten, käme das dem Versuch einer „Damnatio memoriae“, einer Löschung aus dem Gedächtnis gleich.


„Der Versuch wird scheitern“, ist sich der Erzbischof gewiss. Religion und Kirche sollten zum Wohl der Gesellschaft von der Politik gefördert werden. Es dürfe nicht vergessen werden, dass die Christen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten in Deutschland an erster Stelle stehen und die Kirchen viele soziale, caritative und diakonische Einrichtungen zum Wohl der ganzen Gesellschaft tragen. Nicht zuletzt sei die Kirche für den Erhalt und die Weitergabe der Würde von allen Menschen, den Werten und Tugenden wichtig. „Mit religiösen Menschen ist ‚Staat’ zu machen! Was können der Laizismus und die Laizisten Positives vorweisen?“, fragte Schick vor rund 300 Zuhörern.

Die Würde des Menschen sei von der Befruchtung der Eizelle bis zum natürlichen Sterben unantastbar. Die Auslese und Tötung von befruchteten Eizellen nach einer „unbefriedigenden“ Präimplantationsdiagnostik (PID) sei genauso ein Angriff auf die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wie die Abtreibung. Deshalb gehöre PID verboten.

Die Sehnsucht nach einem würdevollen Leben, nach Werten und Tugenden sei besonders bei jungen Menschen groß. Es fehle aber oft an der Realisierung im Alltag. Der Bamberger Erzbischof forderte daher eine Bildungsoffensive auf allen Ebenen. Bildung ist das A und O für die Beachtung der Würde aller Menschen, der Aneignung der Werte sowie der Verwirklichung der Tugenden. Dazu müssten vor allem die Familien gestärkt sowie in den Kindergärten und Schulen das Werte- und Orientierungswissen mehr Bedeutung erhalten.

Der Glaube an den guten Gott sei die wichtigste Ressource für Würde, Werte und Tugenden. „Mit dem guten Gott funktioniert die Gesellschaft anders als ohne ihn, nämlich göttlicher und himmlischer“, schloss Schick.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schick

  1. Ehe für alle: Schick fordert Prüfung vor dem Bundesverfassungsgericht
  2. Erzbischof Schick: Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen
  3. Auf der Suche nach der Wahrheit
  4. Erzbischof Schick wehrt sich gegen gefälschtes Pegida-Zitat
  5. Wir diskutieren, planen, erfinden und gründen immer neue Gremien
  6. Weltbesessenheit und Gottvergessenheit in der Kirche
  7. Ludwig Schick ist der sportlichste Bischof
  8. Mit emotionaler Empörung und Rausschmiss ist es nicht getan
  9. Schönborn: Unqualifizierte Angriffe von Zulehner und Schüller
  10. 'Nachdenken', ob jeder Pfarrer den Zölibat leben müsse






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  4. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  5. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  6. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  7. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  8. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  9. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  10. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  11. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  12. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  13. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  14. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  15. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz