Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  2. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  3. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an
  4. Kritik: „Gewissensfreiheit durch die Hintertür eines faktischen Teilberufsverbots aushebeln“
  5. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  6. Diözese Linz verlinkt umstrittenes Bekenntnis zur LGBT-Propaganda
  7. Keine Solidarität der Muslime in Deutschland
  8. Papst: Schmerz wegen der Geschehnisse in Istanbul um die Hagia Sophia
  9. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  10. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  11. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  12. Entbehrliches Christentum?
  13. Der Glaube ist „verdunstet, verdampft, verflüchtigt“, auch an den katholischen Schulen
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia

Der Laizismus wird uns nicht voranbringen

24. Oktober 2010 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ludwig Schick wendet sich gegen die Verdrängung von Religion und Kirche aus dem öffentlichen Raum und erinnert daran, dass die Kirche für die Vermittlung von „Würde, Werte und Tugenden“ unabdingbar sei.


Bamberg (www.kath.net/ bbk)
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat bei einem Vortrag in Herzogenaurach am 19. Oktober an die Bedeutung von Würde, Werte und Tugenden für die Gesellschaft in Deutschland erinnert. „Sie sind die tragenden Säulen des Gemeinwohls“, so der Erzbischof. Sie seien aus der abendländisch-christlichen Kultur entstanden. „Sie haben ein gutes gemeinwohlorientiertes Gesellschaftsleben und den Sozialstaat in Deutschland hervorgebracht. Das muss dankbar anerkannt werden.“

Wenn derzeit „Laizisten“ in einigen Parteien forderten, dass die Kreuze aus den Schulen und öffentlichen Gebäuden entfernt, der Gottesbezug im Grundgesetz und in den Länderverfassungen gestrichen, der Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft, die Theologie aus den Universitäten herausgenommen werden und Kirchenvertreter nicht mehr in der Politik mitwirken sollten, käme das dem Versuch einer „Damnatio memoriae“, einer Löschung aus dem Gedächtnis gleich.


„Der Versuch wird scheitern“, ist sich der Erzbischof gewiss. Religion und Kirche sollten zum Wohl der Gesellschaft von der Politik gefördert werden. Es dürfe nicht vergessen werden, dass die Christen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten in Deutschland an erster Stelle stehen und die Kirchen viele soziale, caritative und diakonische Einrichtungen zum Wohl der ganzen Gesellschaft tragen. Nicht zuletzt sei die Kirche für den Erhalt und die Weitergabe der Würde von allen Menschen, den Werten und Tugenden wichtig. „Mit religiösen Menschen ist ‚Staat’ zu machen! Was können der Laizismus und die Laizisten Positives vorweisen?“, fragte Schick vor rund 300 Zuhörern.

Die Würde des Menschen sei von der Befruchtung der Eizelle bis zum natürlichen Sterben unantastbar. Die Auslese und Tötung von befruchteten Eizellen nach einer „unbefriedigenden“ Präimplantationsdiagnostik (PID) sei genauso ein Angriff auf die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wie die Abtreibung. Deshalb gehöre PID verboten.

Die Sehnsucht nach einem würdevollen Leben, nach Werten und Tugenden sei besonders bei jungen Menschen groß. Es fehle aber oft an der Realisierung im Alltag. Der Bamberger Erzbischof forderte daher eine Bildungsoffensive auf allen Ebenen. Bildung ist das A und O für die Beachtung der Würde aller Menschen, der Aneignung der Werte sowie der Verwirklichung der Tugenden. Dazu müssten vor allem die Familien gestärkt sowie in den Kindergärten und Schulen das Werte- und Orientierungswissen mehr Bedeutung erhalten.

Der Glaube an den guten Gott sei die wichtigste Ressource für Würde, Werte und Tugenden. „Mit dem guten Gott funktioniert die Gesellschaft anders als ohne ihn, nämlich göttlicher und himmlischer“, schloss Schick.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Erwache und lache 26. Oktober 2010 
 

Laizismus und Glaube

Kardinal Ratzinger war es, der in der Debatte über die Europäische Verfassung das US-amerikanische Modell nachahmungswürdig nannte.
Einen Laizismus, der in keinster Weise \"antireligiös\" ist und eine blühende Glaubenslandschaft ermöglicht - gerade durch die Trennung von Staat und Kirche. Und vielleicht auch dafür mitverantwortlich ist, dass die USA heute noch ein \"gläubigeres\" Land sind, als die (west)europäischen Staaten.

