Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  7. „Synodalität wird den Katholizismus zerstören“
  8. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  9. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  10. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  11. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  12. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  13. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  14. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  15. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck

Der Laizismus wird uns nicht voranbringen

24. Oktober 2010 in Deutschland, 21 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Erzbischof Ludwig Schick wendet sich gegen die Verdrängung von Religion und Kirche aus dem öffentlichen Raum und erinnert daran, dass die Kirche für die Vermittlung von „Würde, Werte und Tugenden“ unabdingbar sei.


Bamberg (www.kath.net/ bbk)
Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat bei einem Vortrag in Herzogenaurach am 19. Oktober an die Bedeutung von Würde, Werte und Tugenden für die Gesellschaft in Deutschland erinnert. „Sie sind die tragenden Säulen des Gemeinwohls“, so der Erzbischof. Sie seien aus der abendländisch-christlichen Kultur entstanden. „Sie haben ein gutes gemeinwohlorientiertes Gesellschaftsleben und den Sozialstaat in Deutschland hervorgebracht. Das muss dankbar anerkannt werden.“

Wenn derzeit „Laizisten“ in einigen Parteien forderten, dass die Kreuze aus den Schulen und öffentlichen Gebäuden entfernt, der Gottesbezug im Grundgesetz und in den Länderverfassungen gestrichen, der Religionsunterricht in den Schulen abgeschafft, die Theologie aus den Universitäten herausgenommen werden und Kirchenvertreter nicht mehr in der Politik mitwirken sollten, käme das dem Versuch einer „Damnatio memoriae“, einer Löschung aus dem Gedächtnis gleich.


„Der Versuch wird scheitern“, ist sich der Erzbischof gewiss. Religion und Kirche sollten zum Wohl der Gesellschaft von der Politik gefördert werden. Es dürfe nicht vergessen werden, dass die Christen bei ehrenamtlichen Tätigkeiten in Deutschland an erster Stelle stehen und die Kirchen viele soziale, caritative und diakonische Einrichtungen zum Wohl der ganzen Gesellschaft tragen. Nicht zuletzt sei die Kirche für den Erhalt und die Weitergabe der Würde von allen Menschen, den Werten und Tugenden wichtig. „Mit religiösen Menschen ist ‚Staat’ zu machen! Was können der Laizismus und die Laizisten Positives vorweisen?“, fragte Schick vor rund 300 Zuhörern.

Die Würde des Menschen sei von der Befruchtung der Eizelle bis zum natürlichen Sterben unantastbar. Die Auslese und Tötung von befruchteten Eizellen nach einer „unbefriedigenden“ Präimplantationsdiagnostik (PID) sei genauso ein Angriff auf die Unantastbarkeit des menschlichen Lebens wie die Abtreibung. Deshalb gehöre PID verboten.

Die Sehnsucht nach einem würdevollen Leben, nach Werten und Tugenden sei besonders bei jungen Menschen groß. Es fehle aber oft an der Realisierung im Alltag. Der Bamberger Erzbischof forderte daher eine Bildungsoffensive auf allen Ebenen. Bildung ist das A und O für die Beachtung der Würde aller Menschen, der Aneignung der Werte sowie der Verwirklichung der Tugenden. Dazu müssten vor allem die Familien gestärkt sowie in den Kindergärten und Schulen das Werte- und Orientierungswissen mehr Bedeutung erhalten.

Der Glaube an den guten Gott sei die wichtigste Ressource für Würde, Werte und Tugenden. „Mit dem guten Gott funktioniert die Gesellschaft anders als ohne ihn, nämlich göttlicher und himmlischer“, schloss Schick.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Schick

  1. Ehe für alle: Schick fordert Prüfung vor dem Bundesverfassungsgericht
  2. Erzbischof Schick: Waffenlieferungen an Saudi-Arabien stoppen
  3. Auf der Suche nach der Wahrheit
  4. Erzbischof Schick wehrt sich gegen gefälschtes Pegida-Zitat
  5. Wir diskutieren, planen, erfinden und gründen immer neue Gremien
  6. Weltbesessenheit und Gottvergessenheit in der Kirche
  7. Ludwig Schick ist der sportlichste Bischof
  8. Mit emotionaler Empörung und Rausschmiss ist es nicht getan
  9. Schönborn: Unqualifizierte Angriffe von Zulehner und Schüller
  10. 'Nachdenken', ob jeder Pfarrer den Zölibat leben müsse






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  4. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  5. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  6. Polnische Bischofskonferenz: „Leihmutterschaft ist eine in sich falsche Handlung“
  7. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln
  8. Russland: Autobiografie von Papst Franziskus zensiert
  9. Vatikan-Außenminister zieht positive Bilanz seiner Moskau-Reise
  10. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  11. Matthäi am Letzten will Bischof Feige nicht mehr
  12. Die umstrittene Synodalkonferenz der Kirche in Deutschland wurde leise abgesagt
  13. Polen - Erzbischof Galbas: „Es gehört auch zum Auftrag der Kirche zu sagen: ‚Du darfst nicht‘“
  14. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  15. Jüngerschaft in Wien und darüber hinaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz