Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:









Top-15

meist-diskutiert

  1. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  2. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  3. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  6. Schwedischer Kardinal zieht gemischtes Fazit zu Corona-Sonderweg
  7. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  8. R.I.P. Georg Ratzinger
  9. Dümmer geht nimmer!
  10. Lackner: Werte kommen ohne Tradition und Vorgegebenes nicht aus
  11. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  12. Vatikanberaterin bringt "Kardinalskollegium mit Frauen" ins Spiel
  13. Fridays For Future Weimar: „Die Polizei diskriminiert, mordet, prügelt, hehlt“
  14. Lobpreis, die Beziehung zum Vater, Ruhe in Jesus
  15. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung

Schweizer Referendum gegen Fortpflanzungsmedizingesetz geplant

3. September 2015 in Schweiz, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Überparteiliches Referendumskomitee: «Menschen mit einer Behinderung werden als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet, ihre Eltern könnten dafür zunehmend zur Rechenschaft gezogen werden».


Bern (kath.net/KNA) Ein überparteiliches Komitee in der Schweiz strebt ein Referendum gegen das neue Fortpflanzungsmedizingesetz an. Ziel sei es, eine «flächendeckende willkürliche» Anwendung der sogenannten Präimplantationsdiagnostik (PID), insbesondere des Chromosomen-Screenings, zu verhindern, teilte das Komitee am Dienstag zu Beginn der 100-tägigen Referendumsfrist mit. Nötig sind 50.000 Unterschriften, damit das Referendum zustande kommt.

Im Juni hatten sich die Schweizer für die Zulassung von Embryotests ausgesprochen. Damit sind genetische Untersuchungen an Embryonen erlaubt, die im Reagenzglas erzeugt wurden. Zudem dürfen so viele Embryonen außerhalb des Körpers der Frau entwickelt werden, «als für das Fortpflanzungsverfahren notwendig sind». Der Zwang zur sofortigen Einpflanzung entfällt.


Die Anwendung der PID wird im Schweizer Fortpflanzungsmedizingesetz geregelt, das 2014 vom Parlament verabschiedet wurde. Laut dem Gesetz sollen alle Paare, die eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen, das Verfahren nutzen können - und nicht nur Paare mit einer genetischen Vorbelastung. Unfruchtbare Paare haben neu die Möglichkeit, ihre Embryonen vor der Übertragung in den Mutterleib auf Chromosomenstörungen untersuchen zu lassen.

Das überparteiliche Referendumskomitee aus rund 50 Vertretern verschiedener Parteien befürchtet, dass ein «flächendeckender Chromosomen-Check» mittelfristig zu einer Diskriminierung von Behinderten sowie zu einer «schleichenden Entsolidarisierung» der Gesellschaft führe. «Menschen mit einer Behinderung werden als unerwünschte und vermeidbare Risiken betrachtet, ihre Eltern könnten dafür zunehmend zur Rechenschaft gezogen werden», heißt es. Leistungsverweigerungen von Sozialversicherungen und Krankenkassen könnten die Folge sein.

Auch die Organisation «Biorespect» ergreift das Referendum. Der Verein, der die Entwicklung auf dem Gebiet der Biotechnik beobachtet, rief am Dienstag dazu auf, «am Prinzip einer solidarischen Gesellschaft festzuhalten, in der auch behinderte und kranke Menschen ihren Platz haben».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 beertje 3. September 2015 
 

Dankbarkeit

Meine Eltern leben nicht mehr (zumindestens nicht hier auf der Erde ...) aber immer wieder kommt mir in den Sinn, daß ich genau aus beiden, aus ihrer beider Liebe zusammengesetzt bin nach dem Willen Gottes.


0

0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Präimplantationsdiag

  1. CDL weist Jens-Spahn-Vorschlag zur PID entschieden zurück
  2. "Sind für Jens Spahn Pharmainteressen wichtiger als Lebensschutz?"
  3. Schweiz: Nach Ja zur PID befürchten Bischöfe Designerbabys
  4. 'PID verhindert nicht Leid, sondern eliminiert Leidende'
  5. Lebensrechtler rufen zur Transparenz bei PID auf
  6. Kardinal Meisner zur Bundesratsentscheidung über PID
  7. Bundesländer fordern wesentliche Änderungen an PID-Verordnung
  8. Ethikrat-Chefin warnt vor Selektion von Embryos nach Geschlecht
  9. Christen in der SPÖ strikt gegen PID
  10. Huainigg: PID selektiert 'unwertes' Leben








Top-15

meist-gelesen

  1. R.I.P. Georg Ratzinger
  2. Weil sie beim Beten keine Maske tragen wollte
  3. Dümmer geht nimmer!
  4. Ich bin ein 'weißer Mann', aber deshalb knie ich mich nicht nieder
  5. Neues Parteiprogramm der Grünen für Abtreibung und Gender-Ideologie
  6. Die Sprache der Engel
  7. Papst-Unterstützung für Synodalen Weg?
  8. Benedikt XVI. wird nicht am Begräbnis von Georg Ratzinger teilnehmen!
  9. Anglikanischer Erzbischof: ‚Statuen werden entfernt, Namen geändert’
  10. „In dieser Stunde der Trauer…“
  11. "Möchte ich mich formell für die Klimaangst entschuldigen!"
  12. Abschied von Prälat Georg Ratzinger
  13. Bischof von Hildesheim erwartet für 2021 noch mehr Kirchenaustritte
  14. Der synodale Weg funktioniert nicht
  15. Gender-Ideologie widerspricht Natur und Offenbarung

© 2020 kath.net | Impressum | Datenschutz