@ Troppau:
Die Krisen des Laizismus in Frankreich und der Türkei haben ganz spezifische Probleme zur Ursache, die insbesondere mit der modernen Entwicklung des Islam zu tun haben.

@ catolica
Bzgl. des Dritten Reiches von \"Laizismus\" zu sprechen ist historisch gesehen absurd. Das gilt ebenso für den Atheismus. Sicher waren die Nazis keine guten Christen, aber in der überwiegenden Mehrzahl waren sie auch keine Atheisten.
Das Spektrum reichte von Neopaganisten über \"Gottgläubige\" bis hin zu einer Reihe von Katholiken und vor allem Protestanten, die stramme Nazis waren.
In der neuen \"Hitler\"-Ausstellung im Berliner Deutschen Historischen Museum hat mich ein Exponat zutiefst erschüttert: Ein von einer evangelischen Frauengruppe gestalteter Wandteppich mit den Zeilen des Vaterunsers, in Kreuzform arrangiert, in der der MItte des Kreuzes marschierende Nazis und ein Hakenkreuz. Er hing in einer Kirche. Ich hätte fast geweint.


0

0
 
 catolica 26. Oktober 2010 
 

Laizismus führt in den abgrund

wohin uns atheismus und laizismus verkörpert in nationalsozialismus und kommunismus in den letzten 100 jahren gebracht haben,das wissen wir doch--wer immer noch danach schreit,sollte besser in geschichte aufgepasst haben....


0

0
 
 jabberwocky 26. Oktober 2010 

@troppau

Wenn ich eine Partei wähle, die sich aus dem Bezug auf Jesus Christus definiert und sich aus dieser Verantwortung heraus beispielsweise für den Schutz der Familie und des menschlichen Lebens besonders auch im Mutterleib und im Greisenalter einsetzt, dann stärke ich doch genau diese christliche Position und nicht die atheistische. Ich halte es für eine mediale Propagandalüge, die Stimme an eine solche Partei sei verschwendet. So kann man gute Ansätze natürlich auch klein machen, indem man Wähler entmutigt, einfach ihrem christlichen Gewissen zu folgen.
Meine Wahlstimme jedenfalls ist dann vergeudet, wenn ich mein Kreuzchen woanders mache als es meiner Überzeugung entspricht. Es ist nicht richtig, das politisch verantwortungslos zu nennen. Möglicherweise handelt der Wähler ja auch dann verantwortungslos, wenn er einer Partei quasi die Botschaft übermittelt: „Egal, was ihr tut, wir wählen euch dennoch“.
In dem Zusammenhang fällt mir ein Zitat ein, das meines Wissens Abraham Lincoln zugeschrieben wird und das hier paßt:

„Wer macht, was er schon immer gemacht hat, der bekommt, was er schon immer bekommen hat.“

Was bringt den Staat weiter? Hier bin ich davon überzeugt, daß eine einzige Sühnenacht frommer Katholiken z.B. in Wigratzbad mehr für Deutschland bewirkt als alle Veranstaltungen politischer Meinungsbildung zusammen. Darum ist das betende Vertrauen auf den Herrn und den Beistand der Muttergottes in der Tat die verantwortungsvollste und vernünftigste Handlung, die es gibt. Das kann man nicht gegen politisch verantwortliches Handeln ausspielen, sondern sollte die Grundlage dafür sein.
Unser kleiner Austausch macht allerdings deutlich, daß jenseits der Details in der jeweiligen politischen Ansicht die betende Sorge um unsere Heimat unser Antrieb ist. Das ist schön, das ist ein Trost. Seien Sie gesegnet!


1

0
 
 Troppau 25. Oktober 2010 

Unterscheidung der Geister!

@ jabberwocky

Ihr Vorhaben bei der nächsten Wahl die AUF-Partei zu wählen, ohne allerdings davon die Rettung der Welt zu erwarten und diese Stimme mehr aus Überzeugung denn aus Nützlichkeitserwägungen zu geben, ehrt Sie sehr. Nur kommen wir so im Staat nicht weiter.

Bei einer Splitterpartei die eigene Stimme in der Wahlkabine zu verschenken ist nach meiner Meinung politisch verantwortungslos. So stärkt man nur kleine, extreme Parteien, die dann mit ihren 10- 15 Prozent in Koalitionsverhandlungen auftrumphen und meist antichristlichen Unsinn fordern, wie z.B. laizistische Vorhaben. Schauen Sie sich doch unsere fünf Parteien im Bundestag an. Da kann man doch vernünftigerweise nur CDU/CSU wählen!

Natürlich vertrauen wir auf den Herrn und bitten die Muttergottes um ihren Beistand-aber politisch vernünftig handeln, darum müssen wir uns schon selber bemühen!


0

0
 
 jabberwocky 25. Oktober 2010 

@troppau, CDU/CSU

Also ich stimme ihrer Ansicht nicht zu. CDU/CSU hatten in Deutschland in den letzten Jahrzehnten meistens die Mehrheit im Bundesrat. Sie hatten also die Möglichkeit, dafür zu sorgen, daß es gar nicht soweit kommt wie es jetzt ist, haben aber so manches lebensfeindliche Gesetz durchgewunken bzw es selber -mit- initiiert. Es besteht zwar die minimale Chance, daß aus Machterhaltungsgründen eine kleine Kehrtwende eingeleitet wird, da viele konservative Wähler mit ihren Parteien unzufrieden sind. Der Gedanke beispielsweise, daß eine konservative Partei gegründet werden könnte, wird natürlich in die Parteizentralen durchgedrungen sein. Das wird die negative Entwicklung jedoch nicht aufhalten, weil die innere Überzeugung der Entscheidungsträger fehlt.
Integre Politiker wie z.B. Herr Posselt und Herr Kastler vom Europaparlament sind hier natürlich ausgenommen.
Die Feinde der Kirche gehen ziemlich dreist und kraftvoll vor. Dagegen erscheint der christlich positionierte Widerstand vergleichsweise dünn.
Ich sehe zwei Probleme:
1.: die CDU/CSU besteht nicht nur aus bekehrten Christen
2.: Macht korrumpiert
Darum wähle ich z.B. bei der nächsten Wahl die AUF-Partei, allerdings ohne mir von meiner Stimme die Rettung der Welt zu erwarten. Diese Stimme gebe ich mehr aus Überzeugung denn aus Nützlichkeitserwägungen. Die Rettung der Welt findet ohnehin nicht durch die Politik und nicht im Parlament statt, sondern am Kreuz. Meiner Ansicht nach wird dort der Laizismus besiegt. Denn der Laizismus hat keine Zukunft, darin stimme ich Ihnen 100%ig zu. Ob es mit der sittlich-moralischen Verfassung in unserem Land noch weiter abwärts geht (was ich befürchte, da viele unserer Mitbürger richtig und falsch nicht mehr unterscheiden können) oder nicht, der Herr macht diesem Quatsch ein Ende, irgendwann. Unsere Aufgabe sehe ich darin, für unsere Heimat zu beten (mit dem Wissen, ich selber tu es nicht gut genug).
Also: Bekehrung. Maria sagt in Medjugorje, wie es geht.


1

0
 
 M.Schn-Fl 25. Oktober 2010 
 

An alle

Bitte den oben eingegangenen Artikel: Historiker Wolffsohn beachten.
Hier heisst es:
Bundesverfassungsrichter Udo di Fabio sah im deutschen Staatskirchenrecht ein Vorbild für Europa.
\"Ein in der Tendenz kämperischer Laizismus. der in der Türkei soeben untergeht und in Frankreich eher hilflos wirkt\", sei dem deutschen Modell konzeptionell unterlegen \"und sollte nicht als Fortschrittsmodell verkauft werden\", mahnte er. Für Europe sei es wichtig, die Kirchen als integrative Kraft zu pflegen und in ihrer tenszendenten Idee des Lebens einen \"ganz wesentlichen Faktor der Zivilgesellschaft\" zu sehen.


1

0
 
 Descartes 25. Oktober 2010 
 

Natürliche Ontogenese

@Dismas
Selbstverständlich ist ein Mensch schon in der befruchteten Eizelle angelegt. Die Ontogenese, also die Entwicklung eines individuellen Menschen, ist ein natürlicher Prozess.
Dr. Trautemaria Blechschmidt (vielleicht die Frau von Prof. Dr. med. Erich Blechschmidt, weil er auf der selben Website des unten angegebenen Links auch zur Sprache kommt) erläutert, dass das Wesen und die Individualität des Menschen schon in der Befruchtung angelegt ist. Offenbar möchte sie damit begründen, dass der Mensch nicht vom Tier abstammen kann, ohne das jedoch auch nur ansatzweise deutlich zu sagen.
Es ist wohl in der Tat so, dass sich die Phylogenese nicht in der Ontogenese wiederholt, aber das widerlegt nicht die Abstammung des Menschen, also die Phylogenese. Im Gegenteil ist doch die NATÜRLICHE Entwicklung des Embryos und auch des geborenen Menschen vielmehr Beleg dafür, dass auch seine Herkunft natürlich ist.
Die Ontogenese des Menschen evolutionär zu deuten ist richtig, solange die ET als richtig angesehen werden muss. Falsch ist es höchstens, eine evolutionäre Deutung als \"Heckel\" zu vereinfachen.
Anstatt die Ontogenese des Menschen als natürliche Entwicklung und damit auch den Menschen als natürliches Wesen zu erkennen, wird eine Geist-Seele proklamiert, die buchstäblich vom Himmel fällt.

www.aktion-leben.de/Abtreibung/Embryonal-Entwicklung/sld05.htm


0

2
 
 Troppau 25. Oktober 2010 

Blutiger Ernst

@ Veritas

Keinesfalls Ironie ist die Empfehlung CDU/CSU zu wählen, um dem Laizismus in Deutschland keine Chance zu geben. Das sind die einzigen Parteien, die das verhindern werden.

Selbst wenn es nicht so wäre, welche Partei könnte den Laizismus verhindern? Wie soll es weitergehen? Haben Sie da irgendwelche Vorstellungen?


1

1
 
 Veritas 25. Oktober 2010 
 

Für Katholiken nicht wählbar

@Charlene
Volle Zustimmung. Der frühere Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner sagte: \"Die Grünen sind für Katholiken nicht wählbar.\" Daran hat sich bis heute nichts geändert.

@Troppau
Ihre Empfehlung \"Immer schön CDU/CSU wählen, dann hat der Laizismus in Deutschland keine Chance\" ist doch wohl hoffentlich nur Ironie, denn auch die vermeintlichen \"C\"-Parteien sind größtenteils längst laizistisch, vor allem in ihrer Parteiführung.


1

0
 
 Dismas 25. Oktober 2010 

@ M.Schn-Fl

Dem ist unedingt zuzustimmen. Die DBK bedankte sich noch für die \"Blauen Augen\" . Da werden sich die arroganten Spiegel-Redakteure feixend die Schenkel geklopft haben.
Es gibt immer noch Schmalspurgebildete, die es für intellektuell und \"aufgeklärt\" halten atheistisch zu sein.


1

0
 
 Dismas 25. Oktober 2010 

@Descartes

Ja, ich halte die \"Evolutionstheorie\" auch für Allgemeinwissen, aber nicht für Allgemeinbildung.

Wichtig wäre allerdings die Humanbiologischen Forschungen von Prof. Blechmschmidt vom \"Mensch von Anfang an\" zu lehren, besonders an den Schulen. Dort macht man den Unsinn und lehrt noch den \"Heckel\". Total Unwissenschaftlich!!


1

0
 
 Ester 25. Oktober 2010 
 

Zustimmung

spesalvi23 vor 5 Stunden
@ Charlene
\"In der Kirche werden wir das Te Deum ganz sicher auch dann noch singen, wenn längst kein Mensch mehr weiß, dass es jemals grüne Sprücheklopfer und Zeitgeistparasiten gab.\"

Garantiert!!! (Zitat Ende)

Nur, einfach wird es nicht und es wird von uns möglicherweise eine längst vergessene und in modernen Heiligenbiografien schamhaft verschwiegene Tugend verlangt werden, nämlich das Zeugnis durch und auch mit dem Leben (Martyria).
Im Reich Gottes geschieht nämlich nix automatisch.


0

0
 
  24. Oktober 2010 
 

PHARISÄISCH ?

Und das am 30. So. im Jahreskreis mit dem Evangelium vom Pharisäer und vom Zöllner!
Hätte Gott in der Menschwerdung das System von oben reformieren wollen, wäre sein damaliger Ansatzpunkt wohl in Rom gewesen. Aber er hat einen einfachen Arbeiter gewählt, der auch nicht vom Priesterstamm der Leviten war.
Dass ein Staat \"beser\" mit religiösen Menschen zu machen ist, kann man auch von Muslimen hören - und ist lt. Böckenförde natürlich logisch.
Jesus wollte aber die freie Wandlung der herzen, weil er an die Kraft des Geistes glaubte, die schon immer wirksam war und bleiben wird. (Entscheidend ist, ob das Tedeum von oben herab oder von unten aus der Drangsal - aus der existentiellen, nicht aus der religiösen! - kommt)


1

1
 
 Herbert Klupp 24. Oktober 2010 
 

Inhalt vs Stil

Bischof Ludwig Schick hat inhaltlich voll recht. Allerdings müßte die Erkenntnis, wie falsch der Laizismus ist - in Verbindung mit dem Erlebnis, wie mächtig er auch ist (ganz besonders in den Medien - und das ist entscheidend) zu einem wesentlich STÄRKER KÄMPFERISCHEN STIL FÜHREN !
Ich \"träume\" bspw von einer Broschüre der Bischofskonferenz, welche \"an Muslime und Atheisten\" gleichermaßen gerichtet ist und deren jeweiligen Irrtümer aufzeigt - und die Schönheit und Wahrheit und Liebe unserer Religion demgegenüberstellt.
Und ein dramatischer Aufschrei der (linken) Medien muß dann kommen - andernfalls war der Text zu \"niedlich\" !


1

0
 
 spesalvi23 24. Oktober 2010 

@ Charlene

\"In der Kirche werden wir das Te Deum ganz sicher auch dann noch singen, wenn längst kein Mensch mehr weiß, dass es jemals grüne Sprücheklopfer und Zeitgeistparasiten gab.\"

Garantiert!!!


3

2
 
 Descartes 24. Oktober 2010 
 

Bildung

\"Bildung ist das A und O für die Beachtung der Würde aller Menschen, der Aneignung der Werte sowie der Verwirklichung der Tugenden.\"

Sicher gehören auch die Naturwissenschaften und insbesondere die Evolutionstheorie zum Allgemeinwissen.


1

0
 
 Troppau 24. Oktober 2010 

Laizismus in der Krise

Immer schön CDU/CSU wählen, dann hat der Laizismus in Deutschland keine Chance. Nicht umsonst steht der Laizismus in der Türkei vor dem Kollaps und auch Frankreichs Krise ist eine Krise seiner laizistischen Verfassung. Also keine Aufregung. Diese politische Richtung hat keine Zukunft!


1

1
 
 Charlene 24. Oktober 2010 

Auf Ihrem Parteitag verabschieden die Grünen ein laizistisches Programm

Recht ohne Referenzpunkt außerhalb seiner selbst begrenzt sich auf „Konvention“ = Beliebigkeit. Wie wahllos man „übereinkommt“, lehren gerade die grünen Parteitage. Erinnert sei etwa an den von 1986 in Düsseldorf, als die Partei dem gierigen Eifer ihrer Schwulen- und Hedonistenfraktion erlag und den freien sexuellen Zugriff auf Minderjährige (vulgo Missbrauch) zum grünen Programm erhob.
Die Urheber unserer Verfassung banden den Rechtsstaat nicht umsonst an den Gott der Bibel. Die frischfarbige Erfahrung gottloser Willkür verbot alle Sprüche „weltanschaulicher Neutralität“ selbstredend. Sie wussten: Ohne externen Referenzpunkt liefert der Staat Recht, Freiheit und Menschenwürde seiner Bürger gnadenlos denjenigen aus, die sich in der Konventionsschöpfung jeweils durchsetzen. Natürlich steht eine Küste ohne Deiche nicht sogleich unter Wasser. Aber die Deiche abzureißen, weil die Nordsee gerade glatt vor sich hin kräuselt, das ist vollends verantwortungslos.
Aus welchem Glauben ein Gemeinwesen seinen Referenzpunkt schöpft, ist nicht gleichgültig. Eine Gesellschaft, die Islam wählt, entscheidet sich für direkte Identität von Religion und Staat. Denn Islam kennt kein kooperativ dienendes Verhältnis zur Welt wie das Christentum. Islam ist sui generis Rechtsordnung metaphysischer Herkunft und erfasst seine innerweltliche Mission darin, ihre Herrschaft zu errichten.
Wieder einmal bekräftigen die Grünen ihr verantwortungsfreies Verhältnis zur Politik. Grauenvoll, dass sie nicht alleine stehen. Liberale, Kommunisten und Teile der Sozialdemokraten steigen bereitwillig ins sinkende Boot. Sie glauben, der verhassten Kirche zu schaden. Ihr Irrtum: Nicht Gott braucht die Menschen. Es sind die Menschen, die ohne ihn verloren sind. Immer aufs Neue zerstörten und zerstören sie die Welt, wenn sie sich setzen auf Seinen Thron.
Bitten wir die Gottesmutter, unser Land zu behüten.
In der Kirche werden wir das Te Deum ganz sicher auch dann noch singen, wenn längst kein Mensch mehr weiß, dass es jemals grüne Sprücheklopfer und Zeitgeistparasiten gab.


2

0
 
 Monika Elisabeth 24. Oktober 2010 

@M.Schn-Fl

Danke, sehe ich auch so.


1

0
 
 H.Kraft 24. Oktober 2010 
 

Erzbischof Ludwig Schick

Herrn Erzbischof Dr. Ludwig Schick ist für seine Aussagen nur zu danken.
Man kann nicht manche Dinge einfach auf den Kopf stellen wollen, nur weil einige Laizisten in einigen Parteien unsere demokratische Grundordnung mit ihren Forderungen aus den Angeln heben wollen.
Schon der 1976 in München verstorbene Erzbischof und Kardinal, Julius Döpfner, hat sich in vielen Predigten u. a. für den Schutz des ungeborenen Lebens eingesetzt. Dazu gehört auch die Würde des Menschen von der Geburt bis zu seinem Tod, die Kardinal Döpfner sehr wichtig war.
Was wir bei uns dringend brauchen, ist eine Rückbesinnung auf unsere kulturellen Werte, die in Deutschland langsam aber sicher abhanden kommen. Da geht es auch um die von Papst Benedikt XVI. geforderte Neuevangelisierung der Völker in Europa und um die Ausrichtung der Zivilisation der Liebe.
Jeder von uns ist daher gefragt auch in seinem Alltag den Glauben zu leben und auch umzusetzen.
H. Kraft, München

H. Kraft


1

1
 
 M.Schn-Fl 24. Oktober 2010 
 

Zustimmung zu jedem Wort!

Dem Erzbischof kann man nur in jedem Wort voll zustimmen und helfen, es zu verbreiten.
Aber ich möchte ihn auch bitten, den Lautsprechern dieses Laizismus (wie z:B. der \"Spiegel\") weniger blauäugig gegenüber zu sein. Die Erklärung deutscher Bischöfe, dass die Medien sich in der Missbrauchsdebatte insgesamtgesehen fair verhalten hätten ist deshalb blauäuig, weil diese laizistischen Medien den Bischöfen mit roher Gewalt zwei blaue Augen geschlagen haben.


2

1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schick

  1. Ehe für alle: Schick fordert Prüfung vor dem Bundesverfassungsgericht
  2. Erzbischof Schick: Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen
  3. Auf der Suche nach der Wahrheit
  4. Erzbischof Schick wehrt sich gegen gefälschtes Pegida-Zitat
  5. Wir diskutieren, planen, erfinden und gründen immer neue Gremien
  6. Weltbesessenheit und Gottvergessenheit in der Kirche
  7. Ludwig Schick ist der sportlichste Bischof
  8. Mit emotionaler Empörung und Rausschmiss ist es nicht getan
  9. Schönborn: Unqualifizierte Angriffe von Zulehner und Schüller
  10. 'Nachdenken', ob jeder Pfarrer den Zölibat leben müsse








Top-15

meist-gelesen

  1. Benedikt XVI.: „Vergelt’s Gott, lieber Georg, für alles“
  2. „Meine Zeit im Gefängnis“ – „Mein katholischer Glaube hat mich gestützt“
  3. Grüne wollen Ärzte zur Abtreibung zwingen!
  4. Kirchen verfehlen die Lebensrealität vieler Christen in Deutschland
  5. Das Priestertum in Deutschland leidet an kranken Strukturen
  6. „Herr, ich bin da!“ – Georg Ratzinger über seine Primiz
  7. Wir knien nur vor dem allmächtigen Gott nieder!
  8. Entbehrliches Christentum?
  9. Umwandlung der Hagia Sophia löst Proteste in Ost und West aus
  10. „Unser aller aufrichtige Anteilnahme gilt dem Papa emerito Benedikt XVI.“
  11. „Black Lives Matter“ fordert Auflösung der Kernfamilie
  12. Hagia Sophia: Zerstörung der 1300 Jahre alten Mosaiken befürchtet
  13. Türkisches Gericht annulliert Museumsstatus der Hagia Sophia
  14. Johannes Hartl: „Männer und Frauen sind verschieden“
  15. Papst mahnt "Gewissenserforschung" im Umgang mit Flüchtlingen an

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz